PKH for non-admission complaint denied due to no prospect of success

BSG B 12 KR 6/14 BHBsg / Division 1217 set 2014Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Social Court rejected the claimant’s request for legal aid for a non-admission complaint against the judgment of the Thuringian Regional Social Court. It held that the planned complaint had no sufficient prospects of success because none of the admission grounds under Section 160(2) SGG were likely to be established. In particular, fundamental significance could not be shown where the social court path existed only because of a binding, though substantively incorrect, referral under Section 17a GVG, or because the appellate court had to decide under Section 17a(5) GVG. The underlying dispute concerned the classification of an insolvency claim as arising from intentional tort.

Massima Omnilex

§ 73a Abs. 1 SGG i.V.m. §§ 114, 121 ZPO; Prozesskostenhilfe für die Nichtzulassungsbeschwerde setzt hinreichende Erfolgsaussicht voraus. Eine grundsätzliche Bedeutung i.S.d. § 160 Abs. 2 Nr. 1 SGG ist nicht darlegbar, wenn der Sozialrechtsweg allein aufgrund einer nach § 17a GVG bindenden, sachlich unzutreffenden Rechtswegverweisung eröffnet ist; dasselbe gilt, wenn das Rechtsmittelgericht nach § 17a Abs. 5 GVG zu entscheiden hat, obwohl der ursprünglich beschrittene Rechtsweg unzulässig war. In einem solchen Fall fehlt es an der revisiblen Klärungsfähigkeit der aufgeworfenen Rechtsfrage (vgl. auch BSG SozR 4-1500 § 160 Nr. 6).

Testo completo

BSG — B 12 KR 6/14 BH, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2014-09-17

Aktenzeichen: B 12 KR 6/14 BH

ECLI: ECLI:DE:BSG:2014:170914BB12KR614BH0

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 160 Abs 2 Nr 1 SGG, § 160a Abs 2 S 3 SGG, § 17a Abs 5 GVG

Vorinstanz: vorgehend SG Gotha, 12. Januar 2012, Az: S 38 KR 5721/11, Gerichtsbescheidvorgehend Thüringer Landessozialgericht, 25. März 2014, Az: L 6 KR 394/12, Urteil

Spruchkörper: 12. Senat

Titelzeile

Nichtzulassungsbeschwerde - Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache - sachlich unzutreffende aber bindende Rechtswegverweisung

Tenor

Der Antrag des Klägers, ihm für das Verfahren der Beschwerde gegen das Urteil des Thüringer Landessozialgerichts vom 25. März 2014 Prozesskostenhilfe unter Beiordnung seines Prozessbevollmächtigten zu gewähren, wird abgelehnt.

Gründe

1 I. In dem seinem Antrag auf Prozesskostenhilfe (PKH) zugrundeliegenden Rechtsstreit begehrt der Kläger nur noch die Feststellung, dass eine von der Beklagten zur Insolvenztabelle angemeldete Forderung nicht aus dem Rechtsgrund einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung besteht. Das SG hat die Klage abgewiesen und das LSG die Berufung zurückgewiesen; zugleich hat das LSG die hilfsweise beantragte Verweisung des Rechtsstreits an das Amtsgericht unter Hinweis auf § 17a Abs 5 GVG abgelehnt, da über die Klage erstinstanzlich entschieden worden sei.

2 Der Kläger hat mit Schriftsatz seines Prozessbevollmächtigten vom 12.5.2014 beantragt, ihm PKH für das Verfahren der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des LSG zu bewilligen. Von einer Begründung seines Antrags hat er ausdrücklich abgesehen.

3 II. Der Antrag des Klägers auf Gewährung von PKH unter Beiordnung seines Prozessbevollmächtigten zur Durchführung des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde gegen das LSG-Urteil vom 25.3.2014 ist abzulehnen.

4 Nach § 73a Abs 1 S 1 SGG iVm §§ 114, 121 ZPO kann einem bedürftigen Beteiligten für das Beschwerdeverfahren vor dem BSG ua nur dann PKH bewilligt und ein Rechtsanwalt beigeordnet werden, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet. Diese Voraussetzungen liegen nicht vor, denn der Kläger kann nach der erkennbaren Sach- und Rechtslage aller Voraussicht nach mit seinem Begehren auf Zulassung der Revision nicht durchdringen. Die Würdigung des Akteninhalts bietet bei der gebotenen summarischen Prüfung keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass nach Beiordnung eines Rechtsanwalts einer der Zulassungsgründe des § 160 Abs 2 Nr 1 bis 3 SGG mit Erfolg dargelegt werden kann.

5 Anhaltspunkte für Verfahrensfehler oder eine Divergenz (Zulassungsgründe nach § 160 Abs 2 Nr 2 und 3 SGG) sind nicht zu erkennen. Zugleich erscheint es ausgeschlossen, dass der Zulassungsgrund der grundsätzlichen Bedeutung (Zulassungsgrund nach § 160 Abs 2 Nr 1 SGG) mit Erfolg dargelegt werden könnte. Eine Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung ist nämlich ausgeschlossen, wenn für die Entscheidung der aufgeworfenen Rechtsfragen der Sozialrechtsweg nur deshalb gegeben ist, weil eine sachlich unzutreffende, aber bindende Rechtswegverweisung nach § 17a GVG vorliegt (BSG SozR 4-1500 § 160 Nr 6) . Dem ist der Fall gleichzustellen, dass der Sozialrechtsweg nur deshalb gegeben ist, weil das Rechtsmittelgericht nach § 17a Abs 5 GVG über das Rechtsmittel zu entscheiden hat, obwohl der für die Klage beschrittene Rechtsweg an sich unzulässig gewesen ist. Dies ist hier der Fall, denn für den vom Kläger nur noch geltend gemachte Anspruch ist vor den Zivilgerichten zu führen, deren alleinige Zuständigkeit für den nach §§ 179 ff InsO isoliert auszutragenden Streit um die rechtliche Einordnung der angemeldeten Forderung als eine Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung begründet ist (vgl BSG Beschluss vom 14.7.2014 - B 11 SF 1/14 R - Juris) .

6 Der Antrag auf Bewilligung von PKH ist daher abzulehnen. Damit entfällt zugleich die Möglichkeit der Beiordnung eines Rechtsanwalts im Rahmen der PKH (§ 73a Abs 1 SGG iVm § 121 Abs 1 ZPO) .

Parole chiave

legal aidnon-admission complaintfundamental significancejurisdictioninsolvency claim

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether legal aid should be granted for the planned non-admission complaint before the Federal Social Court.

Decisione estratta

Legal aid was refused because the intended complaint did not offer sufficient prospects of success.

Motivazione estratta

Under Section 73a SGG in conjunction with Sections 114 and 121 ZPO, legal aid requires a reasonable chance of success. On a summary review, no grounds for admission under Section 160(2) Nos. 1-3 SGG were sufficiently discernible.

Questione giuridica chiave

Whether the ground of fundamental significance could be successfully raised despite a binding but substantively incorrect referral of the legal path.

Decisione estratta

No. Fundamental significance could not be relied on where the social court path existed only because of a binding referral under Section 17a GVG, or because the appellate court had to decide under Section 17a(5) GVG despite an originally inadmissible legal path.

Motivazione estratta

The court treated a binding but incorrect referral as precluding admission for fundamental significance, and applied the same rule where the appellate court must decide under Section 17a(5) GVG. The claimant's underlying dispute belonged before the civil courts in insolvency litigation over classification of the claim as intentional tort.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.