Trademark cancellation case became moot after waiver

BPatG 28 W (pat) 76/09Tribunale federale dei brevetti / Division 2810 mar 2010Other

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Sintesi Omnilex

In an appeal against a DPMA cancellation order for the word mark ANKARA-Döner, the trademark owner waived the mark during the oral hearing. The Federal Patent Court held that this rendered the cancellation proceedings moot both for the future and, in this case, also for the past. The court noted that a post-waiver request for a declaration of invalidity for the past remains possible in principle if a declaratory interest is shown, but the applicant did not attend the hearing and did not pursue that route. No costs were imposed.

Massima Omnilex

§§ 48 Abs. 1, 50, 54 MarkenG; mootness of trademark cancellation proceedings after waiver of the mark. With the waiver of the contested mark, the cancellation proceedings lose their character as a popular action because the public interest in removing a cancellable mark from the register ceases. As a rule, the applicant may still seek a declaration of invalidity for the past after waiver if a declaratory interest is asserted; however, if that procedural path is not pursued, continuation of the cancellation proceedings is excluded. Costs may be left unapportioned absent equitable grounds (consid. 8-10).

Testo completo

BPatG — 28 W (pat) 76/09, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2010-03-10

Aktenzeichen: 28 W (pat) 76/09

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 48 Abs 1 MarkenG, § 50 MarkenG, § 54 MarkenG

Spruchkörper: 28. Senat

Titelzeile

Markenbeschwerdeverfahren – Löschungsverfahren - "ANKARA-Döner" – mit Löschung der Marke verliert das Löschungsverfahren seinen Charakter als Popularverfahren - nach Verzicht auf Marke kann Feststellung der Nichtigkeit der Marke für die Vergangenheit beantragt werden – Antragstellerin ist mündlicher Verhandlung ferngeblieben – nach Verzicht hat sich der Gegenstand des Verfahrens in der Hauptsache für die Zukunft und die Vergangenheit erledigt

Tenor

In der Beschwerdesache

betreffend die Marke 306 20 298

(hier: Löschungsverfahren S 46/08)

hat der 28. Senat (Marken-Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts auf die mündliche Verhandlung vom 10. März 2010 unter Mitwirkung des Vorsitzenden Richters Stoppel sowie der Richterin Martens und des Richters Schell

beschlossen:

Das Beschwerdeverfahren ist in der Hauptsache erledigt.

Der angefochtene Beschluss der Markenabteilung vom 23. April 2009 ist durch den Verzicht der Markeninhaberin auf die angegriffene Marke gegenstandslos.

Kosten werden nicht auferlegt.

Gründe

I.

1 Für die Antragsgegnerin ist am 3. Dezember 2007 die Wortmarke 306 20 298

2 ANKARA-Döner

3 für Waren der Klasse 29 in das Register eingetragen worden.

4 Die Antragstellerin hat im Januar 2008 die Löschung der angegriffenen Marke wegen absoluter Schutzhindernisse nach § 8 Abs. 2 MarkenG beantragt, der die Markenabteilung 3.4 des Deutschen Patent- und Markenamts mit Beschluss vom 23. April 2009 antragsgemäß stattgegeben hat.

5 Hiergegen richtet sich die Beschwerde der Antragsgegnerin.

6 In der mündlichen Verhandlung vom 10. März 2010 hat die Antragsgegnerin erklärt, sie verzichte auf die angegriffene Marke.

7 Die Antragstellerin, die schriftsätzlich die Zurückweisung der Beschwerde beantragt hat, ist trotz ordnungsgemäßer Ladung ihrer Ankündigung folgend der mündlichen Verhandlung ferngeblieben.

II.

8 Mit dem Verzicht der Antragsgegnerin auf ihre Marke hat sich das Löschungsverfahren, das Gegenstand des hiesigen Beschwerdeverfahrens ist, insoweit in der Hauptsache erledigt, als der Löschungsantrag der Antragstellerin (auch) auf eine Löschung für die Zukunft gerichtet war.

9 Soweit der Löschungsantrag nach §§ 50, 54 MarkenG auch auf die Löschung der angegriffenen Marke für die Vergangenheit gerichtet war, das heißt für die Zeit seit ihrer Eintragung bis zur Verzichtserklärung, hat sich das Löschungsverfahren ebenfalls erledigt. Mit der Löschung der angegriffenen Marke - gleichgültig aus welchem Grund - verliert das Löschungsverfahren seinen Charakter als Popularverfahren, da das Allgemeininteresse an der Beseitigung löschungsreifer Marken aus dem Register entfällt. Nach einem Verzicht der Markeninhaberin auf ihre Marke nach § 48 Abs. 1 MarkenG bleibt es der Antragstellerin zwar grundsätzlich unbenommen, die Feststellung der Nichtigkeit der Marke auch für die Vergangenheit zu beantragen, soweit sie ein entsprechendes Feststellungsinteresse geltend macht. Vorliegend hat sich die Antragstellerin dieser Möglichkeit aber dadurch begeben, dass sie der mündlichen Verhandlung ferngeblieben ist mit der Folge, dass eine Fortführung des Löschungsverfahrens auch insoweit ausgeschlossen ist.

10 Anhaltspunkte einer der Beteiligten die Kosten des Beschwerdeverfahrens aus Billigkeitsgründen aufzuerlegen (§ 71 Abs. 1 MarkenG) sind nicht ersichtlich.

Parole chiave

trademark cancellationmootnesswaiverpast invaliditycostsabsolute grounds

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the trademark cancellation appeal became moot after the owner waived the mark.

Decisione estratta

The appeal proceedings were moot in the main matter because the waiver of the mark made the challenged cancellation decision ineffective for the future and, in this case, also for the past.

Motivazione estratta

Once the trademark was waived, the cancellation proceedings lost their character as a popular action. Although a past-nulity declaration may still be requested after a waiver if a declaratory interest is shown, the applicant did not attend the oral hearing and therefore did not pursue that possibility.

Questione giuridica chiave

Whether costs should be imposed on a party for reasons of equity.

Decisione estratta

No costs were imposed.

Motivazione estratta

There were no indications that costs should be allocated on equitable grounds.

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