Remand for further assessment of medium helplessness entitlement

IV.2010.01006Tribunale delle assicurazioni sociali30 gen 2011Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The claimant appealed against the Zurich IV office's decision granting only a minor helplessness allowance and denying a medium one. The social insurance court found that both parties effectively sought remand for further clarification. It therefore annulled the administrative decision and sent the case back to the IV office for additional medical and factual investigations and a new ruling. The court also imposed CHF 200 in court costs on the respondent and awarded the represented claimant CHF 1,200 in party compensation.

Massima Omnilex

Art. 69 Abs. 1bis IVG; remand for further clarification in social insurance proceedings; where the court annuls an administrative decision and returns the case to the administration for supplementary investigation and a new decision, such remand counts as full success for the appellant. Court costs are fixed independently of the amount in dispute according to procedural effort and are borne by the losing party; the represented successful party is entitled to party compensation assessed under § 34 GSVGer. The form of the appellant's main request does not preclude this result if no more specific substantive claim was advanced and remand is granted on the merits (consid. 1–2).

Testo completo

IV.2010.01006

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Gräub

Ersatzrichterin Romero-Käser

Gerichtsschreiberin Ryf

Urteil vom 31. Januar 2011

in Sachen

X.___

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwältin Isabelle Schwander

Kreuzstrasse 60, Postfach, 8034 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Sachverhalt:

1. Mit Verfügung vom 21. September 2010 (Urk. 8/70 = Urk. 2) sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, X.___ wegen leichter Hilflosigkeit eine monatliche Hilflosenentschädigung von Fr. 456.-- mit Wirkung ab 1. August 2009 zu.

2. Mit Beschwerde vom 22. Oktober 2010 (Urk. 1) beantragte X.___, die Verfügung vom 21. September 2010 (Urk. 2) sei in Bezug auf die Abweisung des Anspruches auf eine Entschädigung wegen mittlerer Hilflosigkeit aufzuheben. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung und Neuentscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (S. 1).

Mit Beschwerdeantwort vom 29. November 2010 (Urk. 7) beantragte die Beschwerdegegnerin die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zur ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts und Neubeurteilung des Leistungsanspruches (S. 1).

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die Anträge der Parteien stimmen im Ergebnis überein, weshalb die Sache zur weiteren Abklärung und Neuentscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Dass die Beschwerdeführerin einen Antrag auf Rückweisung lediglich im Sinne eines Eventualbegehrens stellte, steht dem nicht entgegen, beantragte die Beschwerdeführerin in der Hauptsache doch lediglich die Aufhebung der Verfügung vom 21. September 2010, ohne ein weitergehendes konkretes Leistungsbegehren zu stellen.

2.

2.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG) und auf Fr. 200.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

2.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2004 i.S. K., U 199/02, Erw. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 Erw. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 3), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer) und beim massgeblichen Stundenansatz von Fr. 200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr. 1'200.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Das Gericht erkennt:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 21. September 2010 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgten Abklärungen neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent-schädigung von Fr. 1’200.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwältin Isabelle Schwander, unter Beilage einer Kopie von Urk. 7
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

social insurancehelplessness allowanceremandmedical clarificationcourt costsparty compensation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the refusal of a medium helplessness allowance had to be annulled and the case remanded for further factual findings

Decisione estratta

The parties' requests converged in result, so the decision was annulled and the matter remanded to the IV office for further investigations and a new decision.

Motivazione estratta

Because the claimant sought annulment of the decision and the respondent itself requested remand for supplementary medical clarification, further assessment and a new administrative ruling were appropriate.

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