5Ob8/84•OGH 5Ob8/84
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshof Dr. Marold als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Griehsler, Dr. Jensik, Dr. Zehetner und Dr. Klinger als Richter in der Rechtssache der Antragsteller C***** G*****, N***** B*****, A***** B*****, V*****, M*****-GesmbH Co KG, M***** Z*****, J***** S*****, M***** S*****, Dr. B***** R*****, E***** H*****, W***** H*****, M***** S*****, J***** F*****, P***** S*****, E***** R*****, A***** R*****, F***** K*****, A***** K*****, W***** KG, E***** K*****, Ing. K***** P*****, E***** R*****, Ing. Mag. J***** R*****, E***** E*****, H***** E*****, Dipl. Ing. H***** F*****, M***** F*****, Dkfm. Dr. P***** M*****, W***** M*****, O***** S*****, E***** M*****, I***** S*****, sämtliche , sämtliche vertreten durch Dr. Peter Wagner, Rechtsanwalt in Linz, wider die Antragsgegnerin W Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau mbH, *****, vertreten durch Dr. Eckhard Tasler, Rechtsanwalt in Linz, wegen Rechnungslegung nach §§ 17 Abs 2 Z 1 und 16 Abs 3 WEG und Herausgabe des Überschusses infolge Revisionsrekurses der Antragsteller, gegen den Beschluss des Landesgerichts Linz als Rekursgericht vom 5. Oktober 1983, GZ 13 R 459/8341, womit der Beschluss des Bezirksgerichts Linz vom 26. April 1983, GZ 1 Nc 12/8128, teils als nichtig aufgehoben, teils die Rechtssache zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückgewiesen wurde, folgenden
Beschluss
gefasst:
Die Akten werden dem Landesgericht Linz als Rekursgericht mit dem Auftrag zurückgestellt, seinen Beschluss vom 5. Oktober 1983, AZ 13 R 459/83, hinsichtlich der Entscheidung über den Antrag auf Rechnungslegung für die Jahre 1975 bis 1980 durch die nach § 526 Abs 3 ZPO in Verbindung mit § 500 Abs 2 Z 1 und 3 ZPO erforderlichen Aussprüche, allenfalls durch Beisetzung des Ausspruchs gemäß § 526 Abs 3 ZPO in Verbindung mit § 500 Abs 3 ZPO, ob der Revisionsrekurs nach § 502 Abs 4 Z 1 ZPO zulässig ist, zu ergänzen.
Begründung:
Die Antragsteller sind Miteigentümer der Liegenschaft EZ ***** KG ***** mit der Wohnungseigentumsanlage Linz, *****. Die Antragsteller repräsentieren 8104/10.000stel Anteile dieser Liegenschaft.
Die Antragsteller begehrten mit ihrem am 21. Jänner 1981 beim Erstgericht überreichten Antrag, der Antragsgegnerin binnen 14 Tagen die Herausgabe sämtlicher Unterlagen betreffend das Haus Linz, ***** und die Rechnungslegung über die Rücklage und Herausgabe des Überschusses sowie die Rechnungslegung über die Jahre 1975 bis einschließlich 1980 aufzutragen.
Die Antragsgegnerin beantragte die Abweisung der Anträge.
Das Erstgericht trug der Antragsgegnerin auf, über die Jahre 1975 bis 1980 und über die Rücklage Rechnung zu legen und den – ziffernmäßig nicht festgestellten – Überschuss an den – von den Antragstellern ab 1. Jänner 1981 mit der Hausverwaltung betrauten – Antragsteller J***** S***** herauszugeben. Der darüberhinausgehende Antrag auf Herausgabe sämtlicher das angeführte Haus betreffender Unterlagen wurde wegen Unzulässigkeit des außerstreitigen Rechtsweges ab (richtig: zurück)gewiesen.
Das Gericht zweiter Instanz hob aus Anlass des Rekurses der Antragsgegnerin den Beschluss des Erstgerichts samt vorangegangenem Verfahren insoweit als nichtig auf, als der Antragsgegnerin verhalten wurde, den Antragstellern über die Jahre 1975 bis einschließlich 1980 Rechnung zu legen und wies in diesem Umfang den Antrag zurück; im Übrigen gab es dem Rekurs Folge, hob den angefochtenen Beschluss auf und wies die Rechtssache diesbezüglich zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurück.
Gegen diesen Beschluss des Rekursgerichts, insoweit er die erstinstanzliche Entscheidung wegen Nichtigkeit aufhob und den Rechnungslegungsantrag betreffend die Jahre 1975 bis einschließlich 1980 zurückwies, richtet sich der Revisionsrekurs der Antragsteller mit dem Antrag, den angefochtenen Beschluss im Sinne der Wiederherstellung der diesbezüglichen erstinstanzlichen Entscheidung abzuändern; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.
Über dieses Rechtsmittel kann derzeit noch nicht abgesprochen werden.
Infolge der Verweisung der hier nach § 26 Abs 2 WEG anzuwendenden Bestimmung des § 37 Abs 3 Z 16 MRG auf die Vorschriften der ZPO über den Rekurs hat das Gericht zweiter Instanz, wenn der Streitgegenstand nicht ausschließlich in einem Geldbetrag besteht, auszusprechen, ob der Wert des Streitgegenstands 15.000 S und auch 300.000 S übersteigt (§§ 526 Abs 3, 500 Abs 2 Z 1 und 3 ZPO). Übersteigt der Wert des Streitgegenstands 15.000 S nicht aber 300.000 S so hat das Rekursgericht gemäß §§ 526 Abs 3, 500 Abs 3 ZPO auszusprechen, ob der Rekurs gegen seine Entscheidung nach § 502 Abs 4 Z 1 ZPO zulässig ist; dieser Ausspruch ist kurz zu begründen.
Das Rekursgericht hat es jedoch unterlassen, auf diese Bestimmungen Bedacht zu nehmen. Dem Rekursgericht musste daher aufgetragen werden, dies nachzuholen.
Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.