IV appeal on disability pension remanded for further medical investigation

IV.2008.00790Tribunale delle assicurazioni sociali29 set 2008Partially Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The insured person appealed a June 2008 IV decision denying a disability pension and requested benefits retroactively or, subsidiarily, further investigations. While the appeal was pending, the IV office revoked its decision on reconsideration and announced new medical inquiries. The court held that this did not render the appeal moot because the main request for a pension had not been satisfied. Owing to the insufficiently clarified medical situation, the court allowed the appeal in part, set aside the practical effect of the denial through remand, and sent the file back to the IV office for further investigation and a new decision. The respondent was ordered to pay court costs and a party indemnity.

Massima Omnilex

Art. 53 Abs. 3 ATSG; effect of reconsideration during pending appeal; mootness and remand in disability insurance proceedings. A reconsideration by the insurance carrier pending appeal is permissible until it submits its response, but the dispute is terminated only insofar as the insured person's requests are actually satisfied. If the challenged refusal of benefits is withdrawn without granting the principal claim and the evidentiary record remains insufficiently clarified, the appellate court may not strike the case off as moot; it shall instead allow the appeal to the extent necessary and remand the matter to the administration for further factual inquiries and a new decision (consid. 3). Costs follow the outcome; the prevailing appellant is entitled to party compensation (consid. 4).

Testo completo

IV.2008.00790

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Meyer

Sozialversicherungsrichterin Pfiffner Rauber

Gerichtssekretär Trüssel

Urteil vom 30. September 2008

in Sachen

A.___

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Bühlmann

Bühlmann & Fritschi Rechtsanwälte

Talacker 42, 8001 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

1. A.___, geboren 1949, meldete sich am 12. Dezember 2005 bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an (Urk. 9/2 Ziff. 7.8).

Mit Vorbescheid vom 12. Juli 2007 stellte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 9/24). Dagegen erhob A.___ am 20. September 2007 Einwände (Urk. 9/30). Am 19. Juni 2008 erging die Verfügung, mit welcher der Rentenanspruch verneint wurde (Urk. 9/49 = Urk. 2).

2. Gegen die Verfügung vom 19. Juni 2008 (Urk. 2) erhob A.___ am 4. August 2008 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, insbesondere sei ihr rückwirkend ab Dezember 2004, eventuell ab einem späteren Zeitpunkt, eine Invalidenrente zuzusprechen; eventuell sei die Sache zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2).

Die IV-Stelle hob mit Verfügung vom 11. September 2008 die Verfügung vom 19. Juni 2008 wiedererwägungsweise auf und nahm in Aussicht, weitere medizinische Abklärungen durchzuführen und über den Rentenanspruch neu zu verfügen (Urk. 7). Mit Vernehmlassung vom 12. September 2008 stellte die IV-Stelle Antrag auf Abschreibung des Verfahrens in Folge Gegenstandslosigkeit (Urk. 8).

3.

3.1 Nach Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts kann der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die neue Verfügung oder der neue Einspracheentscheid beendet den Streit insoweit, als damit den Anträgen der versicherten Person entsprochen wird (ZAK 1989 S. 563 Erw. 2a, vgl. auch ZAK 1989 S. 310).

3.2 Mit Wiedererwägungsverfügung vom 11. September 2008 hat die IV-Stelle in Aussicht genommen, den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu zu prüfen und darüber nochmals zu entscheiden (Urk. 7), was nicht zu beanstanden ist.

Allerdings wird damit dem Hauptantrag der Beschwerdeführerin auf Zusprechung einer Invalidenrente nicht entsprochen, weshalb dem Begehren der Beschwerdegegnerin auf Abschreibung des Verfahrens in Folge Gegenstandslosigkeit nicht stattgegeben werden kann. Vielmehr ist die Sache aufgrund der ungenügend geklärten medizinischen Sachlage in Gutheissung der Beschwerde an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese die notwendigen Abklärungen durchführe und hernach über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.

4.

4.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung in der seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und sind auf Fr. 400.-- anzusetzen. Die Kosten sind der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Damit wird der Antrag auf unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1 S. 2 Ziff. 4) gegenstandslos.

4.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).Unter Berücksichtigung dieser Bemessungskriterien erweist sich eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 1’900.-- (inklusiv Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen.

Mit der Zusprechung der Prozessentschädigung wird das Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 4) gegenstandlos.

Das Gericht beschliesst:

Von der Aufhebung der Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 19. Juni 2008 wird Vormerk genommen,

und erkennt:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese weitere Abklärungen im Sinne der Erwägungen vornehme und hernach über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 1’900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwalt Andreas Bühlmann
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

disability insurancereconsiderationmootnessmedical assessmentremandcourt costsparty compensation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal became moot after the IV office withdrew its decision and promised a new assessment

Decisione estratta

No. The withdrawal did not satisfy the appellant's main request for a disability pension, so the case was not moot.

Motivazione estratta

Under Art. 53(3) ATSG, a reconsideration is possible until the authority submits its response, but the dispute ends only to the extent the insured person's requests are met. Here the main request for pension was not granted.

Questione giuridica chiave

Whether the challenged pension denial should be remanded for further medical investigation and a new decision

Decisione estratta

Yes. Because the medical situation was insufficiently clarified, the matter had to be returned to the IV office for further investigations and a new ruling on entitlement.

Motivazione estratta

The court found the medical record inadequate for a final merits decision and therefore granted the appeal to the extent of remanding the file to the administration.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs and party compensation

Decisione estratta

The respondent had to pay court costs of CHF 400 and party compensation of CHF 1,900 to the appellant.

Motivazione estratta

In disputes concerning social insurance benefits, proceedings are subject to costs; the losing party bears them. As the appellant prevailed, she was also entitled to a party indemnity.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.