Revision of disability pension: whole pension maintained

IV.2010.00450Tribunale delle assicurazioni sociali9 ago 2010Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Zurich Social Insurance Court allowed the claimant’s appeal against the IV office’s decision of 6 April 2010, which had reduced his whole disability pension to a three-quarter pension as of 1 June 2010. Both parties agreed that a 25% loss-of-earnings deduction applied and that, even on the office’s assumptions, the disability degree remained above 70%. The court therefore set aside the reduction decision and confirmed continued entitlement to a whole pension. It also imposed court costs of CHF 400 on the respondent and awarded the claimant CHF 1,600 in party compensation.

Massima Omnilex

Art. 69 Abs. 1bis IVG; costs in disability-insurance proceedings and continued pension entitlement after revision: where, even on the assessment accepted by the parties, the applicable deduction still yields an invalidity degree above 70%, a reduction from a whole pension to a three-quarter pension cannot stand; the court may dispense with examining an asserted improvement in work capacity if it has no bearing on the pension level. Costs are imposed on the losing party; party compensation is to be fixed according to the significance and difficulty of the case (consid. 4 ff.).

Testo completo

IV.2010.00450

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Weibel-Fuchs

Ersatzrichterin Arnold Gramigna

Gerichtssekretär Möckli

Urteil vom 10. August 2010

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard

Werdstrasse 36, 8004 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 6. April 2010 mit Wirkung ab 1. Juni 2010 die bisherige ganze Rente des Beschwerdeführers auf eine Dreiviertelsrente herabgesetzt hat (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 11. Mai 2010, mit welcher der Beschwerdeführer beantragt, es sei ab dem 1. Juni 2010 weiterhin eine ganze Rente auf der Grundlage eines Invaliditätsgrades von mindestens 70 % auszurichten (Urk. 1), und in die auf Gutheissung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 21. Juni 2010 (Urk. 6),

in Erwägung,

dass die Beschwerdegegnerin ihren Antrag auf Gutheissung der Beschwerde mit der Erhöhung des sogenannten Leidensabzuges auf 25 % begründet, der dem Beschwerdeführer vom hiesigen Gericht bereits in dessen Urteil vom 21. Juni 2000 (Urk. 7/65) gewährt worden sei (Urk. 6),

dass sie damit der Argumentation des Beschwerdeführers folgt (vgl. Urk. 1 S. 6 f.), der geltend macht, es sei kein Grund ersichtlich, bei der heutigen revisionsweisen Neubeurteilung von der seinerzeitigen gerichtlichen Festlegung des Leidensabzuges abzuweichen, zumal diese noch vor dem Auftreten der schweren koronaren Herzerkrankung erfolgt sei (Urk. 1 S. 5 unten), weshalb - selbst mit den von der Beschwerdegegnerin angenommenen Eckdaten, insbesondere der bestrittenen Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf 50 % - ein Invaliditätsgrad von über 70 % resultiere,

dass sich somit beide Verfahrensbeteiligten einig sind, mit dem gerechtfertigten Leidensabzug von 25 % ergebe sich ein Invaliditätsgrad von über 70 %,

dass dies nach Lage der Akten nicht zu beanstanden ist,

dass sich bei dieser Sachlage die Prüfung der Frage erübrigt, ob sich die Arbeitsfähigkeit auf 50 % verbessert hat, weil dies ohne Einfluss auf die Rentenhöhe bliebe,

dass die Beschwerde demnach im Sinne beider Verfahrensbeteiligten gutzuheissen und dem Beschwerdeführer weiterhin eine ganze Rente auszurichten ist,

dass das Verfahren gestützt auf Art. 69 Abs.1bis IVG für die unterliegende Partei kostenpflichtig ist, die Kosten unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand festzulegen, im vorliegenden Fall auf Fr. 400.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind,

dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, welche ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen (§ 34 Abs. 1 und Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht) und auf Fr. 1'600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) festzusetzen ist,

erkennt das Gericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 6. April 2010 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente hat.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 1'600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwalt Dominique Chopard
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

disability pensionrevisioninvalidity degreeloss-of-earnings deductioncourt costsparty compensation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the reduction of the claimant’s whole disability pension to a three-quarter pension was lawful.

Decisione estratta

The reduction was not upheld; the claimant remained entitled to a whole pension from 1 June 2010.

Motivazione estratta

With the 25% deduction already accepted by the court and the parties, the disability degree remained above 70%. On that basis, the court did not need to decide whether working capacity had improved to 50%, because that would not change the pension level.

Questione giuridica chiave

Who bears the procedural costs and what party compensation is due?

Decisione estratta

The respondent must pay court costs of CHF 400 and compensation of CHF 1,600 including expenses and VAT.

Motivazione estratta

Under Art. 69 Abs. 1bis IVG the losing party bears the costs; the claimant was also entitled to a party compensation fixed according to the importance and difficulty of the case.

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