Non-admission complaint: substantiating appeal value after partial eviction claim dismissal

BGH V ZR 104/10Bgh / V camera civile2 dic 2010Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Court of Justice dismissed the plaintiff’s non-admission complaint as inadmissible. In a dispute over the partial dismissal of a claim for vacated surrender of a rented condominium, the plaintiff had not sufficiently demonstrated that the value of the appeal exceeded EUR 20,000. For valuation purposes, the relevant figure was the difference between the apartment’s value in vacant and rented condition. A rough estimate based on a quarter of the market value and a broker’s marketing note were insufficient. Costs were imposed on the plaintiff.

Massima Omnilex

§ 544 ZPO, § 26 Nr. 8 EGZPO; non-admission complaint inadmissible where the appeal value of EUR 20,000 is not adequately substantiated. The appellant must demonstrate, by reference to the interest in amendment of the challenged judgment, the concrete difference between the value of the property in vacant and rented condition (§ 3 ZPO). A merely rough estimate, unsupported by facts, does not satisfy the burden of substantiation. Nor does a broker’s statement suffice if it only reflects a marketing basis or asking price and does not show a realizable market price for the vacant property. Cost allocation follows § 97 Abs. 1 ZPO.

Testo completo

BGH — V ZR 104/10, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2010-12-02

Aktenzeichen: V ZR 104/10

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 3 ZPO, § 544 ZPO, § 26 ZPOEG

Vorinstanz: vorgehend Brandenburgisches Oberlandesgericht, 22. April 2010, Az: 5 U 30/08, Urteilvorgehend LG Potsdam, 14. Dezember 2007, Az: 1 O 125/06

Spruchkörper: 5. Zivilsenat

Titelzeile

Nichtzulassungsbeschwerde: Darlegungslast für die Revisionsbeschwer bei Teilabweisung eines Räumungsverlangens für eine an einen Dritten vermietete Eigentumswohnung

Tenor

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 5. Zivilsenats des Brandenburgischen Oberlandesgerichts vom 22. April 2010 wird auf Kosten der Klägerin als unzulässig verworfen.

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 12.000 Euro.

Gründe

I.

1 Die Klägerin wendet sich gegen die Nichtzulassung der Revision in einem Urteil, durch das ihrem Antrag, den Beklagten zu verurteilen, eine an einen Dritten vermietete Eigentumswohnung geräumt an sie herauszugeben nur teilweise, nämlich hinsichtlich der Einräumung des mittelbaren Besitzes an der Wohnung, stattgegeben worden ist.

II.

2 Die Beschwerde ist gemäß § 26 Nr. 8 EGZPO i.V.m. § 544 ZPO unzulässig, weil der Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer 20.000 Euro nicht übersteigt.

3 Die Beschwer der Klägerin bemisst sich nach ihrem Interesse an der Abänderung der angefochtenen Entscheidung und damit nach der Differenz zwischen dem Wert der Wohnung in unvermietetem und in vermietetem Zustand (§ 3 ZPO). Dass diese 20.000 Euro überschreitet, ist nicht hinreichend dargelegt worden.

4 Soweit die Beschwerde meint, die aus der teilweisen Klageabweisung erwachsende Beschwer der Klägerin sei mit mindestens einem Viertel des Verkehrswerts der Wohnung und daher mit 20.085 Euro zu bewerten, handelt es sich lediglich um eine grobe, nicht durch Tatsachen unterlegte Schätzung. Eine solche genügt den Anforderungen an die Darlegung der Beschwer nicht.

5 Die eingereichte Stellungnahme eines Maklerunternehmens lässt einen 20.000 Euro übersteigenden Beschwerdewert ebenfalls nicht erkennen. Denn darin wird keine Einschätzung des erzielbaren Kaufpreises für die Wohnung in unvermietetem Zustand abgegeben, sondern lediglich mitgeteilt, dass das Unternehmen mit einem Preis "in die Vermarktung" gehen würde, welcher 26.300 Euro über demjenigen für die vermietete Wohnung liegt. Dass dieser - offenbar nur als Verhandlungsbasis gedachte - Preis auf dem Markt erzielbar ist, ergibt sich daraus nicht.

III.

6 Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO.

Krüger Lemke Schmidt-Räntsch

Stresemann Czub

Parole chiave

non-admission complaintappeal valueburden of substantiationrented apartmentvacant valuecosts

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the non-admission complaint was admissible because the value of the appeal exceeded EUR 20,000.

Decisione estratta

The complaint was inadmissible because the value of the matter pursued on appeal was not shown to exceed EUR 20,000.

Motivazione estratta

The plaintiff had to substantiate the appeal value by the interest in changing the judgment, namely the difference between the value of the apartment vacant and rented. The asserted estimate of at least one quarter of the market value was only a rough unsupported guess. The broker statement did not show an achievable market price for a vacant apartment, but only a higher asking price used as a marketing basis.

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