Unemployment benefits denied for lack of contribution period

AL.2012.00027Tribunale delle assicurazioni sociali19 mar 2012Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Zurich Social Insurance Court dismissed the claimant’s complaint against Unia’s objection decision denying unemployment benefits. The court held that he did not satisfy the contribution-period requirement and could not invoke the exemption under Art. 14 AVIG. In particular, his reliance on the invalidity pension decision could not be reviewed within unemployment-insurance proceedings. Because no entitlement to unemployment compensation existed, a claim for export of benefits for job search in the EU also failed. The court ordered the proceedings to be free of charge.

Massima Omnilex

Art. 8 Abs. 1 lit. e, Art. 13 and Art. 14 AVIG; contribution period exemption and entitlement to unemployment compensation: Art. 14 Abs. 2 AVIG is reserved for insured persons who, because of a qualifying event occurring within the preceding year and while domiciled in Switzerland, are unexpectedly compelled to take up or expand gainful employment. A pension granted under invalidity insurance cannot, in unemployment-insurance proceedings, be attacked indirectly as a means of invoking exemption from the contribution period; if the minimum contribution period is not met and no statutory exemption applies, unemployment benefits must be refused, and any derivative claim to benefit export falls with the main claim.

Testo completo

AL.2012.00027

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Gerichtsschreiber Vogel

Urteil vom 20. März 2012

in Sachen

A.___

Beschwerdeführer

gegen

Unia Arbeitslosenkasse

Werdstrasse 36, Postfach 8269, 8036 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Beschwerdegegnerin in Bestätigung ihrer Verfügung vom 16. November 2011 mit Einspracheentscheid vom 20. Januar 2012 die Anspruchsberechtigung des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung verneint hat (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 25. Januar 2011 (recte: 2012), mit welcher der Beschwerdeführer sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und die Ausrichtung von Leistungen der Arbeitslosenversicherung beantragt hat (Urk. 1), in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 1. März 2012 (Urk. 17) und in die Stellungnahme des Beschwerdeführers zur Beschwerdeantwort vom 15. März 2012 (Urk. 21),

unter Hinweis auf die mit dem angefochtenen Einspracheentscheid bestätigte Kassenverfügung vom 16. November 2011 (Urk. 18/I/10),

unter weiterem Hinweis auf die Eingaben des Beschwerdeführers, welche am 26. Januar 2012 (Urk. 4), am 3. Februar 2012 (Urk. 7 und 8), am 8. Februar 2012 (Urk. 10, 11/1-4), am 13. Februar 2012 (Urk. 12), am 6. Februar 2012 (Urk. 13), am 28. Februar 2012 (Urk. 14 und 15) und am 1. März 2012 (Urk. 16) eingegangen sind und keinen erkennbaren Bezug zum vorliegenden Beschwerdeverfahren haben,

in Erwägung,

dass die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid und in der mit diesem bestätigten Verfügung die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen zur Beitragszeit (Art. 8 Abs. 1 lit. e in Verbindung mit Art. 13 des Bundesgesetzes über die Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG]) und zur Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit (Art. 14 AVIG) zutreffend wiedergegeben hat, weshalb darauf verwiesen werden kann,

dass zu ergänzen ist, dass gemäss Art. 14 Abs. 2 AVIG Personen von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind, die wegen Trennung oder Scheidung der Ehe, wegen Invalidität oder Todes des Ehegatten oder wegen Wegfalls einer Invalidenrente gezwungen sind, eine unselbständige Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder zu erweitern und dass diese Regel nur dann gilt, wenn das betreffende Ereignis nicht mehr als ein Jahr zurückliegt und die betroffene Person beim Eintritt dieses Ereignisses ihren Wohnsitz in der Schweiz hatte,

dass Art. 14 Abs. 2 AVIG in erster Linie für jene Fälle vorgesehen ist, in denen die Person, welche durch Geldzahlungen an den Unterhalt der Familie beiträgt, oder die Erwerbsquelle, plötzlich aus- oder weggefallen ist, und somit auf Versicherte zielt, die nicht auf die Aufnahme, Wiederaufnahme oder Ausdehnung der Erwerbstätigkeit vorbereitet sind und aus wirtschaftlicher Notwendigkeit heraus in verhältnismässig kurzer Zeit neu disponieren müssen (BGE 137 V 133 E. 4.2 mit Hinweisen),

dass der Beschwerdeführer bei einem durch eine rechtskräftige Verfügung festgelegten Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente der Invalidenversicherung bezieht (Urk. 18/I/2, 18/II/17, 18/II/18, 18/III/1),

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Invalidenversicherung richte ihm diese Rente zu Unrecht aus, im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Verfahren nicht gehört werden kann, da beim Vorliegen des Entscheides der Invalidenversicherung Art. 15 Abs. 3 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) nicht zur Anwendung gelangt,

dass sich der Beschwerdeführer daher nicht auf einen der in Art. 14 Abs. 2 AVIG statuierten Gründe für die Befreiung von der Erfüllung der Beitragspflicht berufen kann,

dass der Beschwerdeführer sodann nicht bestreitet, dass er während der Rahmenfrist für die Beitragszeit keine mindestens zwölfmonatige beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat,

dass ein Anspruch auf Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung somit zu verneinen ist,

dass daher auch kein Anspruch auf Leistungsexport für die Stellensuche in der Europäischen Union besteht,

dass die Beschwerde nach dem Gesagten abzuweisen ist,

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  A.\_\_\_
    
  •  Unia Arbeitslosenkasse
    
  •  seco - Direktion für Arbeit
    
  •  Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Parole chiave

unemployment insurancecontribution periodexemption from contributionsinvalidity pensionbenefit exportappellate reviewfree legal costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the claimant was entitled to unemployment benefits despite lacking the required contribution period.

Decisione estratta

No. He had not completed the minimum twelve months of contributory employment and could not invoke any exemption from the contribution-period requirement.

Motivazione estratta

The court held that Art. 14(2) AVIG did not apply because the claimant relied on an invalidity pension decision rather than on a qualifying event such as divorce, death of a spouse, or loss of an invalidity pension in the statutory sense. His challenge to the validity of the disability pension could not be examined in unemployment-insurance proceedings.

Questione giuridica chiave

Whether the claimant could rely on exemption from the contribution period under Art. 14 AVIG.

Decisione estratta

No. The statutory grounds for exemption were not met.

Motivazione estratta

Art. 14(2) AVIG is aimed at persons unexpectedly compelled to resume or expand employment after a recent qualifying event; that situation was not present here.

Questione giuridica chiave

Whether the claimant had a right to export unemployment benefits for job search in the European Union.

Decisione estratta

No, because no entitlement to unemployment compensation existed in the first place.

Motivazione estratta

The export claim depended on an underlying entitlement to unemployment benefits, which was denied.

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