IV pension denial set aside; case remanded for further medical assessment

IV.2011.01312Tribunale delle assicurazioni sociali6 gen 2013Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Zürich Social Insurance Court upheld the appeal against the IV office’s denial of a disability pension and annulled the decision of 2 November 2011. It found that the medical record was not sufficiently current, since the main somatic expert report dated from August 2010 and was too old for the 2011 decision date. The case was remanded for updated bidisciplinary rheumatological and psychiatric assessment and a new administrative decision. Court costs of CHF 500 were charged to the respondent, and the appellant received CHF 1,200 in party compensation.

Massima Omnilex

Art. 69 Abs. 1bis IVG; remand for further clarification in disability insurance proceedings where the medical basis is outdated or incomplete. A report that is no longer sufficiently current at the time of the contested decision cannot alone support the denial of benefits if decisive findings depend on updated assessment. Where the record requires additional somatic and psychiatric clarification, a bidisciplinary expert opinion is appropriate. A remand for further investigation constitutes full success of the represented appellant for purposes of party compensation (§ 34 Abs. 3 of the cantonal social insurance court act).

Testo completo

IV.2011.01312

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Bachofner

Sozialversicherungsrichter Gräub

Gerichtsschreiberin Lienhard

Urteil vom 7. Januar 2013

in Sachen

X.___

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Weidmann

Anwaltskanzlei Weidmann

Schaffhauserstrasse 146, Postfach W-1155,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 2. November 2011 einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verneint hat (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 7. Dezember 2011, mit welcher die Beschwerdeführerin die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung beantragt hat (Urk. 1), und in die auf Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 20. Januar 2012 (Urk. 7), sowie in die Replik vom 22. Februar 2012 (Urk. 13) und die Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 28. März 2012, womit diese auf Stellungnahme verzichtete (Urk. 15),

in Erwägung,

dass die Parteien übereinstimmend die Rückweisung der Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung beantragen,

dass die Beschwerdegegnerin einzig eine psychiatrische Begutachtung durchführen will, da in somatischer Hinsicht im Wesentlichen auf das Gutachten von Dr. med. Y.___ vom 30. August 2010 (Urk. 8/56/8-26) abzustellen sei (Urk. 7),

dass das Gutachten von Dr. Y.___ im Verfügungszeitpunkt vom 2. November 2011 mit einem Alter von 14 Monaten jedoch nicht als genügend aktuell erscheint, um entscheidwesentlich darauf abstellen zu können,

dass dementsprechend eine bidisziplinäre Begutachtung (rheumatologisch-psychiatrisch) durchzuführen ist,

dass das Verfahren kostenpflichtig ist, da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, und die Gerichtskosten nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG), auf Fr. 500.-- anzusetzen und dem Ausgang des Verfahrens entsprechend der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind,

dass nach ständiger Rechtsprechung die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen gilt, weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat, die ohne Rücksicht auf den Streitwert, nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht) zu bemessen und auf Fr. 1‘200.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festzusetzen ist,

erkennt das Gericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 2. November 2011 aufgehoben, und es wird die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 1'200.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwalt Rolf Weidmann
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

disability insurancemedical assessmentbidisciplinary expertiseremandcurrent evidencecourt costsparty compensation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the denial of a disability pension should be upheld or set aside due to insufficient medical assessment.

Decisione estratta

The denial could not stand because the medical file was not sufficiently current; further bidisciplinary expert evidence was required before a new decision.

Motivazione estratta

The parties agreed on remand. The office relied mainly on a psychiatric assessment, but the somatic report by Dr. Y. was 14 months old at the decision date and therefore not sufficiently up to date to support a decisive finding.

Questione giuridica chiave

What further evidentiary measures are required on remand.

Decisione estratta

A bidisciplinary rheumatological-psychiatric examination must be carried out.

Motivazione estratta

The record required updated clarification in both somatic and psychiatric respects, not psychiatry alone.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs and party compensation.

Decisione estratta

The respondent must pay court costs of CHF 500 and a party compensation of CHF 1,200 to the appellant.

Motivazione estratta

The case concerned insurance benefits and was therefore fee-bearing; costs followed the outcome, and remand counts as full success for a represented appellant.

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