Limitation of claims against tax advisor as fund controller

BGH III ZR 53/13Bgh / III camera civile27 nov 2013Dismissed

Sintesi

The Federal Court rejected the plaintiff’s complaint against the denial of leave to appeal. It held that damages claims against a tax advisor acting as a fund controller are time-barred under § 68 StBerG a.F., because fund control is a fiduciary activity within § 57(3) no. 3 StBerG and falls within the statute’s scope even if it is not tax advice in VAT terms. The court found the legal issue already settled by prior case law and saw no basis for allowing revision. The plaintiff was ordered to pay the costs.

Regest

§ 68 StBerG a.F.; limitation of claims arising from a fund-control contract concluded by a tax advisor; the three-year limitation applies to Schadensersatzansprüche from all contracts covered by the Tax Consultancy Act, not only to classic tax-advisory services. Mittelverwendungskontrolle is a fiduciary activity within § 57(3) no. 3 StBerG; its non-qualification as tax advice for VAT purposes does not exclude application of § 68 StBerG a.F. Where the legal question is settled by prior Senate case law, there is neither fundamental significance nor a need for clarification or uniformity under § 543(2) ZPO.

Testo completo

BGH — III ZR 53/13, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2013-11-27

Aktenzeichen: III ZR 53/13

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 57 Abs 3 Nr 3 StBerG, § 68 StBerG vom 04.11.1975

Vorinstanz: vorgehend OLG München, 16. Januar 2013, Az: 13 U 4211/12vorgehend LG München II, 14. September 2012, Az: 13 O 6288/11 Rae

Spruchkörper: 3. Zivilsenat

Titelzeile

Steuerberaterhaftung: Verjährung der Haftung eines als Mittelverwendungskontrolleur tätigen Steuerberaters in Altfällen

Tenor

Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des Oberlandesgerichts München - 13. Zivilsenat - vom 16. Januar 2013 - 13 U 4211/12 - wird zurückgewiesen.

Der Kläger hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen.

Streitwert: 244.451,00 €

Gründe

1 Die Rechtssache hat weder grundsätzliche Bedeutung (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO) noch ist eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ZPO).

2 Insbesondere ist die von der Beschwerde als rechtsgrundsätzlich aufgeworfene Frage, ob Ansprüche aus einem Vertragsverhältnis, aufgrund dessen ein Steuerberater als Mittelverwendungskontrolleur tätig wird, der Verjährung nach § 68 StBerG a.F. unterliegen, bereits zum Nachteil des Klägers geklärt. In seinem Urteil vom 11. Oktober 2001 (III ZR 288/00, WM 2262, 2264) hat der Senat ausgeführt, Schadensersatzansprüche gegen einen Steuerberater aus einem Treuhandvertrag verjährten gemäß § 68 StBerG (a.F.) innerhalb von drei Jahren. Der Mittelverwendungskontrolleur übt eine treuhänderische Tätigkeit (§ 57 Abs. 3 Nr. 3 StBerG) aus (BFH, Beschluss vom 3. Oktober 1985 - V B 88/84, juris Rn. 23). Auch in dem vom Senat seinerzeit entschiedenen Fall oblag es dem Steuerberater, die Freigabe von Kapital zu kontrollieren und diese nur unter bestimmten Voraussetzungen zu erklären (siehe aaO S. 2262).

3 Die von der Beschwerde angeführte Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 3. Oktober 1985 (aaO) stellt nicht in Frage, dass Schadensersatzansprüche gegen Steuerberater wegen Verletzung von Pflichten aus einem Mittelverwendungskontrollvertrag nach § 68 StBerG a.F. verjähren. Dass die Mittelverwendungskontrolle - unter dem Blickwinkel des Umsatzsteuerrechts - keine steuerberatende Tätigkeit im Sinne des § 33 StBerG darstellt, bedeutet nicht, dass sie aus dem Anwendungsbereich des § 68 StBerG a.F. herausfällt. Dieser Bestimmung unterliegen, wie sich bereits aus ihrem Wortlaut ergibt, nicht nur Schadensersatzansprüche wegen steuerberatender Tätigkeiten nach § 33 StBerG, sondern auch solche aus sämtlichen anderen vom Steuerberatungsgesetz gedeckten Verträgen (Gräfe/Lenzen/Schmeer, Steuerberaterhaftung, 4. Aufl., Rn. 858, 860; Kuhls in Kuhls/Meurers/Maxl/Schäfer/Goez/Willerscheid, Steuerberatungsgesetz, 2. Aufl., § 68 Rn. 2), zu denen auch diejenigen gehören, die eine der treuhänderischen Tätigkeit zuzuordnende Mittelverwendungskontrolle zum Gegenstand haben.

4 Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 1, 2. Halbsatz ZPO abgesehen.

Schlick Herrmann Wöstmann

Seiters Reiter

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