Remand for further medical assessment of disability pension

IV.2012.01238Tribunale delle assicurazioni sociali15 mag 2013Partially Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The insured person appealed against three IV pension decisions. The court held that the pension entitlement before 1 January 2010 was uncontested and correct on the file, but the medical situation for the later period was insufficiently clarified. It therefore annulled only the decision concerning the period from 1 January 2010 and remitted the matter to the IV office for additional medical investigations and a new decision. The respondent was ordered to pay CHF 400 in court costs and CHF 2,000 in party compensation.

Massima Omnilex

Art. 82 ff., 90 ff. BGG; disability pension with staggered and time-limited award; scope of judicial review and remittal for incomplete medical assessment. A staggered or time-limited pension award, even if regulated by several decisions, does not limit the court’s power of review. Where the parties agree that the medical facts are insufficiently established only for a later period, the uncontested earlier pension entitlement remains unaffected and only the later decision is to be annulled and remitted for supplementary medical clarification and a new administrative decision (consid. 2). Costs and party compensation follow the outcome of the proceedings.

Testo completo

IV.2012.01238

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Hurst

Ersatzrichterin Bänninger Schäppi

Gerichtsschreiber Kreyenbühl

Urteil vom 16. Mai 2013

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Gabathuler

Schifflände 22, Postfach 126, 8024 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem

der Versicherte, geboren 1954, sich am 26. August 2008 wegen einer seit dem 8. Februar 2008 bestehenden Krankheit zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung angemeldet (Urk. 8/3) und ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Vorbescheid vom 12. August 2010 rückwirkend vom 1. Februar bis am 31. Dezember 2009 einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % und vom 1. Januar bis am 31. März 2010 einen Anspruch auf eine befristete Dreiviertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 64 % in Aussicht gestellt hatte (Urk. 8/48),

der Versicherte dagegen Einwand erhoben hatte (vgl. Schreiben vom 31. August 2010, Urk. 8/51, sowie vom 7. Oktober 2010, Urk. 8/56), worauf die IV-Stelle bei der Y.___ das interdisziplinäre Gutachten vom 5. Mai 2011 (Urk. 8/74) hatte erstellen lassen,

die IV-Stelle am 24. Oktober 2012 wie angekündigt entschieden und drei Verfügungen erlassen hatte (ganze Rente mit Kinderrente vom 1. Februar bis 31. August 2009, ganze Rente vom 1. September bis 31. Dezember 2009 und Dreiviertelsrente vom 1. Januar bis 31. März 2010 (Urk. 2/1-3),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 26. November 2012, in die auf teilweise Gutheissung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 12. Februar 2013 (Urk. 6), in die Replik vom 25. März 2013 (Urk. 12) und die Duplik vom 7. Mai 2013 (Urk. 15),

unter Hinweis darauf,

dass der Versicherte in seiner Beschwerde die Zusprache einer (unbefristeten) ganzen Rente ab dem 1. Februar 2009 beantragte (Urk. 1),

dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2013 die Rückweisung der Angelegenheit zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und anschliessender Neubeurteilung betreffend IV-Leistungen beantragte (Urk. 6),

dass sich der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 25. März 2013 mit einer solchen Rückweisung einverstanden erklärte, wobei er auf die fehlenden Parteianträge bezüglich des Zeitraums vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009 verwies, so dass die diesbezüglichen Verfügungen vom 24. Oktober 2012 rechtskräftig geworden seien (Urk. 12),

dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Duplik vom 7. Mai 2013 bemerkte, das Sozialversicherungsgericht sei nicht an die Anträge der Parteien gebunden und habe den gesamten Anspruch von Amtes wegen zu beurteilen, weshalb keine der angefochtenen Verfügungen in Rechtskraft erwachsen sei (Urk. 15),

in Erwägung,

dass zwar - worauf die Beschwerdegegnerin in der Duplik zu Recht hingewiesen hat - die rückwirkende Zusprache einer abgestuften und befristeten Rente, auch wenn sie mit mehreren Verfügungen geregelt wird, zu keinerlei Einschränkung der richterlichen Überprüfungsbefugnis führt (BGE 125 V 413 und 131 V 164),

dass aber insoweit gleichlautende Anträge vorliegen, als beide Parteien von einer ungenügenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts für den Verfügungszeitraum ab 1. Januar 2010 ausgehen,

dass der für die Zeit zuvor verfügte Rentenanspruch auch im vorliegenden Verfahren von keiner Partei in Zweifel gezogen worden ist und selbiger der Rechts- und Aktenlage entspricht (vgl. Bericht der Z.___ vom 13. Juli 2009, Urk. 8/28),

dass sich daher (erst) für den Verfügungszeitraum ab dem 1. Januar 2010 die Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen rechtfertigt, weshalb (lediglich) die angefochtene Verfügung 3 (Urk. 2/3) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit sie nach erfolgten diesbezüglichen medizinischen Abklärungen über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab dem 1. Januar 2010 erneut verfüge,

dass ausgangsgemäss die Kosten des Verfahrens in der Höhe von Fr. 400.-- der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind,

dass der Beschwerdeführer ausgangsgemäss Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat, wobei diese ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen und auf Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist,

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung 3 vom 24. Oktober 2012 betreffend den Rentenanspruch ab 1. Januar 2010 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab 1. Januar 2010 neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 2‘000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwalt Thomas Gabathuler, unter Beilage des Doppels von Urk. 15
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

disability insurancepensionmedical assessmentremandcourt costsparty compensationstaggered pensiontime-limited pension

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the disability pension decision for the period from 1 January 2010 had to be set aside and remanded for further medical clarification

Decisione estratta

The decision concerning the pension from 1 January 2010 had to be annulled and the matter remitted to the IV office for further medical investigation and a new decision.

Motivazione estratta

For the period before 1 January 2010 the pension entitlement was uncontested and corresponded to the file. For the later period, however, the medical facts were insufficiently clarified, so further investigations were justified.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs and party compensation

Decisione estratta

Court costs of CHF 400 were imposed on the respondent, and it had to pay the appellant CHF 2,000 in party compensation.

Motivazione estratta

Costs followed the outcome of the proceedings.

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