IV pension denial set aside and remanded for further medical assessment

IV.2012.00879Tribunale delle assicurazioni sociali29 ott 2012Partially Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The insured person challenged the IV office's refusal of a disability pension. After reviewing the file, including additional medical reports submitted with the appeal, the cantonal social insurance court agreed that the evidentiary basis was insufficient for a final pension decision. It set aside the refusal decision and remanded the case to the IV office for further medical clarification and a new determination on pension entitlement. The court treated the remand as a full victory for cost purposes, imposed CHF 300 in court costs on the respondent, and awarded CHF 2,558.50 in procedural compensation to the appellant's court-appointed counsel.

Massima Omnilex

Art. 69 Abs. 1bis IVG; remand for further medical clarification in disability insurance proceedings; where the evidentiary basis does not permit a final merits determination and even the administration itself concedes the need for further investigation, the contested decision must be annulled and the matter remitted for supplementary fact-finding and a new decision. A remand counts as full success for the prevailing party when costs and party compensation are allocated; court costs are imposed on the losing administration, and reasonable counsel compensation is awarded under the cantonal fee rules.

Testo completo

IV.2012.00879

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Ersatzrichterin Condamin

Gerichtsschreiber Vogel

Urteil vom 30. Oktober 2012

in Sachen

X.___

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler

Dufourstrasse 140, 8008 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 6. Juli 2012 einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung verneint hatte (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 5. September 2012, mit welcher die Beschwerdeführerin beantragen liess, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen, eventualiter sei eine medizinische Begutachtung durchzuführen (Urk. 1), und in die Beschwerdeantwort vom 2. Oktober 2012, mit der die Beschwerdegegnerin beantragte, die Beschwerde sei im Sinne einer Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung gutzuheissen (Urk. 8),

unter Hinweis auf die eingereichten Akten des Verwaltungsverfahrens (Urk. 9/1-56),

in Erwägung,

dass sich die Beschwerdeführerin am 24. August 2011 unter Hinweis auf ein seit 1991 bestehendes Lungenleiden bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung anmeldete (Urk. 9/4-7),

dass die Beschwerdegegnerin zur Abklärung der medizinischen Verhältnisse Berichte der behandelnden Ärzte einholte (Urk. 9/12: Bericht des Dr. med. Y.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin und Pneumologie vom 5. September 2011, Urk. 9/31: Bericht der Klinik für Thoraxchirurgie des Spitals Z.___ vom 4. Februar 2012, Urk. 9/33: Bericht des Dr. Y.___ vom 21. Februar 2012; Urk. 9/34: Bericht der Klinik für Pneumologie des Spitals Z.___ vom 23. März 2012),

dass mit der Beschwerde neue Berichte der Klinik für Pneumologie des Spitals Z.___ vom 8. Juni 2012 (Urk. 3/3, 3/4) sowie des Dr. med. A.___, Facharzt FMH Pneumologie und Innere Medizin, vom 25. Juli 2012 (Urk. 3/6) aufgelegt worden sind,

dass die Beschwerdegegnerin vor diesem Hintergrund zum Schluss gekommen ist, dass zur Beurteilung des Leistungsbegehrens der Beschwerdeführerin weitere medizinische Abklärungen notwendig sind (Urk. 8),

dass sie deshalb mit der Beschwerdeantwort die Rückweisung der Sache an die Verwaltung beantragte (Urk. 8),

dass die angefochtene Verfügung somit aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen ist,

dass die IV-Stelle hernach auf dieser Grundlage erneut über einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu entscheiden hat,

dass die Rückweisung an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und zum Neuentscheid nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsiegen gilt (vgl. Urteil des seinerzeitigen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 199/02 vom 10. Februar 2004 E. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3),

dass die Kosten des Verfahrens auf Fr. 300.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen sind (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]),

dass der vertretenen Beschwerdeführerin eine der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses angemessene, dem in der Kostennote vom 26. Oktober 2012 (Urk. 12) ausgewiesenen Aufwand entsprechende Prozessentschädigung von Fr. 2'558.50 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zusteht (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht), welche dem mit Verfügung vom 4. Oktober 2012 bestellten unentgeltlichen Rechtsbeistand, Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler, zuzusprechen ist,

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 6. Juli 2012 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler, Zürich, eine Prozessentschädigung von Fr. 2'558.50 (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

invalidity insurancemedical assessmentremandpension entitlementcourt costsprocedural compensation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the denial of an invalidity pension had to be set aside and the case remanded for further medical investigation

Decisione estratta

The appeal is upheld in the sense that the denial decision is annulled and the matter is remitted to the IV office for additional medical clarification and a new decision on the pension claim.

Motivazione estratta

The medical file was not sufficient for a final merits assessment; even the respondent concluded that further medical investigations were necessary, so the file had to be returned for supplementation.

Questione giuridica chiave

Who bears the court costs and whether a procedural compensation is owed

Decisione estratta

Court costs of CHF 300 are charged to the respondent, and the represented appellant receives procedural compensation of CHF 2,558.50 payable to her appointed counsel.

Motivazione estratta

Because the remand counts as complete success under settled case law, the respondent must bear the costs and pay compensation.

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