No restriction of revision complaint after prior decision

12 UR 2005.374-167Li Supreme Court10 gen 2008Dismissed

Sintesi

The OGH had already decided the appellants' revision complaint and the third-instance costs in an earlier decision. After the underlying criminal proceedings were later discontinued, the appellants tried to restrict their pending revision complaint to costs and requested CHF 12,849.85. The OGH held that such a restriction was no longer possible once it had already ruled, that it could not issue a new decision on the same costs matter, and that cost-determination requests must be filed with the first-instance court. The application was therefore rejected.

Regest

Revision complaint; costs; jurisdiction of the OGH: once the Supreme Court has already decided the revision complaint, a subsequent limitation of that complaint to costs is no longer admissible. If costs of the third instance have already been determined in the decision, no further ruling by the OGH is possible. Applications for determination of costs are to be filed with the court of first instance; the OGH lacks competence to decide them. Likewise, requests aimed at the annulment of lower-court orders cannot be entertained by the OGH once its own decision has become final (consid. 1).

Testo completo

12 UR 2005.374-167

Leitsatz 1

Eine Einschränkung der Revisionsbeschwerde auf Kosten ist nicht mehr möglich, wenn der OGH bereits über die Revisionsbeschwerde entschieden hat.Kostenbestimmungsanträge sind keinesfalls beim OGH, sondern beim Erstgericht einzubringen.

Sachverhalt

Der OGH war in der gegenständlichen Strafsache bereits wiederholt befasst. So hatte er ua über die Revisionsbeschwerde der X Limited Inc und der Y Foundation vom 26.06.2007 gegen den B des OG vom 04.06.2007 zu entscheiden. Dies hat der OGH mit B vom 09.08.2007 auch getan, der Revisionsbeschwerde keine Folge gegeben und den Revisionsbeschwerdeführern den Ersatz der Kosten des drittinstanzlichen Verfahrens aufgetragen. Dagegen wurde offenbar von den Bf Verfassungsbeschwerde an den StGH des Fürstentums Liechtenstein erhoben. Eine diesbezügliche E liegt dem OGH noch nicht vor.

In der Zwischenzeit wurde das Strafverfahren mit B des LG vom 10.10.2007 eingestellt.

Auf Grund dieser Einstellung brachten die Bf am 26.11.2007 einen Schriftsatz ein. Damit erklärten sie, dass sie wegen der Einstellung des Strafverfahrens ihre Revisionsbeschwerde vom 26.06.2007 auf Kosten einschränken und den Zuspruch von CHF 12 849.85 an Kosten beantragen.

Der OGH hat den Antrag zurückgewiesen.

Aus der Begründung

Über die Revisionsbeschwerde der X Limited Inc und der Y Foundation vom 26.06.2007 wurde vom OGH bereits mit B vom 09.08.2007 entschieden. Schon aus diesem Grund ist eine Einschränkung der Revisionsbeschwerde nicht (mehr) möglich. Auch hinsichtlich der Kosten des drittinstanzlichen Verfahrens wurde in demselben B entschieden, eine nochmalige E durch den OGH ist daher nicht möglich. Im Übrigen sind Kostenbestimmungsanträge beim Erstgericht einzubringen, der OGH ist dafür nicht zuständig, ebenso nicht bezüglich der beantragten Aufhebung der Beschlüsse ON 74 und ON 142.

Der diesbezügliche Antrag der Bf vom 26.11.2007 war daher zurückzuweisen.

Parole chiave

revision complaintcostsjurisdictioninadmissibilitycriminal proceedings termination