No reimbursement of costs under Section 34a(3) BVerfGG

BVerfG 1 BvR 796/14Bverfg / 1. Senat 2. Kammer18 set 2015Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Constitutional Court rejected the applicant's requests for reimbursement of necessary expenses incurred in connection with a constitutional complaint and a separate request for interim relief. It held that Section 34a(3) BVerfGG leaves reimbursement to the court's equitable discretion even when a constitutional complaint is unsuccessful, but that the overall circumstances did not justify such an order here. The case law cited by the applicant was considered inapposite.

Massima Omnilex

§ 34a Abs. 3 BVerfGG; Erstattung notwendiger Auslagen trotz Erfolglosigkeit der Verfassungsbeschwerde nur nach Billigkeit; die Entscheidung steht im Ermessen des Bundesverfassungsgerichts und setzt eine Gesamtwürdigung aller Umstände voraus. Eine Auslagenerstattung ist zu verweigern, wenn besondere Billigkeitsgründe fehlen; auf andere Fallkonstellationen gestützte Rechtsprechung genügt hierfür nicht (consid. 1).

Testo completo

BVerfG — 1 BvR 796/14, Kammerbeschluss

Entscheidungsdatum: 2015-09-18

Aktenzeichen: 1 BvR 796/14

ECLI: ECLI:DE:BVerfG:2015:rk20150918.1bvr079614

Dokumenttyp: Kammerbeschluss

Normen: § 34a Abs 3 BVerfGG

Vorinstanz: vorgehend Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, 25. März 2014, Az: 20 Cs 14.649, Beschlussvorgehend VG Augsburg, 25. März 2014, Az: Au 1 S 14.489, Beschluss

Spruchkörper: 1. Senat 2. Kammer

Titelzeile

Ablehnung der Auslagenerstattung aus Billigkeitserwägungen (§ 34a Abs 3 BVerfGG)

Tenor

Die Anträge des Beschwerdeführers auf Anordnung der Erstattung seiner notwendigen Auslagen für die Verfassungsbeschwerde und für den Antrag auf einstweilige Anordnung werden abgelehnt.

Gründe

1 Die Anträge auf Anordnung der Erstattung notwendiger Auslagen für die Verfassungsbeschwerde sowie den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung haben keinen Erfolg. Nach § 34a Abs. 3 BVerfGG kann das Bundesverfassungsgericht volle oder teilweise Erstattung von Auslagen grundsätzlich auch dann anordnen, wenn sich eine Verfassungsbeschwerde nicht als begründet erwiesen hat. Die Entscheidung, ob die Auslagen dem Grunde nach zu erstatten sind, steht insoweit im Ermessen des Gerichts und ist nach Billigkeitsgesichtspunkten zu entscheiden. Bei Gesamtwürdigung aller Umstände entspricht es vorliegend nicht der Billigkeit, die Erstattung der dem Antragsteller entstandenen notwendigen Auslagen für die nicht zur Entscheidung angenommene Verfassungsbeschwerde sowie den gesondert abgelehnten Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung anzuordnen. Die vom Bevollmächtigten des Beschwerdeführers in seinem Antrag zitierte Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Auslagenerstattung betrifft andere Fallgestaltungen.

Parole chiave

cost reimbursementequityconstitutional complaintinterim reliefdiscretion

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the applicant's necessary expenses should be reimbursed under Section 34a(3) BVerfGG despite the constitutional complaint not being accepted.

Decisione estratta

Reimbursement was not ordered; the court found that equity did not justify shifting the applicant's necessary expenses.

Motivazione estratta

Under Section 34a(3) BVerfGG, reimbursement may be ordered even where a constitutional complaint is unsuccessful, but only at the court's discretion on equitable grounds. After an overall assessment, the cited case law did not apply to this different constellation.

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