Waiver of repayment of supplemental benefits granted

ZL.2007.00015Tribunale delle assicurazioni sociali28 giu 2007Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Zurich Social Insurance Court dealt with an appeal against the refusal to waive repayment of CHF 21,933 in supplementary benefits. After the respondent re-examined the matter, it agreed that the waiver was justified. The court therefore allowed the appeal, annulled the objection decision of 3 April 2007, and granted a full waiver of repayment for benefits overpaid between 1 January 2005 and 31 July 2006. It also ordered the respondent to pay the appellant a procedural indemnity of CHF 2,100 and declared the proceedings free of charge.

Massima Omnilex

Art. 61 lit. g ATSG; § 34 Social Insurance Court Act: where the authority charged with supplementary benefits and the respondent subsequently concur that the legal requirements for waiver of repayment are met, the court may allow the appeal and grant the waiver without further dispute. Successful appellants are entitled to a procedural indemnity assessed according to the significance and difficulty of the case, time spent, and disbursements, regardless of the amount in dispute. If the appeal succeeds, court costs may be waived.

Testo completo

ZL.2007.00015

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichter Spitz

Ersatzrichterin Maurer Reiter

Gerichtssekretärin von Streng

Urteil vom 29. Juni 2007

in Sachen

S.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Marc Spescha

Langstrasse 4, 8004 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

1. Mit Verfügung vom 17. August 2006 verpflichtete die Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Gemeinde A.___ S.___ die im Zeitraum vom 1. Januar 2005 bis 31. Juli 2006 zu viel erhaltenen Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr. 21'933.-- zurückzuerstatten (Urk. 8/72/4-5). Sie begründete dies damit, dass sie diese Ergänzungsleistungen irrtümlicherweise ohne Berücksichtigung der Plafonierung, wie sie in Randziffer 2013.2 der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (WEL) für Ausländer vorgesehen sei, festgesetzt habe. Mit Gesuch vom 16. Oktober 2006 ersuchte S.___ die Durchführungsstelle daraufhin, die ganze Rückforderung zu erlassen (Urk. 8/72/6-7). Mit Verfügung vom 19. Dezember 2006 und diese bestätigendem Entscheid der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, vom 3. April 2007 wurde der Erlass alsdann mangels guten Glaubens verweigert (Urk. 2, Urk. 8/72/1-2).

2. Dagegen liess S.___ am 9. Mai 2007 Beschwerde erheben mit dem Antrag, es sei der Einspracheentscheid aufzuheben und ihm in Gutheissung seines Erlassgesuches vom 17.8.2006 die Rückerstattung von Fr. 21'933.-- zu erlassen, da er beim Leistungsbezug gutgläubig gewesen sei und die Rückerstattung für ihn eine grosse finanzielle Härte bedeuten würde (Urk. 1).

In der Beschwerdeantwort vom 14. Juni 2007 führte die Ausgleichskasse an, nach nochmaliger Überprüfung der Sache sei sie zum Schluss gekommen, dass der Erlass gerechtfertigt sei (Urk. 7). Sie stelle daher Antrag auf Gutheissung der Beschwerde.

3. Der übereinstimmende Antrag der Parteien, dem Beschwerdeführer die Rückerstattung von Fr. 21'933.-- in vollem Umfang zu erlassen, steht im Einklang mit der Akten- und Rechtslage (vgl. Urk. 1, Urk. 7). Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und dem Beschwerdeführer die Rückerstattung der in der Zeit vom 1. Januar 2005 bis 31. Juli 2006 zu viel bezogenen Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr. 21'933.-- zu erlassen.

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Die Prozessentschädigung ist gestützt auf Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) und § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festzusetzen. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erscheint es angemessen, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 2'100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.

Das Gericht erkennt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. April 2007 aufgehoben und dem Beschwerdeführer wird der Erlass der Rücker-stattung von Fr. 21'933.-- gewährt.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 2'100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV
    
  •  Rechtsanwalt Marc Spescha
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    
  •  Direktion für Sicherheit und Soziales des Kantons Zürich
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

supplementary benefitsrepayment waivergood faithfinancial hardshipprocedural indemnitysocial insurance

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the refusal to waive repayment of CHF 21,933 in supplementary benefits should be annulled and the waiver granted.

Decisione estratta

The appeal was well founded; the contested objection decision was annulled and the repayment waiver was granted in full.

Motivazione estratta

The parties jointly requested a full waiver, and this request was consistent with the file and the legal position.

Questione giuridica chiave

Whether the appellant was entitled to a procedural indemnity.

Decisione estratta

Yes. The appellant was awarded a procedural indemnity of CHF 2,100 inclusive of disbursements and VAT.

Motivazione estratta

Because the appellant succeeded, compensation had to be set according to the statutory criteria.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.