No revision on special-use compensation in condominium law

BGH V ZR 95/16Bgh / V camera civile19 gen 2017Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Court of Justice rejected the defendants' complaint against the non-admission of revision in a condominium dispute. It held that the case did not raise issues of fundamental importance and that neither legal development nor the need for uniform case law justified revision. Although the Court noted that it had not yet decided in general whether a compensation payment may be required when a special right of use is granted for an area not foreseen in the declaration of division, that question was not decisive here. The defendants were not surprised by the deviation from the declaration and had not made their consent dependent on compensation. Costs were imposed on the defendants.

Massima Omnilex

§ 10 Abs. 2 Satz 3 WEG; Zulassung der Revision bei behaupteter grundsätzlicher Bedeutung eines Anspruchs auf Einräumung eines dinglich wirkenden Sondernutzungsrechts an einer nicht in der Teilungserklärung vorgesehenen Fläche. Die Revision ist nicht zuzulassen, wenn die aufgeworfene Rechtsfrage im konkreten Verfahren nicht entscheidungserheblich ist. Ein Anspruch auf Ausgleichszahlung scheidet jedenfalls aus, wenn die betroffenen Wohnungseigentümer von der tatsächlichen Abweichung der Bauausführung nicht überrascht wurden und ihre Zustimmung nicht von einer solchen Zahlung abhängig gemacht haben. Die bloße Möglichkeit einer noch ungeklärten abstrakten Rechtsfrage begründet weder grundsätzliche Bedeutung noch einen Bedarf an Rechtsfortbildung oder Sicherung einheitlicher Rechtsprechung, sofern sie für die Entscheidung nicht tragend ist (vgl. consid. 1).

Testo completo

BGH — V ZR 95/16, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2017-01-19

Aktenzeichen: V ZR 95/16

ECLI: ECLI:DE:BGH:2017:190117BVZR95.16.0

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 10 Abs 2 S 3 WoEigG

Vorinstanz: vorgehend OLG Frankfurt, 8. März 2016, Az: 6 U 23/15, Urteilvorgehend LG Frankfurt, 23. Dezember 2014, Az: 2-24 O 265/13

Spruchkörper: 5. Zivilsenat

Titelzeile

Wohnungseigentum: Ausgleichszahlung bei Sondernutzungsrecht eines Eigentümers nach Umbaumaßnahme

Tenor

Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 8. März 2016 wird zurückgewiesen.

Die Rechtssache wirft keine entscheidungserheblichen Fragen von grundsätzlicher Bedeutung auf. Eine Entscheidung ist auch nicht zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (§ 543 Abs. 2 ZPO).

Die Beklagten tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 200.000 €.

Gründe

1 Der Senat hat zwar noch nicht entschieden, ob und unter welchen Umständen ein Anspruch aus § 10 Abs. 2 Satz 3 WEG auf Einräumung eines dinglich wirkenden Sondernutzungsrechts an einer in der Teilungserklärung nicht vorgesehenen Fläche eine Ausgleichszahlung an die nachteilig betroffenen Wohnungseigentümer erforderlich machen kann. Diese Frage ist vorliegend aber nicht entscheidungserheblich. Anders als in den bislang entschiedenen Fällen, in denen eine solche Zahlung angesprochen worden ist (Senat, Urteil vom 5. Dezember 2003 - V ZR 447/01, NJW 2004, 1798, 1800; Senat, Urteil vom 14. November 2014 - V ZR 118/13, NJW 2015, 2027 Rn. 21), wurden die Beklagten nicht davon überrascht, dass die tatsächliche Bauausführung von der Teilungserklärung abweicht. Nachdem sie ihre Zustimmung zu den von dem Kläger durchgeführten Umbauten auch nicht von einer Ausgleichszahlung abhängig gemacht haben, kommt ein Anspruch auf eine solche von vornherein nicht in Betracht.

StresemannBrücknerWeinland
KazeleHamdorf

Parole chiave

condominium lawspecial right of userevision admissibilityfundamental importancecompensationnon-admission complaintconstruction deviationcosts

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether revision should be admitted because the case raises questions of fundamental importance or requires development of the law or uniformity of case law.

Decisione estratta

The requirements for admission of revision were not met.

Motivazione estratta

The abstract question under § 10(2) sentence 3 WEG was not decisive here because the defendants had not been surprised by the deviation from the declaration of division and had not made their consent conditional on compensation.

Questione giuridica chiave

Whether an equalization payment can be required when a special right of use is granted for a previously unprovided area under § 10(2) sentence 3 WEG.

Decisione estratta

The Court left the abstract question open, because it was not decisive in this case; on the facts, a compensation claim did not arise.

Motivazione estratta

The defendants knew of the actual construction deviating from the declaration of division and still consented without conditioning that consent on payment.

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