Verfassungsgerichtshof G345/90; G41/91; G42/91; G125/91; G134/91; G165/91; G166/91; G167/91; G168/91; G169/91; G170/91; V605/90; V3/91; V4/91; V50/91; V54/91; V65/91; V66/91; V67/91; V68/91; V69/91; V70/91

G345/90; G41/91; G42/91; G125/91; G134/91; G165/91; G166/91; G167/91; G168/91; G169/91; G170/91; V605/90; V3/91; V4/91; V50/91; V54/91; V65/91; V66/91; V67/91; V68/91; V69/91; V70/91Tribunal Constitucional4 de out. de 1991

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Regest

VfGH / Prüfungsumfang, Finanzverfassung, Abgabenwesen, Verordnungserlassung, Abgaben Landes-, Fremdenverkehr, Abgaben Fremdenverkehr, Aufenthaltsabgabe, Oberste Organe der Vollziehung, Bindung (eines obersten Organs), Landesregierung, Rückwirkung, Geltungsbereich (zeitlicher) einer Verordnung

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Verfassungsgerichtshof G345/90,G41/91,G42/91,G125/91,G134/91,G165/91,G166/91,G167/91, G168/91,G169/91,G170/91,V605/90,V3/91,V4/91,V50/91,V54/91, V65/91,V66/91,V67/91,V68/91,V69/91,V70/91

  • Dokumenttyp: Entscheidungstext
  • Entscheidungsdatum: 04.10.1991

Spruch

I. 1. Die Wortfolgen "eines Fremdenverkehrsverbandes" im ersten Satz des §5 Abs2 und "einem Fremdenverkehrsverband" im ersten Halbsatz des §5 Abs3 des Aufenthaltsabgabegesetzes, LGBl. für Tirol 23/1976, waren verfassungswidrig.

2. Der Landeshauptmann von Tirol ist zur unverzüglichen Kundmachung dieses Ausspruchs im Landesgesetzblatt für Tirol verpflichtet.

3. Im übrigen werden die Gesetzesprüfungsverfahren eingestellt; in diesem Umfang wird der Gesetzesprüfungsantrag des Verwaltungsgerichtshofes als unzulässig zurückgewiesen.

II. 1. Die Verordnungen der Tiroler Landesregierung vom 21. April 1987, Zl. IIc-804/85, über die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe im Gebiet des Fremdenverkehrsverbandes Ainet-Schlaiten, kundgemacht im "Bote für Tirol" 471/1987, und vom 29. November 1988, Zl. IIc-3/1074/3, über die Festsetzung der Aufenthaltsabgabe im Gebiet des Fremdenverkehrsverbandes Ötztal Arena, kundgemacht im "Bote für Tirol" 1091/1988, werden als gesetzwidrig aufgehoben.

2. Die Aufhebungen treten mit Ablauf des 30. April 1992 in Kraft.

3. Die Tiroler Landesregierung ist zur unverzüglichen Kundmachung dieser Aussprüche im Landesgesetzblatt für Tirol verpflichtet.

4. Die Verordnung der Tiroler Landesregierung vom 21. Oktober 1986, Zl. IIc-881/255, über die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe im Gebiet des Fremdenverkehrsverbandes Innerötztal, kundgemacht im "Bote für Tirol" 854/1986, wird nicht als gesetzwidrig aufgehoben.

Dem Antrag des Verwaltungsgerichtshofes auf Aufhebung der Verordnung der Tiroler Landesregierung vom 5. Juni 1984, Zl. IIc-945/119, über die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe im Gebiet des Fremdenverkehrsverbandes Oberlienz, kundgemacht im "Bote für Tirol" 571/1984, wird nicht Folge gegeben.

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