Invalidity pension case remanded for further medical clarification

IV.2009.00696Tribunale delle assicurazioni sociali25 feb 2010Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The claimant appealed against a decision awarding only a quarter disability pension. The court held that the neurological and general-practitioner reports did not sufficiently explain the claimant's residual work capacity. Because the medical basis was incomplete, the court annulled the IV office's decision and remanded the matter for supplementary medical clarification and a new pension decision. As the remand counted as a full success for the claimant, the respondent was ordered to pay CHF 500 in court costs.

Massima Omnilex

Art. 69 Abs. 1bis IVG; insufficient medical basis for determining residual work capacity in disability pension proceedings; where available medical reports do not permit a comprehensible assessment of the insured person's work capacity, the administrative decision must be annulled and the matter remitted for supplementary medical clarification and a fresh decision. A remand for further investigation constitutes full success for the appellant for the purpose of costs (consid. 3).

Testo completo

IV.2009.00696

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Gerichtssekretär Vogel

Urteil vom 26. Februar 2010

in Sachen

X.___

Beschwerdeführerin

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 11. Juni 2009 mit Wirkung ab 1. September 2008 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zugesprochen hatte (Urk. 2 [= 8/38 und 8/42]),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 15. Juli 2009, mit welcher die Beschwerdeführerin die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente beantragte (Urk. 1), in die auf teilweise Gutheissung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 4. August 2009 (Urk. 7), in die Replik vom 16. September 2009, mit welcher die Beschwerdeführerin an ihrem Beschwerdeantrag festgehalten (Urk. 13) und in die Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 21. Oktober 2009, mit welcher sie erklärt hat, auf Erstattung einer Duplik zu verzichten (Urk. 17),

unter Hinweis auf den von der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 4. August 2009 (Urk. 5) aufgelegten Bericht ihrer Hausärztin Dr. med. Y.___, Fachärztin Allgemeine Medizin FMH, vom 21. Juli 2009 (Urk. 6), den von der Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 16. Dezember 2009 (Urk. 19) aufgelegten Bericht der Neurologischen Klinik des Spitals Z.___ vom 26. November 2009 (Urk. 20), die Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 21. Januar 2010 zu diesem Bericht (Urk. 23), den damit aufgelegten weiteren Bericht der Neurologischen Klinik des Spitals Z.___ vom 16. Januar 2010 (Urk. 24) sowie die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 4. Februar 2010 (Urk. 27),

in Erwägung,

dass sich die 1970 geborene X.___ am 17. September 2007 unter Hinweis auf eine im Januar 2005 diagnostizierte Multiple Sklerose zum Leistungsbezug angemeldet hatte (Urk. 8/1 und 8/2),

dass die Hausärztin Dr. Y.___ am 15. Oktober 2007 von einer Encephalomyelitis disseminata sowie einer depressiven Stimmungsentwicklung berichtete, für die medizinische Beurteilung auf den behandelnden Neurologen Dr. A.___ verwies und gleichzeitig ausführte, sie betrachte die Patientin als zu 100 % erwerbsunfähig (Urk. 8/10),

dass Dr. med. A.___, Facharzt für Neurologie FMH, am 5. Oktober 2007 berichtete, die Beschwerdeführerin stehe in Behandlung in der Neurologischen Poliklinik des Spitals Z.___; er habe sie letztmals am 10. November 2006 in seiner Sprechstunde untersucht und sei über den aktuellen Verlauf nicht orientiert (Urk. 8/6),

dass die an der Neurologischen Klinik des Spitals Z.___ tätigen Ärzte im Bericht vom 20. November 2007 eine Multiple Sklerose mit schubförmigem Verlauf diagnostizierten und bei einem MS-Status auf der EDSS (Expanded Disability Status Scale) von 2.0 im Dezember 2006 ab dem Zeitpunkt des zweiten Schubes im April 2006 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestierten (Urk. 8/14),

dass dem Bericht der Neurologischen Klinik des Spitals Z.___ vom 11. März 2008 entnommen werden kann, dass sich der MS-Status auf der EDSS nach einer durch einen dritten Schub im Herbst 2007 verursachten Verschlechterung auf 2.5 bis im März 2008 wieder auf 1.0 verbessert habe (Urk. 8/16),

dass der Regionale Ärztliche Dienst der Invalidenversicherung (RAD) in seiner Stellungnahme vom 1. Dezember 2007 ausführte, die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei schwierig (Urk. 8/17 S. 3) und in der Stellungnahme vom 7. April 2008 darauf hinwies, dass die attestierte Einschränkung nicht nachvollziehbar sei (Urk. 8/17 S. 4),

dass die Neurologische Klinik des Spitals Z.___ im Verlaufsbericht vom 26. November 2009 neben einer schubförmigen Multiple Sklerose, EDSS 1.5, ein Restless-Legs-Syndrom diagnostizierte und festhielt, dass letzteres keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirke (Urk. 20),

dass die Neurologische Klinik des Spitals Z.___ den Verlaufsbericht vom 26. November 2009 nach einer Intervention der Beschwerdeführerin am 16. Januar 2010 zurückzog (Urk. 24),

dass es die Neurologen des Spitals Z.___ bereits in den Berichten vom 20. November 2007 und 11. März 2008 unterlassen haben, ihre Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit nachvollziehbar zu begründen, was dem RAD nicht verborgen geblieben ist,

dass der im Beschwerdeverfahren aufgelegte Bericht der Hausärztin Dr. Y.___ vom 21. Juli 2009 den rechtsprechungsgemässen Anforderungen nicht zu genügen vermag,

dass mithin nicht klar ist, welche Arbeitsleistungen der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht noch zumutbar sind,

dass der angefochtene Entscheid deswegen aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden medizinischen Abklärung zurückzuweisen ist,

dass die Beschwerdegegnerin hernach auf dieser Grundlage erneut über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu entscheiden hat,

dass die Rückweisung an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und zum Neuentscheid nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsiegen gilt (vgl. Urteil des früheren Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2004, U 199/02, Erw. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 Erw. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 3),

dass die Kosten des Verfahrens auf Fr. 500.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen sind (Art. 69 Abs. 1bis IVG),

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 11. Juni 2009 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über den Rentenanspruch neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  X.\_\_\_, unter Beilage des Doppels von Urk. 27
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

invalidity insurancemedical assessmentwork capacitymultiple sclerosisremandcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the June 11, 2009 IV decision granting only a quarter disability pension should be upheld

Decisione estratta

The decision could not stand because the claimant's residual work capacity was not medically clarified with sufficient reliability.

Motivazione estratta

The neurological reports did not provide a comprehensible justification for the assessed incapacity, and the later general-practitioner report also did not meet the requirements of case law. It was therefore unclear what work remained medically acceptable.

Questione giuridica chiave

How the claim for an invalidity pension should proceed after insufficient medical clarification

Decisione estratta

The case had to be returned to the IV office for supplementary medical assessment and a new pension decision.

Motivazione estratta

Because the medical basis was incomplete, the administration had to obtain additional evidence and then reassess the pension entitlement on that basis.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs

Decisione estratta

Court costs of CHF 500 were imposed on the respondent.

Motivazione estratta

Because the remand counts as a full success for the claimant, costs were charged to the IV office.

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