OGH 8Ob2087/96m

8Ob2087/96mTribunal Superior13 de jun. de 1996

Abrir fonte

Texto completo

OGH 8Ob2087/96m

  • Dokumenttyp: Entscheidungstext
  • Entscheidungsdatum: 13.06.1996

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Huber als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Petrag, Dr.Langer, Dr.Rohrer und Dr.Adamovic als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Hans N*****, Firmengesellschafter, ***** vertreten durch Dr.Nikolaus Siebenaller, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagten Parteien 1. Christa P*****, Komplementärin, ***** vertreten durch Dr.Arnold, Rechtsanwaltskommanditpartnerschaft in Wien, 2. Dipl.Ing.Erhard W*****, Angestellter, ***** vertreten durch Schönherr, Barfuss, Torggler Partner, Rechtsanwälte in Wien, 3. N***** Parfümerie GmbH Nachfolger P***** KG, ***** vertreten durch Dr.Ernst Ploil, Rechtsanwalt in Wien, wegen 5,000.000 S sA, infolge außerordentlicher Revision des Klägers gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgericht vom 25.Jänner 1996, GZ 1 R 260/95-19, den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Die außerordentliche Revision des Klägers wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 510 Abs 3 ZPO).

Begründung

Begründung:

Daraus, daß die Erstbeklagte und einzige Komplementärin der Johann Alexander N***** KG (im folgenden N***** KG), deren Schadenersatzansprüche der Kläger als Kommanditist geltend macht, an der drittbeklagten Partei als Kommanditistin und an deren Komplementär-GmbH als Gesellschafterin beteiligt ist, ist für den Standpunkt des Klägers, er könne auch die drittbeklagte Partei mit der "actio pro socio" in Anspruch nehmen, nichts zu gewinnen, weil die drittbeklagte Partei, die nicht Gesellschafterin der N***** KG ist, keine gesellschaftsvertraglichen Pflichten treffen, aus deren Verletzung als Sozialansprüche geltend zu machende Schadenersatzansprüche abgeleitet werden könnten (siehe GesRZ 1980, 212 [Ostheim] = SZ 53/77; GesRZ 1978, 79 = SZ 51/16 sowie GesRZ 1980, 214).

Soweit der Kläger ins Treffen führt, die Erstbeklagte werde bei dieser Konstellation die aus der für die N***** KG nachteiligen Zwischenschaltung der drittbeklagten Partei bei Warenbezügen resultierenden Schadenersatzansprüche nicht gegen die drittbeklagte Partei geltend machen, nur bei Inanspruchnahme auch der drittbeklagten Partei sei durch Einsichtnahme in deren Jahresabschlüsse der der N***** KG entstandene Schaden zu beweisen, seien die auch dem Kommanditisten offenstehenden Möglichkeiten nach den §§ 133, 140 und 142 HGB (siehe Wirth in Münchner Handbuch des Gesellschaftsrechts II § 6 Rz 13 unter Berufung auf BGHZ 51, 198) allenfalls auch nach den §§ 117 und 127 HGB (siehe EvBl 1981/162; RZ 1955, 77; vgl GesRZ 1978, 128; siehe auch Koppensteiner in Straube HGB2 I § 127 Rz 8 und 9 mwH, insbesondere Hueck, Das Recht der OHG4, 301 f) aufgezeigt.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.