Non-admission complaint inadmissible: value threshold not exceeded

BGH V ZR 159/14Bgh / V camera civile7 mag 2015Dismissed

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Sintesi Omnilex

The Federal Court dismissed the plaintiffs' complaint against the refusal of leave to appeal as inadmissible. In a neighboring-property dispute, the lower courts had rejected claims for removal of allegedly harmful structures and EUR 10,000 damages. The court held that the relevant value for the complaint was the value of the intended revision and that the plaintiffs had not shown, or made plausible, a loss exceeding EUR 20,000. Alleged use-loss damages were not part of the subject matter. Costs were imposed on the plaintiffs, and the value of the complaint proceedings was fixed at EUR 20,000.

Massima Omnilex

§ 26 No. 8 EGZPO; § 294 ZPO; value threshold for non-admission complaints in property nuisance disputes: For determining the admissibility of a complaint against denial of leave to appeal, the value of the subject matter in the intended revision is decisive. Where the owner seeks removal of a disturbance or interference affecting land, the complaint value is measured by the depreciation of the property caused by the interference. The appellant must substantiate and render plausible this value; mere reference to collateral damage claims or use losses does not suffice if such claims are not part of the subject matter of the proceedings (consid. 5 f.).

Testo completo

BGH — V ZR 159/14, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2015-05-07

Aktenzeichen: V ZR 159/14

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 26 Nr 8 ZPOEG, § 294 ZPO

Vorinstanz: vorgehend Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt, 28. April 2014, Az: 12 U 21/14vorgehend LG Dessau-Roßlau, 27. Dezember 2013, Az: 4 O 995/07

Spruchkörper: 5. Zivilsenat

Titelzeile

Wertfestsetzung für das Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde: Klage gegen den Grundstücksnachbarn auf Beseitigung einer störenden Einwirkung vom Nachbargrundstück

Tenor

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 12. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Naumburg vom 28. April 2014 wird auf Kosten der Kläger als unzulässig verworfen.

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 20.000 €.

Gründe

I.

1 Die Parteien sind Eigentümer benachbarter Grundstücke. Auf beiden Grundstücken befindet sich entlang der gemeinsamen Grundstücksgrenze jeweils ein Nebengebäude; diese sind aneinander angebaut. Zudem steht auf dem Grundstück der Kläger ein an die Grundstücksgrenze reichendes Gebäude, an dessen Wand eine Metallkonstruktion zur Verankerung der auf dem Grundstück des Beklagten befindlichen Gartenlaube befestigt ist.

2 Mit der Begründung, durch die Baulichkeiten auf dem Grundstück des Beklagten komme es zu schädigenden Einwirkungen auf die Gebäude ihres Grundstücks, verlangen die Kläger von dem Beklagten - im wesentlichen - die Beseitigung von dessen Nebengebäude, hilfsweise die Durchführung bestimmter baulicher Maßnahmen, die Entfernung der die Gartenlaube stützenden Metallkonstruktion sowie von Dachsparren, die Abtragung des Erdreichs auf dem Grundstück des Beklagten, hilfsweise die Errichtung einer Winkelstütze, und schließlich die Zahlung von 10.000 € wegen Schäden an ihren Gebäuden.

3 Die Klage hat vor dem Landgericht und dem Oberlandesgericht keinen Erfolg gehabt. Gegen die Nichtzulassung der Revision richtet sich die Beschwerde der Kläger.

II.

4 Die Beschwerde ist als unzulässig zu verwerfen, da der Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer (§ 26 Nr. 8 EGZPO) den Betrag von 20.0 € nicht übersteigt.

5 1. Für die Wertgrenze der Nichtzulassungsbeschwerde ist der Wert des Beschwerdegegenstandes in dem beabsichtigten Revisionsverfahren maßgebend. Verlangt der Grundstückseigentümer die Beseitigung einer Störung oder Einwirkung auf sein Grundstück, bemisst sich der Wert der Beschwer nach dem Wertverlust, den das Grundstück durch die Störung oder Einwirkung erleidet. Dieser ist von dem Beschwerdeführer darzulegen und gemäß § 294 ZPO glaubhaft zu machen (vgl. Senat, Beschluss vom 26. September 2013 - V ZR 262/12, Grundeigentum 2013, 1584 Rn. 5 f.).

6 2. Die Kläger haben die - neben dem auf Zahlung von 10.000 € gerichteten Antrag - geltend gemachten Beseitigungsansprüche mit 10.000 € bewertet. Auf dieser Grundlage hat das Berufungsgericht den Streitwert auf bis zu 20.0 € festgesetzt. Es kann dahinstehen, ob es den Klägern verwehrt ist, im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren ihre Angaben zum Streitwert in den Vorinstanzen zu korrigieren, um die Wertgrenze des § 26 Nr. 8 EGZPO zu überschreiten (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 16. Mai 2013 - VII ZR 253/12, juris, Rn. 3; Beschluss vom 10. Mai 2012 - I ZR 160/11, juris, Rn. 4). Jedenfalls haben sie eine über 20.000 € hinausgehende Beschwer weder hinreichend dargelegt noch glaubhaft gemacht. Die Behauptung, der über zehn Jahre währende Rechtsstreit habe zusätzlich zu einem Nutzungsausfall von über 10.000 € geführt, ist zur Darlegung ihrer Beschwer ungeeignet, da etwaige Schadensersatzansprüche wegen Nutzungsausfalls nicht Streitgegenstand des Verfahrens sind. Ebenso wenig vermag dieses Vorbringen die erforderliche Darlegung zum Wertverlust ihres Grundstücks durch etwaige vom Nachbargrundstück ausgehende Einwirkungen zu ersetzen.

7 3. Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO. Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens wird mangels anderer Anhaltspunkte auf 20.000 € festgesetzt.

Stresemann Schmidt-Räntsch Brückner

Weinland Göbel

Parole chiave

non-admission complaintvalue thresholdproperty nuisanceneighbor disputeadmissibilitycostsdepreciation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the complaint against denial of leave to appeal is admissible under the value threshold of § 26 No. 8 EGZPO.

Decisione estratta

The complaint was inadmissible because the value of the matter in dispute in the intended revision did not exceed EUR 20,000.

Motivazione estratta

For the threshold, the value of the subject matter in the intended revision is decisive. The plaintiffs did not sufficiently demonstrate or make plausible a loss of more than EUR 20,000. Their reference to alleged use losses was irrelevant because such damages were not part of the subject matter and did not establish the value loss of the property caused by the alleged interference.

Questione giuridica chiave

Allocation of costs of the non-admission complaint proceedings.

Decisione estratta

The plaintiffs had to bear the costs.

Motivazione estratta

The cost decision follows from the unsuccessful complaint under § 97(1) ZPO.

Questione giuridica chiave

Determination of the amount in dispute for the complaint proceedings.

Decisione estratta

The amount in dispute was set at EUR 20,000.

Motivazione estratta

In the absence of other indications, the court fixed the subject value at EUR 20,000.

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