LG Hamburg 20. Große Strafkammer, 2015-04-20, 620 KLs 1/14

620 KLs 1/14Tribunale cantonale20 apr 2015

Regest

Bei Bemessung der Arrestssumme sind Steuerzahlungen und ausgekehrte Provisionen zu berücksichtigen. Verfahrensgang vorgehend Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg, 5. Februar 2015, 2 Ws 165/14 - 1 OBL 64/14 vorgehend LG Hamburg, 10. Juli 2014, 620 KLs 1/14 vorgehend AG Hamburg, 17. Januar 2013, 164 Gs 304/11 nachgehend BGH, 10. März 2016, 3 StR 347/15, Urteil

Testo completo

LG Hamburg 20. Große Strafkammer — 620 KLs 1/14 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2015-04-20

Aktenzeichen: 620 KLs 1/14

ECLI: ECLI:DE:LGHH:2015:0420.620KLS1.14.0A

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 73 Abs 1 StGB, § 73 Abs 3 StGB, § 73a S 1 StGB, § 73c Abs 1 StGB

Orientierungssatz

Bei Bemessung der Arrestssumme sind Steuerzahlungen und ausgekehrte Provisionen zu berücksichtigen.

Verfahrensgang

vorgehend Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg, 5. Februar 2015, 2 Ws 165/14 - 1 OBL 64/14 vorgehend LG Hamburg, 10. Juli 2014, 620 KLs 1/14 vorgehend AG Hamburg, 17. Januar 2013, 164 Gs 304/11 nachgehend BGH, 10. März 2016, 3 StR 347/15, Urteil

Tenor

Der Arrestbeschluss des Amtsgerichts Hamburg vom 17.01.2013, Aktenzeichen 164 Gs 304/11, zuletzt geändert durch Beschluss der Kammer vom 10.07.2014, Aktenzeichen 620 KLs 1/14, in der Fassung des Beschlusses des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 05.02.2015, Aktenzeichen 1 OBL 64/14, mit dem wegen des Anspruchs der Freien und Hansestadt Hamburg auf Verfall von Wertersatz in Höhe von 378.812,58 Euro der dingliche Arrest in das Vermögen der Nebenbeteiligten R... H. mbH angeordnet worden ist, bleibt mit der Maßgabe aufrecht erhalten, dass die Arrestsumme insgesamt lediglich 355.618,38 Euro beträgt. Hinsichtlich des diese Arrestsumme übersteigenden Betrages von 23.194,20 Euro wird der Arrestbeschluss aufgehoben.

Die Kammer hat gegen die Nebenbeteiligte R... H. mbH mit Urteil vom 20.04.2015 gemäß §§ 73 Abs. 1, Abs. 3, 73a Satz 1, 73c Abs. 1 StGB – unter Berücksichtigung gezahlter Steuern in Höhe von 8.041,70 Euro und an den Angeklagten L. B. ausgekehrten Provisionen in Höhe von insgesamt 15.152,50 Euro – den Verfall von Wertersatz in Höhe von insgesamt 355.618,38 Euro angeordnet.

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