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BGH VII ZR 51/10 ΓÇó Architekt’s hourly fee: secondary burden of substantiation
BGH VII ZR 51/10Bgh / Civil Chamber 78 mar 2012Dismissed
The Federal Court of Justice rejected the defendant’s complaint against denial of leave to appeal in a dispute over an architect’s hourly remuneration. It held that the appellate court correctly recognized a possible secondary burden of substantiation for the contractor when the client alleges uneconomic business management. Although the appellate court misstated the burden of proof on the adequacy of the billed effort, the judgment did not depend on that error because the defendant had not sufficiently substantiated the alleged lack of economic management. Costs were imposed on the defendant.
§ 632 BGB; secondary burden of substantiation in hourly-fee construction/architect disputes. Where the client objects that the contractor’s business management was uneconomic, the contractor may be subject to a secondary burden of substantiation as to the circumstances of performance. An erroneous statement by the appellate court that the contractor also bears the burden of proof for the appropriateness of the invoiced effort does not justify admission of the revision if the challenged judgment is not based on that error. Admission of revision under § 544 Abs. 4 ZPO requires a decisive, outcome-relevant legal error; non-decisive errors do not warrant leave.
Entscheidungsdatum: 2012-03-08
Aktenzeichen: VII ZR 51/10
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 632 BGB
Vorinstanz: vorgehend OLG Celle, 10. März 2010, Az: 14 U 128/09, Urteilvorgehend LG Hannover, 24. Juni 2009, Az: 11 O 409/06
Spruchkörper: 7. Zivilsenat
Architektenvergütung bei Abrechnung auf Stundenbasis: Darlegungslast des Architekten beim Einwand der unwirtschaftlichen Betriebsführung
Die Beschwerde des Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 14. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Celle vom 10. März 2010 wird zurückgewiesen.
Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass den Unternehmer eine sekundäre Darlegungslast treffen kann, wenn der Besteller bei einer Stundenlohnvereinbarung geltend macht, die Betriebsführung des Unternehmers sei unwirtschaftlich gewesen (vgl. Senatsurteil vom 17. April 2009 - VII ZR 164/07, BGHZ 180, 235). Soweit das Berufungsgericht außerdem ausgeführt hat, dass den Unternehmer auch die Beweislast treffe, wieso der von ihm abgerechnete Aufwand angemessen gewesen sein solle, ist dies zwar rechtsfehlerhaft und widerspricht den Grundsätzen der Senatsrechtsprechung. Hierauf beruht das Urteil des Berufungsgerichts jedoch nicht, nachdem es bereits keine ausreichende Darlegung des beklagten Unternehmers zur Frage der Wirtschaftlichkeit seiner Betriebsführung angenommen hat. Soweit das Berufungsgericht die Darlegungslast bei dem Beklagten gesehen hat, liegt kein Grund vor, die Revision zuzulassen.
Von einer weiteren Begründung wird abgesehen, weil sie nicht geeignet wäre, zur Klärung der Voraussetzungen beizutragen, unter denen eine Revision zuzulassen ist (§ 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbsatz ZPO).
Der Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).
Gegenstandswert: 68.066,27 €
(45.686,27 € Verurteilung +
22.380 € Hilfsaufrechnung)
Kniffka Bauner Eick
Halfmeier Leupertz