Valuation of leased property in a Betriebsaufspaltung

BFH II B 44/12Bfh / 2a divisione7 feb 2013Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The BFH dismissed the complaint against denial of revision. It held that, in the basic valuation of improved property under § 146(2) BewG, the agreed contractual rent remains decisive even where the property is leased within a Betriebsaufspaltung. The usual rent under § 146(3) BewG is excluded because the existence of a lease relationship rules out self-use by the owner. This applies even if only one person is economically involved in the property and operating partnerships. Since the point was already clarified by prior case law, there was no need for further legal development.

Massima Omnilex

§ 146 Abs. 2, Abs. 3 BewG, § 147 BewG; basic valuation of improved property in a Betriebsaufspaltung: where property is let for consideration to an operating entity, the agreed contractual rent is the relevant rent for the typified basic valuation. The usual rent under § 146(3) BewG is unavailable unless the statutory exceptions of owner-occupation, family use, or letting to related persons or employees are present. The mere fact that only one person is economically involved on the partnership side does not negate the lease relationship or establish self-use; all partners remain co-owners of partnership assets in gesamthänderischer association. Where settled case law exists, the question is not capable of further clarification for purposes of admitting revision.

Testo completo

BFH — II B 44/12, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2013-02-07

Aktenzeichen: II B 44/12

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 146 Abs 2 BewG 1997, § 146 Abs 3 BewG 1997, § 147 BewG 1997

Vorinstanz: vorgehend FG Münster, 2. Februar 2012, Az: 3 K 3076/09 F, Urteil

Spruchkörper: 2. Senat

Titelzeile

Bedarfsbewertung bei entgeltlicher Überlassung des Grundstücks im Rahmen einer Betriebsaufspaltung

Leitsatz

NV: Der typisierenden Bedarfsbewertung bebauter Grundstücke gemäß § 146 Abs. 2 BewG ist auch in Fällen entgeltlicher Überlassung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung die vertraglich vereinbarte Miete zugrunde zu legen. Ein Ansatz der üblichen Miete gemäß § 146 Abs. 3 BewG kommt nicht in Betracht. Dies gilt auch dann, wenn an der Besitzpersonengesellschaft bzw. Betriebspersonengesellschaft vermögensmäßig nur eine Person beteiligt ist .

Gründe

1 Die Beschwerde ist unbegründet. Die Revision ist nicht zur Fortbildung des Rechts zuzulassen.

2 Der Bundesfinanzhof (BFH) hat bereits mehrfach entschieden, dass der typisierenden Bedarfsbewertung bebauter Grundstücke gemäß § 146 Abs. 2 des Bewertungsgesetzes (BewG) auch in Fällen entgeltlicher Überlassung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung die vertraglich vereinbarte Miete zugrunde zu legen ist und ein Ansatz der üblichen Miete gemäß § 146 Abs. 3 BewG nicht in Betracht kommt (BFH-Entscheidungen vom 2. Februar 2005 II R 4/03, BFHE 208, 421, BStBl II 2005, 426; vom 13. Februar 2008 II B 59/07, BFH/NV 2008, 1121, und vom 17. März 2008 II B 3/08, BFH/NV 2008, 929). Dies gilt unabhängig davon, welche Rechtsform die am Mietverhältnis beteiligten Gesellschaften haben, d.h. ob es sich um Kapital- oder --wie im Streitfall-- ausschließlich um Personengesellschaften handelt, und auch unabhängig davon, ob an diesen Gesellschaften dieselben Gesellschafter beteiligt sind, d.h. Personenidentität besteht (BFH-Beschluss in BFH/NV 2008, 1121).

3 Nach dieser Rechtsprechung schließt allein das Vorliegen eines Mietverhältnisses zwischen Besitz- und Betriebsgesellschaft die von den Klägerinnen und Beschwerdeführerinnen (Klägerinnen) für ihre Rechtsauffassung beanspruchte Tatbestandsalternative einer Selbstnutzung durch den Eigentümer schon vom Tatbestand her aus. Dass im Streitfall an der Besitz- bzw. Betriebspersonengesellschaft vermögensmäßig nur eine Person beteiligt ist, steht der Annahme eines Mietverhältnisses zwischen den Gesellschaften nicht entgegen. Denn die alleinige vermögensmäßige Beteiligung macht diese Person --entgegen der Auffassung der Klägerinnen-- nicht zum Alleineigentümer, der sein Grundstück selbst nutzt; vielmehr sind unabhängig von der Höhe der vermögensmäßigen Beteiligung alle Gesellschafter der Personengesellschaften, d.h. auch die am Vermögen nicht beteiligte Komplementär-GmbH in gesamthänderischer Verbundenheit Eigentümer des Gesellschaftsvermögens. Dies schließt die Annahme der Selbstnutzung des Grundstücks durch die an beiden Gesellschaften vermögensmäßig allein beteiligte Person aus. Die von den Klägerinnen für rechtsgrundsätzlich gehaltene Frage nach der Maßgeblichkeit der zwischen den zwei Personengesellschaften vereinbarten Miete ist als bereits durch höchstrichterliche Rechtsprechung geklärt anzusehen und in einem Revisionsverfahren nicht mehr klärungsbedürftig.

4 Die Voraussetzungen für eine Bewertung nach § 147 BewG --wie von den Klägerinnen angestrebt-- sind im Streitfall nicht erfüllt, weil in Gestalt des von der Betriebs-KG gezahlten Entgelts eine vereinbarte Jahresmiete i.S. des § 146 Abs. 2 BewG vorliegt, die bereits innerhalb der Bewertung nach § 146 BewG den Zugang zur üblichen Miete i.S. des Abs. 3 der Vorschrift versperrt. Damit bleibt erst recht der Weg in den § 147 BewG verschlossen. Ist --wie im Streitfall--- das Grundstück i.S. des § 146 Abs. 2 Satz 2 BewG vermietet, kommt der Ansatz der üblichen Miete nämlich nur dann in Betracht, wenn das Grundstück vom Eigentümer oder dessen Familie selbstgenutzt oder an Angehörige (§ 15 der Abgabenordnung) oder Arbeitnehmer des Eigentümers vermietet ist (§ 146 Abs. 3 Satz 1 BewG).

Parole chiave

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Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether revision should be admitted for legal development regarding the valuation of a leased property in a Betriebsaufspaltung under § 146 BewG and § 147 BewG.

Decisione estratta

Revision was not to be admitted because the decisive question was already settled by Federal Fiscal Court case law.

Motivazione estratta

For the typified basic valuation of improved real estate under § 146(2) BewG, the agreed contractual rent applies even in a paid transfer within a Betriebsaufspaltung. An application of the usual rent under § 146(3) BewG is excluded where there is a lease between the property and operating entities; sole economic participation by one person does not turn the arrangement into self-use.

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