Proceedings struck out after reconsideration by IV office

IV.2007.00222Tribunale delle assicurazioni sociali / 3a camera7 mag 2007Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The claimant appealed against the IV office’s refusal to fund a FM system and requested reimbursement of invalidity-related extra costs for training. After the appeal was filed, the IV office issued a reconsideration decision that fully granted the request. The court therefore struck the proceedings off as moot. It imposed court costs of CHF 200 on the IV office and ordered it to pay the claimant procedural compensation of CHF 919, including VAT and disbursements.

Massima Omnilex

Art. 53 Abs. 3 ATSG; reconsideration of an appealed administrative decision by the insurer prior to its response to the court; the new decision terminates the dispute to the extent that it fully grants the insured’s requests and renders the appeal moot. In such a situation the proceedings are to be struck out. In benefit disputes the court charges costs according to Art. 69 Abs. 1bis IVG, and the successful party is entitled to compensation under Art. 61 lit. g ATSG and cantonal procedural law.

Testo completo

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV.2007.00222

III. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer als Einzelrichterin

Gerichtssekretär Bachofner

Verfügung vom 7. Mai 2007

in Sachen

X.___

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsdienst Integration Handicap

Bürglistrasse 11, 8002 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

1. Mit Verfügung vom 10. Januar 2007 (Urk. 1) wies die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, das Gesuch von X.___ um Kostengutsprache für eine FM-Anlage ab. In ihrer Beschwerde vom 7. Februar 2007 beantragte die Beschwerdeführerin, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin unter Entschädigungsfolge zu verpflichten, die invaliditätsbedingten Mehrkosten im Rahmen der Weiterausbildung aufgrund von Art. 16 Abs. 2c des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) zu übernehmen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 12. April 2007 (Urk. 8) wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass sie die angefochtene Verfügung vom 10. Januar 2007 mit Wiedererwägungsentscheid vom 11. April 2007 (Urk. 7, 10) aufgehoben habe. Mit Eingabe vom 20. April 2007 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass die Beschwerdegegnerin mit dem Wiedererwägungsentscheid ihrem Antrag entsprochen habe, weshalb das Verfahren abgeschrieben werden könne (Urk. 11).

2. Nach Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) kann der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die neue Verfügung oder der neue Einspracheentscheid beendet den Streit insoweit, als damit den Anträgen der versicherten Person entsprochen wird (ZAK 1989 S. 563 Erw. 2a, vgl. auch ZAK 1989 S. 310).

3. Mit dem Wiedererwägungsentscheid vom 11. April 2007 (Urk. 7, 10) hat die Beschwerdegegnerin dem Antrag der Beschwerdeführerin vollumfänglich entsprochen, weshalb das Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist.

4. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen sind (Art. 69 Abs. 1bis IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung), sind auf Fr. 200.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der IV-Stelle aufzuerlegen.

5. Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin wies einen zeitlichen Aufwand von 4.75 Stunden und Barauslagen in der Höhe von Fr. 46.-- aus (Urk. 11). Dies erscheint unter den vorliegenden Umständen als angemessen, weshalb die Prozessentschädigung bei einem gerichtsüblichen Entschädigungsansatz von Fr. 170.-- pro Stunde auf Fr. 919.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.

Die Einzelrichterin verfügt:

1. Der Prozess wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden der IV-Stelle auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 919.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  • Rechtsdienst Integration Handicap

  • Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

  • Bundesamt für Sozialversicherung

sowie an:

  • die Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Der Gerichtssekretär

Bachofner

Parole chiave

social insurancereconsiderationmootnesscourt costsprocedural compensationinvalidity insuranceappealfunding of aids

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal proceedings became moot after the IV office’s reconsideration decision

Decisione estratta

The new decision fully satisfied the claimant’s request, so the case had become moot and had to be struck out.

Motivazione estratta

Under Art. 53(3) ATSG, the insurer may reconsider a challenged decision before commenting to the court; a new decision ends the dispute to the extent it grants the insured’s requests.

Questione giuridica chiave

Who bears the court costs after the proceedings became moot

Decisione estratta

The IV office must bear the court costs.

Motivazione estratta

In disputes concerning insurance benefits, proceedings are subject to costs; the fee was fixed at CHF 200 and allocated according to the outcome.

Questione giuridica chiave

Whether the claimant is entitled to procedural compensation

Decisione estratta

The claimant is entitled to a procedural compensation of CHF 919.

Motivazione estratta

Given the outcome, compensation under Art. 61 lit. g ATSG and cantonal law was awarded based on the documented work and disbursements.

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