IV disability claim remanded after reconsideration

IV.2006.00722Tribunale delle assicurazioni sociali4 mar 2007Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The insured appealed an IV office objection decision denying initial vocational measures and an invalidity pension. During the appeal, the IV office reconsidered its decision and sought remand for further medical and vocational clarification after the claimant's hospitalization. The court held that such a remand constitutes full success for the appellant and granted the appeal. It set aside the objection decision, remanded the case to the IV office for a new decision, and imposed CHF 300 in court costs on the IV office. The prior suspension of proceedings was lifted.

Massima Omnilex

Art. 53 Abs. 3 ATSG; reconsideration of an appealed administrative decision and remand for further clarification. While an appeal is pending, the insurer may reconsider its decision until it files its response. If the administration withdraws the challenged decision and the case is remanded for further investigation and a new decision, this is treated as full success of the complainant. A remand to the administration for additional fact-finding and a fresh decision is tantamount to granting the appeal; court costs then follow the usual cost consequences of the appellant's success.

Testo completo

IV.2006.00722

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Meyer

Sozialversicherungsrichterin Pfiffner Rauber

Gerichtssekretärin Steck

Urteil vom 5. März 2007

in Sachen

N.___

Beschwerdeführer

vertreten durch den Vater A.___

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Sachverhalt:

1. Gegen die Verfügung vom 22. März 2006 (Urk. 11/102), mit welcher ein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung verneint wurde, erhob N.___ am 26. März 2006 Einsprache (vgl. Urk. 11/104). Mit Entscheid vom 1. September 2006 wies die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Einsprache ab (Urk. 11/106/1-2 = Urk. 2).

2. Am 6. September 2006 erhob der Versicherte Beschwerde gegen den Ein-spracheentscheid vom 1. September 2006 (Urk. 2) und beantragte sinngemäss dessen Aufhebung und die Zusprache beruflicher Massnahmen sowie die Einholung eines Berichtes des behandelnden Psychiaters, Dr. med. B.___, Kinder- und Jugendpsychiatrie FMH (vgl. Urk. 1 S. 2). Mit Verfügung vom 21. Dezember 2006 sistierte das Gericht das Verfahren bis zum Vorliegen des Berichts von Dr. B.___ (Urk. 8). In der Vernehmlassung vom 16. Februar 2007 reichte die IV-Stelle den Bericht von Dr. B.___ vom 11. Januar 2007 (Urk. 13/2) ein und beantragte die Abschreibung des Verfahrens, da sie den angefochtenen Entscheid wiedererwägungsweise aufheben werde (vgl. Urk. 12, Urk. 13/1) und nach der stationären Hospitalisation über den Anspruch auf berufliche Massnahmen und eine Invalidenrente neu verfügen werde (Urk. 10).

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) kann der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt.

Die neue Verfügung oder der neue Einspracheentscheid beendet den Streit insoweit, als damit den Anträgen der beschwerdeführenden Partei entsprochen wird.

2. Die IV-Stelle beantragt vorliegend sinngemäss, die Beschwerde sei in dem Sinne gutzuheissen, dass die Sache an sie zurückzuweisen sei, damit sie nach durchgeführter Hospitalisation des Beschwerdeführers die beruflichen Massnahmen und den Rentenanspruch im Einzelnen abkläre und anschliessend neu verfüge (Urk. 10 S. 1).

Während der Frist zur Vernehmlassung hat die Beschwerdegegnerin den angefochtenen Einspracheentscheid und die Verfügung vom 22. März 2006 zwar im Sinne einer Wiedererwägung aufgehoben und die Vorbescheide vom 16. Feb-ruar 2007 (Urk. 12, Urk. 13/1) erlassen, jedoch lediglich Antrag auf Rück-weisung der Angelegenheit zu weiteren Abklärungen gestellt.

Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2004 i.S. K., U 199/02, Erw. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 Erw. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 3), weshalb die Anträge der Parteien im Ergebnis übereinstimmen.

Demnach ist in Gutheissung der Beschwerde der angefochtene Einspracheentscheid vom 1. September 2006 (Urk. 2) betreffend erstmalige berufliche Massnahmen und Invalidenrente aufzuheben und die Sache zu weiteren Abklärungen, insbesondere beruflicher Massnahmen nach durchgeführter stationärer Hospitalisation zurückzuweisen.

Das Gericht beschliesst:

Die am 21. Dezember 2006 angeordnete Sistierung des Prozesses (vgl. Urk. 8) wird aufgehoben.

und erkennt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 1. September 2006 betreffend erstmalige berufliche Massnahmen und Invalidenrente aufgehoben, und es wird die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen, damit diese namentlich über die beruflichen Massnahmen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  A.\_\_\_, unter Beilage einer Kopie von Urk. 10
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherung
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

disability insurancereconsiderationremandvocational measurespsychiatric reportcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appealed objection decision denying initial vocational measures and an invalidity pension should be set aside and the matter remanded for further investigation after reconsideration.

Decisione estratta

The appeal was granted; the objection decision was set aside and the case remanded to the IV office for further clarification, especially regarding vocational measures after inpatient hospitalization.

Motivazione estratta

Under Art. 53(3) ATSG, an insurer may reconsider while the appeal is pending. A remand to the administration for further clarification and a new decision counts as full success for the appellant, so the parties' requests coincided in result.

Questione giuridica chiave

Who bears the court costs?

Decisione estratta

Court costs of CHF 300 were imposed on the respondent.

Motivazione estratta

As the respondent's reconsideration led to a remand that amounted to the appellant's full success, the respondent had to bear the costs.

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