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BGH XII ZB 152/10 ΓÇó Rechtsbeschwerde against refusal of party status inadmissible without leave
BGH XII ZB 152/10Bgh / Civil Chamber 125 gen 2011Dismissed
The Federal Court of Justice held that a decision refusing participation in guardianship proceedings under § 274(4) no. 1 FamFG can be challenged only by immediate complaint. A Rechtsbeschwerde is available only where the statute expressly permits it or the appellate court has granted leave under § 574(1) ZPO. Because the Regional Court of Koblenz had not allowed the Rechtsbeschwerde and no statutory direct appeal existed, the remedy was inadmissible. The appellant had to bear the costs.
§ 7 Abs. 5 S. 2, § 274 Abs. 4 Nr. 1 FamFG; § 574 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 ZPO; admissibility of a Rechtsbeschwerde against refusal of participation in proceedings: A decision rejecting an application for participation under § 274 Abs. 4 Nr. 1 FamFG is, pursuant to § 7 Abs. 5 S. 2 FamFG, subject only to immediate complaint in analogous application of §§ 567 ff. ZPO. A Rechtsbeschwerde to the Federal Court of Justice lies only where the legislature has expressly provided for it or where the appellate court has admitted it. In the absence of such admission, statutory appealability cannot be derived by analogy from the dismissal of an appeal as inadmissible (distinguished from § 522 Abs. 1 S. 4 ZPO; consid. 2).
Entscheidungsdatum: 2011-01-05
Aktenzeichen: XII ZB 152/10
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 7 Abs 5 S 2 FamFG, § 274 Abs 4 Nr 1 FamFG, § 574 Abs 1 S 1 Nr 2 ZPO
Vorinstanz: vorgehend LG Koblenz, 15. März 2010, Az: 2 T 131/10, Beschlussvorgehend AG Diez, 9. Dezember 2009, Az: 9 XVII 29/09
Spruchkörper: 12. Zivilsenat
Betreuungsverfahren: Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof gegen die Ablehnung eines Antrages auf Verfahrensbeteiligung
Der Beschluss, mit dem ein Antrag auf Verfahrensbeteiligung nach § 274 Abs. 4 Nr. 1 FamFG abgelehnt wird, kann gemäß § 7 Abs. 5 Satz 2 i.V.m. § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO nur dann mit der Rechtsbeschwerde angefochten werden, wenn das Beschwerdegericht die Rechtsbeschwerde zugelassen hat .
Das Rechtsmittel gegen den Beschluss der 2. Zivilkammer des Landgerichts Koblenz vom 15. März 2010 wird auf Kosten des Rechtsbeschwerdeführers als unzulässig verworfen.
Wert: 3.000 €
1 Die Rechtsbeschwerde ist unzulässig.
2 Der Beschluss, mit dem ein Antrag auf Verfahrensbeteiligung nach § 274 Abs. 4 Nr. 1 FamFG abgelehnt wird, kann gemäß § 7 Abs. 5 Satz 2 FamFG nur mit der sofortigen Beschwerde in entsprechender Anwendung der §§ 567 bis 572 der Zivilprozessordnung angefochten werden (Keidel/Budde FamFG 16. Aufl. § 274 Rn. 13; MünchKommZPO/Schmidt-Recla 3. Aufl. § 274 FamFG Rn. 17). Die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof findet in diesen Fällen daher nur statt, wenn dies im Gesetz ausdrücklich bestimmt ist (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) oder das Beschwerdegericht die Rechtsbeschwerde in dem angegriffenen Beschluss zugelassen hat (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO). Keine dieser Voraussetzungen ist vorliegend erfüllt. Die Rechtsbeschwerde wurde vom Landgericht nicht zugelassen. Anders als im Falle der Verwerfung einer Berufung als unzulässig (vgl. § 522 Abs. 1 Satz 4 ZPO) ergibt sich die Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde auch nicht aus dem Gesetz.
3 Die Kosten des Rechtsmittels hat der Rechtsbeschwerdeführer zu tragen (§ 84 FamFG).
Hahne Vézina Dose
Schilling Günter