Recovery order annulled because prior decision was not final

IV.2009.00111Tribunale delle assicurazioni sociali24 feb 2009Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

X., represented by Thomas Wüthrich, appealed against an IV office decision of 15 December 2008 ordering repayment of CHF 6,696 in pension benefits. The Social Insurance Court of Zurich held that the recovery order merely implemented an earlier decision of 26 August 2008, which was still pending appeal and had not lost suspensive effect. Because the recovery could not yet be enforced, the court allowed the complaint and annulled the contested order. It imposed CHF 500 in court costs on the IV office and awarded CHF 1,100 in party compensation to the appellant. The request for legal aid became moot.

Massima Omnilex

Art. 69 Abs. 1bis IVG; art. 61 lit. g ATSG; § 34 GSVGer; enforcement of a recovery order pending appeal against the underlying decision. A repayment order that merely implements a non-final prior decision cannot be executed so long as the appeal against that prior decision retains suspensive effect. If the basis of the recovery claim is still sub judice and no removal of suspensive effect has been ordered, the contested implementing decision must be annulled. Costs follow the outcome, and party compensation is to be fixed in accordance with the significance of the dispute and the procedural effort (consid. on enforceability and costs).

Testo completo

IV.2009.00111

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Ersatzrichterin Condamin

Gerichtssekretär Schetty

Urteil vom 25. Februar 2009

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Wüthrich

Bruchstrasse 69, 6000 Luzern 7

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 15. Dezember 2008 unter Hinweis auf die Verfügung vom 26. August 2008 Fr. 6'696.-- zu Unrecht ausbezahlte Rentenleistungen zurückgefordert hat (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 2. Februar 2009, mit welcher der Vertreter des Beschwerdeführers beantragte, es sei Ziffer 1 und 4 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder herzustellen; überdies sei eine öffentliche Gerichtsverhandlung durchzuführen und dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1), sowie das Schreiben des Vertreters des Beschwerdeführers vom 4. Februar 2009, mit welchem er den Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung zurückzog (Urk. 3);

in Erwägung, dass

die angefochtene Verfügung vom 15. Dezember 2008 die Verfügung vom 26. August 2008 vollzieht, mit welcher die Beschwerdegegnerin insbesondere festhielt, dass für die Zeit vom November 2000 bis März 2003 kein Rentenanspruch bestehe und die bereits ausbezahlten Rentenzahlungen zurückzufordern seien (vgl. Prozess Nr. IV.2008.01006, Urk. 2),

der Vertreter des Beschwerdeführers die Verfügung vom 26. August 2008 angefochten hat und das entsprechende Verfahren beim hiesigen Gericht pendent ist,

die genannte Verfügung demnach noch nicht rechtskräftig geworden und der dagegen erhobenen Beschwerde auch die aufschiebende Wirkung nicht entzogen worden ist (vgl. Prozess Nr. IV.2008.01006, Urk. 2),

die angeordnete Rückforderung demnach zur Zeit nicht vollzogen werden kann, was zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 15. Dezember 2008 führt,

das Verfahren kostenpflichtig ist, da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht; die Gerichtskosten nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung), auf Fr. 500.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind,

die Beschwerdegegnerin ausgangsgemäss zu verpflichten ist, dem Beschwerdeführer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwendung von Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich (GSVGer), namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist,

das Gesuch betreffend Gewährung der unentgeltlichen Rechtpflege bei diesem Ausgang des Verfahrens gegenstandslos wird;

erkennt das Gericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 15. Dezember 2008 aufgehoben.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 1'100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwalt Thomas Wüthrich
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

social insuranceinvalidity insurancerecovery of benefitssuspensive effectenforceabilitycourt costsparty compensationlegal aid

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the recovery order of 15 December 2008 could be enforced while the earlier decision of 26 August 2008 was still pending appeal.

Decisione estratta

The recovery order could not be executed because the underlying decision was not yet final and the appeal still had suspensive effect.

Motivazione estratta

The later recovery order merely implemented the earlier decision. Since that decision was still challenged before the court and its suspensive effect had not been removed, enforcement was presently impossible.

Questione giuridica chiave

Whether the challenged recovery order must be annulled.

Decisione estratta

Yes. The inability to enforce the recovery claim at this stage required annulment of the order.

Motivazione estratta

Because the recovery measure rested on a non-final and still-suspended prior decision, the contested order could not stand.

Questione giuridica chiave

Court costs and party compensation.

Decisione estratta

Costs were imposed on the respondent, and the appellant was awarded party compensation of CHF 1,100.

Motivazione estratta

The respondent lost the case; the amount was fixed according to the procedural effort and the significance and difficulty of the dispute.

Questione giuridica chiave

Request for legal aid.

Decisione estratta

The request became moot in view of the outcome.

Motivazione estratta

Since the appellant succeeded, the motion for legal aid no longer required determination.

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