IV pension revision; continuation of quarter pension

IV.2007.00590Tribunale delle assicurazioni sociali30 mar 2009Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Zurich Social Insurance Court heard an appeal against the IV office’s decision of 5 March 2007 terminating a disability pension. Relying on the latest MEDAS report and the prior 2002 judgment, the court held that there had been no relevant deterioration or improvement in health and that the household assessment still supported an overall disability degree of about 44%. The revision prerequisites were therefore not met. The appeal was allowed, the termination decision annulled, and the insured’s right to a quarter disability pension confirmed. Court costs and a process indemnity were charged to the IV office.

Massima Omnilex

Art. 17 ATSG; revision of an IV pension requires a legally relevant change in the factual circumstances, in particular in health or functional capacity; where the medical findings show no material change and the assessment of household activity continues to support the previously determined disability degree, revision is excluded. In such a case the earlier pension entitlement remains in force (consid. 2). Costs in proceedings concerning the granting or refusal of IV benefits are levied pursuant to Art. 69 Abs. 1bis IVG, and the prevailing insured person is entitled to an appropriate party compensation under Art. 61 lit. g ATSG and cantonal procedural law (consid. 3).

Testo completo

IV.2007.00590

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Gerichtssekretär Schetty

Urteil vom 31. März 2009

in Sachen

X.___

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt Beat Wachter

Obergasse 34, Postfach, 8402 Winterthur

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 5. März 2007 die Einstellung der Invalidenrente mitgeteilt hat (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 23. April 2007, mit welcher der Vertreter der Beschwerdeführerin die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragt hat (Urk. 1), in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 27. Juni 2007 (Urk. 8) sowie die weiteren Akten,

unter Hinweis darauf, dass am 3. März 2009 eine Referentenaudienz durchgeführt worden ist (Protokoll S. 3) sowie nach Berücksichtigung des Schreibens der Beschwerdegegnerin vom 12. März 2009 (Urk. 17);

in Erwägung, dass

es sich vorliegend um ein Revisionsverfahren handelt, wobei das Urteil des hiesigen Gerichts vom 19. März 2002 als Vergleichsbasis dient,

sich gemäss aktuellem MEDAS-Gutachten vom 18. Juli 2006 (Urk. 9/50) aus medizinisch-theoretischer Sicht keine Veränderung des gesundheitlichen Zustandes ergeben hat (insbesondere S. 23),

bezüglich der Invaliditätsbemessung im erwerblichen Bereich somit vollumfänglich auf das Urteil des hiesigen Gerichts vom 19. März 2002 verwiesen werden kann,

die Gewichtung der Tätigkeitsbereiche im Haushalt entsprechend den Erwägungen des Abklärungsberichtes vom 20. Januar 2005 (Urk. 9/41) vorzunehmen ist, da die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Betreuung der Enkelkinder übernehmen würde,

weiter darauf hinzuweisen ist, dass der Abklärungsbericht vom 20. Januar 2005 bereits berücksichtigt, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin ab Januar 2005 arbeitslos ist, was sich auf die Bemessung der ihm zumutbaren Schadenminderungspflicht auswirkt (Urk. 9/41 S. 4),

die Beschwerdeführerin überdies gemäss Abklärungsbericht vom 20. September 1999 die Dienste einer Haushalthilfe in Anspruch nehmen konnte (Urk. 9/6 S. 5, rund 6 Stunden pro Woche), was aktuell nicht mehr der Fall ist (Urk. 9/53 S. 1),

sich am Ergebnis auch nichts ändern würde, wenn die Gewichtung von Ziff. 6.7 im Abklärungsbericht vom 20. Januar 2005 beziehungsweise 29. September 1999 falsch wäre, weshalb dies offen bleiben kann,

insgesamt gestützt auf den Abklärungsbericht vom 20. Januar 2005 im Haushalt weiterhin von einer Teilinvalidität von rund 35 % auszugehen ist,

dies verglichen mit dem Urteil des hiesigen Gerichts vom 19. März 2002 zu einem unveränderten Invaliditätsgrad von rund 44 % führt,

zusammenfassend die Revisionsvoraussetzungen nicht erfüllt sind, was entgegen der angefochtenen Verfügung zur Zusprache einer Viertelsrente sowie zur Gutheissung der Beschwerde führt,

das Verfahren kostenpflichtig ist, da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht; die Gerichtskosten nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung), auf Fr. 600.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind,

die Beschwerdegegnerin ausgangsgemäss zu verpflichten ist, der Beschwerdeführerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwendung von Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 2'100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist;

erkennt das Gericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 5. März 2007 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 2'100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwalt Beat Wachter (unter Beilage von Urk. 17)
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

disability insurancerevisioninvalidity degreehousehold assessmentpension continuationcourt costsprocess indemnity

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the pension revision requirements were met and the disability pension could be terminated.

Decisione estratta

The revision requirements were not met; the insured remains entitled to a quarter disability pension.

Motivazione estratta

The medical condition had not changed according to the latest MEDAS report. The vocational assessment remained governed by the prior judgment, and the household assessment still yielded about 35% partial invalidity, resulting in an unchanged overall disability degree of about 44%.

Questione giuridica chiave

How the procedural costs and representation costs should be allocated.

Decisione estratta

The respondent must bear the court costs and pay a process indemnity to the appellant.

Motivazione estratta

As the appeal succeeded, costs were imposed on the respondent. The amount of the process indemnity was fixed according to the importance and difficulty of the case.

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