Cost reminder cannot challenge merits of underlying costs decision

BGH II ZR 125/12Bgh / II camera civile22 apr 2014Dismissed

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Sintesi Omnilex

The Federal Court of Justice rejected defendant no. 1’s reminder against the court fee assessment. The court held that proceedings under Section 66 GKG are confined to objections based on costs law; they do not allow review of the substantive correctness of the decision on which the cost assessment is based, or of the cost allocation itself. Since the defendant raised only objections to the underlying decision and not to the calculation or legal basis of the fee, the reminder failed.

Massima Omnilex

§ 66 Abs. 1 GKG; scope of the reminder against a cost assessment: the remedy is limited to objections based on costs law. It does not permit review of the substantive correctness of the cost-decisive ruling or of the cost allocation made therein. If the party disputes only the underlying merits or the apportionment of costs, the reminder is unfounded (consid. 3 ff.).

Testo completo

BGH — II ZR 125/12, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2014-04-22

Aktenzeichen: II ZR 125/12

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 66 Abs 1 GKG

Vorinstanz: vorgehend KG Berlin, 6. März 2012, Az: 4 U 148/09vorgehend LG Berlin, 25. Februar 2009, Az: 23 O 254/05

Spruchkörper: 2. Zivilsenat

Titelzeile

Rechtspflegererinnerung: Inhaltliche Richtigkeit der dem Kostenansatz zu Grunde liegenden Entscheidung als Gegenstand des Erinnerungsverfahrens

Tenor

Die Erinnerung des Beklagten zu 1 gegen den Ansatz der Gerichtskosten vom 14. Februar 2014 (Kostenrechnung vom 26. Februar 2014, Kassenzeichen 780014109197) wird zurückgewiesen.

Gründe

1 I. Mit Beschluss vom 11. Februar 2014 hat der erkennende Senat die Nichtzulassungsbeschwerde des Beklagten zu 8 verworfen, die Nichtzulassungsbeschwerden der Beklagten zu 1, 4, 9, 10, 19 und 23 zurückgewiesen und dem Beklagten zu 1 11 % der Gerichtskosten des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens und der außergerichtlichen Kosten des Klägers auferlegt.

2 Gegen den Ansatz der Gerichtskosten mit Kostenrechnung vom 26. Februar 2014 (Kassenzeichen 780014109197) hat sich der Beklagte zu 1 schriftlich gewandt. Der Kostenbeamte hat die Beanstandung als Erinnerung nach § 66 GKG gewertet und dieser nicht abgeholfen.

3 II. Die Eingabe des Beklagten zu 1 vom 4. März 2014 ist als Erinnerung gegen den Kostenansatz auszulegen. Über die Erinnerung hat nach § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG in Verbindung mit § 139 Abs. 1 GVG der Senat zu entscheiden (BGH, Beschluss vom 6. Juni 2013 - I ZR 8/06, juris Rn. 2 m.w.N.).

4 III. Die zulässige, insbesondere statthafte (§ 66 Abs. 1 GKG) Erinnerung hat keinen Erfolg.

5 1. Die angesetzte Gebühr nach Nr. 1242 des Kostenverzeichnisses (Anlage 1 zum GKG) ist in der angegebenen Höhe von 6.512 € angefallen, weil die Nichtzulassungsbeschwerde des Beklagten zu 8 verworfen und diejenigen der Beklagten zu 1, 4, 9, 10, 19 und 23 zurückgewiesen worden sind. Anzusetzen waren 2,0 Gebühren aus einem Streitwert von 575.061,89 €, mithin in Höhe von (2 x) 3.256 €. Hiervon entfallen auf den Beklagten zu 1 nach der Kostenentscheidung des Senats 11 %, somit 716,32 €.

6 2. Gegen die Entstehung und die Höhe dieser Gebühren wendet sich der Beklagte zu 1 auch nicht, vielmehr gegen die zugrundeliegende Entscheidung des Senats. Die inhaltliche Richtigkeit der dem Kostenansatz zugrundeliegenden Entscheidung ist aber ebenso wenig Gegenstand des Erinnerungsverfahrens wie die Richtigkeit der Kostenentscheidung. Der Rechtsbehelf der Erinnerung kann sich nur gegen die Verletzung des Kostenrechts und nicht gegen die Kostenbelastung der Partei als solche richten (vgl. BGH, Beschluss vom 20. September 2007 - IX ZB 35/07, JurBüro 2008, 43 Rn. 3; Beschluss vom 6. Juni 2013 - I ZR 8/06, juris Rn. 5 jeweils m.w.N.). Kostenrechtliche Einwendungen hat der Beklagte zu 1 nicht erhoben.

7 IV. Das Verfahren ist gerichtsgebührenfrei (§ 66 Abs. 8 GKG).

Bergmann Strohn Caliebe

Reichart Sunder

Parole chiave

cost assessmentremedy scopecourt feesremindernon-admission appealcost allocation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the reminder against the cost assessment may challenge the substantive correctness of the underlying costs decision.

Decisione estratta

No. The reminder under Section 66 GKG is limited to violations of costs law and cannot be used to attack the merits of the underlying decision or the cost allocation itself.

Motivazione estratta

The defendant did not dispute the accrual or amount of the fees, but only the prior decision. Such objections fall outside the scope of the cost-remedy procedure.

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