No entitlement to vocational counseling under IVG

IV.2010.00731Tribunale delle assicurazioni sociali29 nov 2010Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Zurich Social Insurance Court dismissed the claimant’s appeal against the IV office’s refusal to grant vocational counseling. It held that the medical situation had not changed since the earlier expert assessment: the later treating physician’s reports did not contain new findings, and the claimant remained fully capable of working in his usual medium-heavy occupation. As a result, the statutory conditions for vocational measures under the Invalidity Insurance Act were not met. The court ordered the claimant to pay court costs of CHF 300.

Massima Omnilex

Art. 15 IVG; entitlement to vocational counseling requires a relevant impairment of capacity warranting such measures. Where the medical situation remains unchanged from the time of a prior expert assessment and later medical reports do not establish new findings, the insured person’s continued full capacity in the customary occupation excludes vocational measures. Subsequent treating-physician statements that merely repeat previously known symptoms are insufficient to justify a different assessment (consid. 2 ff.). Court costs may be charged to the losing party under Art. 69 Abs. 1bis IVG.

Testo completo

IV.2010.00731

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Ersatzrichterin Condamin

Gerichtssekretär Vogel

Urteil vom 30. November 2010

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 28. Juni 2010 einen Anspruch auf Berufsberatung verneint hatte (Urk. 2),

nach Einsicht in die nicht datierte Beschwerde (Urk. 1), welche am 16. August 2010 bei der Beschwerdegegnerin eingegangen und zuständigkeitshalber mit Begleitschreiben vom 19. August 2010 an das Sozialversicherungsgericht überwiesen worden war (Urk. 3), und die ergänzende Eingabe des Beschwerdeführers vom 6. September 2010 (Urk. 6), mit welcher sinngemäss beantragt wurde, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei dem Beschwerdeführer Berufsberatung zu gewähren, sowie in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 29. September 2010 (Urk. 10),

in Erwägung, dass

sich der 1961 geborene X.___ am 1. September 2008 unter Hinweis auf Beschwerden des Bewegungsapparates sowie eine depressive Entwicklung bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 11/12),

der damalige Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, in seinem Bericht vom 1. Oktober 2008 ein generalisiertes Schmerzsyndrom, eine Angststörung, einen Verdacht auf depressive Entwicklung sowie einen Status nach einer ausgeheilten Facialisparese links diagnostizierte und ausführte, es bestehe kein klinisches Korrelat zu den geklagten Schmerzen (Urk. 11/17),

im Gutachten der medizinischen Abklärungsstelle Z.___ vom 22. Januar 2009 ausgeführt wurde, dem Beschwerdeführer sei die angestammte Tätigkeit vollumfänglich zumutbar (Urk. 11/21 S. 6 f.),

die IV-Stelle das Leistungsbegehren nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 5. Juni 2009 abgewiesen hatte (Urk. 11/31), wogegen kein Rechtsmittel ergriffen worden war,

Dr. med. A.___, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, mit Schreiben vom 26. Januar 2010 an die IV-Stelle gelangte und erneut um Gewährung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen ersuchte (Urk. 11/35), womit sich der Beschwerdeführer am 1. Februar 2010 einverstanden erklärte (Urk. 11/38),

Dr. A.___, in dessen Behandlung der Beschwerdeführer seit 1. Januar 2010 stand, am 4. Februar 2010 im wesentlichen von einem generalisierten Schmerzsyndrom mit 4 von 5 positiven Waddell-Zeichen berichtete (Urk. 11/39),

mithin von einer gegenüber dem Zeitpunkt der Begutachtung durch die Abklärungsstelle Z.___ unveränderten medizinischen Sachlage auszugehen ist, wie dies auch der Regionale Ärztliche Dienst der Invalidenversicherung (RAD) in seinen Stellungnahmen vom 25. Februar 2010 (Urk. 11/44) und 28. Juni 2010 (Urk. 11/49) zutreffend festhielt,

auch der im Beschwerdeverfahren aufgelegte Bericht des Dr. A.___ vom 3. September 2010 (Urk. 7) zu keiner anderen Beurteilung Anlass gibt, da er weiterhin keine Befunde darstellt, welche nicht bereits im Zeitpunkt der Beurteilung durch die Gutachter der Abklärungsstelle Z.___ bekannt waren,

dem Beschwerdeführer die angestammte mittelschwere Tätigkeit somit nach wie vor mit einem vollen Pensum zumutbar ist,

die Voraussetzungen für eine berufliche Eingliederungsmassnahme im Sinne von Art. 15 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) daher nicht gegeben sind,

die angefochtene Verfügung, mit welcher ein Anspruch auf Berufsberatung verneint wurde, somit nicht zu beanstanden ist,

die Beschwerde entsprechend abzuweisen ist,

die Kosten des Verfahrens auf Fr. 300.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen sind (Art. 69 Abs. 1bis IVG),

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  X.\_\_\_
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

vocational counselinginvalidity insurancemedical assessmentwork capacitypain syndromecourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the claimant met the requirements for vocational counseling under Art. 15 IVG

Decisione estratta

The requirements were not met because the claimant remained fully capable of performing his usual medium-heavy occupation and the medical situation had not materially changed.

Motivazione estratta

The later reports did not show new findings beyond those already known at the time of the expert assessment; the RAD confirmed that the medical situation remained unchanged, so there was no basis for vocational measures.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs

Decisione estratta

Court costs of CHF 300 were imposed on the claimant.

Motivazione estratta

The costs followed the outcome of the case.

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