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BSG B 13 R 113/17 B ΓÇó No valid appeal by simple email before the BSG
BSG B 13 R 113/17 BBsg / Division 139 mag 2017Dismissed
The claimant attempted to challenge a Baden-Württemberg LSG judgment by sending two simple emails. The BSG treated the submissions as a non-admission complaint but held them inadmissible because such a complaint requires filing through counsel admitted before the BSG within one month, and a simple email without qualified electronic signature does not meet statutory form requirements. The complaint was therefore rejected without substantive review. Each party had to bear its own out-of-court costs.
§ 160a Abs. 1 S. 2 SGG, § 65a Abs. 1 S. 3 SGG; form and representation requirements for a Nichtzulassungsbeschwerde: A non-admission complaint before the BSG is valid only if filed within the statutory period by a lawyer admitted before the BSG; an ordinary email without qualified electronic signature does not satisfy the statutory form. A party’s statement of self-representation cannot cure the lack of mandatory legal representation. If these requirements are not met, the complaint is to be dismissed as inadmissible by order under § 160a Abs. 4 S. 1 Halbs. 2 in conjunction with § 169 S. 2 and 3 SGG (consid. 2-3).
Entscheidungsdatum: 2017-05-09
Aktenzeichen: B 13 R 113/17 B
ECLI: ECLI:DE:BSG:2017:090517BB13R11317B0
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 65a Abs 1 S 3 SGG, § 160a SGG
Vorinstanz: vorgehend SG Karlsruhe, 31. Oktober 2014, Az: S 10 R 2148/13, Gerichtsbescheidvorgehend Landessozialgericht Baden-Württemberg, 21. Februar 2017, Az: L 9 R 5086/14, Urteil
Spruchkörper: 13. Senat
Sozialgerichtliches Verfahren - keine rechtswirksame Rechtsmitteleinlegung durch einfache E-Mail
Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 21. Februar 2017 wird als unzulässig verworfen.
Die Beteiligten haben einander für das Beschwerdeverfahren keine außergerichtlichen Kosten zu erstatten.
1 Die Klägerin hat sich mit zwei E-Mail-Eingaben vom 31.3. und 10.4.2017, hier eingegangen jeweils am selben Tag, gegen das Urteil des LSG Baden-Württemberg vom 21.2.2017 (zugestellt am 1.3.2017) gewandt und sich über den Ausgang des Rechtsstreits "beschwert". Der Senat wertet dieses Vorbringen als Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im vorgenannten Urteil des LSG.
2 Die Klägerin kann jedoch, worauf sie in der Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Urteils hingewiesen worden ist, eine Nichtzulassungsbeschwerde wirksam nur durch beim BSG zugelassene Prozessbevollmächtigte innerhalb eines Monats nach Urteilszustellung einlegen lassen (§ 73 Abs 4, § 160a Abs 1 S 2 SGG). Ihr Hinweis, dass sie sich nunmehr selbst vertrete, ist ohne rechtliche Bedeutung. Zudem kann ein Rechtsmittel mit einer einfachen E-Mail (also ohne qualifizierte elektronische Signatur) nicht rechtswirksam eingelegt werden (§ 65a Abs 1 S 3 SGG) ; auch hierauf hat die Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Urteils zutreffend aufmerksam gemacht.
3 Das Rechtsmittel entspricht mithin nicht der gesetzlichen Form und ist deshalb ohne inhaltliche Prüfung durch Beschluss ohne Zuziehung der ehrenamtlichen Richter als unzulässig zu verwerfen (§ 160a Abs 4 S 1 Halbs 2 iVm § 169 S 2 und 3 SGG) .
4 Die Kostenentscheidung beruht auf der entsprechenden Anwendung des § 193 SGG.