Legal aid denied for failure to cooperate

VO120037Tribunale superiore4 mag 2012Dismissed

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Sintesi Omnilex

A._____ applied for free legal aid and appointment of counsel in a maintenance dispute against his father. The Obergericht president gave him a deadline to substantiate the application and submit documents, later extended it, but no filing followed. The court therefore denied legal aid and refused to appoint counsel, holding that the applicant failed to comply with his duty to cooperate. The legal-aid proceeding itself was declared free of charge. The decision also states that it may be challenged by complaint within 10 days.

Massima Omnilex

Art. 119 Abs. 6 ZPO, Art. 121 ZPO; legal aid may be refused when the applicant fails to comply with the court’s duty-of-cooperation obligations and does not submit the requested clarifications and documents within the set deadline, despite warning of the consequence of non-compliance. The denial of legal aid entails refusal of court-appointed counsel. Proceedings on legal aid are cost-free. For the purposes of appeal, a first-instance decision by the cantonal superior court president is subject to complaint under Art. 319 lit. b ZPO (consid. 1.2, 2.1–2.2).

Testo completo

Obergericht des Kantons Zürich Präsident

Geschäfts-Nr.: VO120037-O/U Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident Dr. H.A. Müller sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu-Zweifel

Urteil vom 4. Mai 2012

in Sachen

A._____, Gesuchsteller

betreffend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege

Erwägungen: 1. Ausgangslage 1.1. Am 12. März 2012 ging beim Präsidenten des Obergerichts des Kantons Zü- rich ein Gesuch von A._____ (nachfolgend: Gesuchsteller) um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für ein Verfahren gegen seinen Vater be- treffend Unterhaltszahlungen ein. Gleichzeitig ersuchte A._____ um die Be- stellung von Rechtsanwalt X._____, ... [Adresse], als unentgeltlichen Rechtsvertreter (act. 1 und 2). Zur Begründung führte der Gesuchsteller aus, er befinde sich zurzeit in der Lehre, nachdem er im Jahre 2011 die Lehrab- schlussprüfung nicht bestanden habe. Der Vater habe mittels Anwalt erwir- ken können, dass er ihm, dem Gesuchsteller, keine Unterhaltsbeiträge mehr bezahlen müsse (act. 1). 1.2. In der Folge setzte das Gericht dem Gesuchsteller mit Verfügung vom 15. März 2012 Frist zur Konkretisierung seines Gesuchs sowie zur Einrei- chung diverser Unterlagen an, mit der Androhung, dass das Gesuch im Un- terlassungsfalle abgewiesen werde (act. 4). Auf Antrag hin wurde die Frist sodann bis zum 19. April 2012 verlängert (act. 6). Innert erstreckter Frist gingen beim Gericht weder eine Eingabe noch die eingeforderten Unterla- gen ein. Damit ist das Gesuch entsprechend der Androhung in der Verfü- gung vom 15. März 2012 sowie mit Blick auf die Verletzung der in besagter Verfügung dargelegten Mitwirkungspflicht (Urk. 4 S. 3) ohne Weiterungen abzuweisen. 2. Kosten und Rechtsmittel 2.1. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO ist das Verfahren um unentgeltliche Rechts- pflege kostenlos. 2.2. Wird die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise abgelehnt oder entzogen, so kann der Gesuchsteller den Entscheid mit Beschwerde ge- mäss Art. 121 ZPO beim Obergericht anfechten. Dass vorliegend der Ober-

gerichtspräsident über das Gesuch befindet, vermag daran nichts zu ändern. Der Obergerichtspräsident fällt in diesem Verfahren einen erstinstanzlichen Entscheid i.S.v. Art. 319 lit. b ZPO und fungiert nicht als obere kantonale In- stanz, gegen deren Entscheide lediglich ein Rechtsmittel ans Bundesgericht gegeben wäre. Es wird erkannt: 1. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. Ein unent- geltlicher Rechtsbeistand wird nicht bestellt. 2. Das obergerichtliche Verfahren ist kostenlos. 3. Schriftliche Mitteilung gegen Empfangsschein an den Gesuchsteller. 4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Oberge- richt des Kantons Zürich, Zivilkammern, Postfach 2401, 8021 Zürich, einge- reicht werden. In der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen. Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO). Zürich, 4. Mai 2012 __________________________________ OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Leu-Zweifel

versandt am:

Parole chiave

legal aidduty of cooperationappointed counselcost-free proceedingsmaintenancedeadlineprocedural default

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the request for free legal aid should be granted despite the applicant's failure to comply with the court's request for clarification and documents.

Decisione estratta

No. The request was denied because the applicant did not meet his duty to cooperate and ignored the court's deadline despite a warning that non-compliance would lead to dismissal.

Motivazione estratta

The applicant was given a deadline, later extended, to clarify the request and submit documents. No filing was made within the extended period, so the request had to be rejected without further inquiry.

Questione giuridica chiave

Whether an appointed free legal representative should be assigned.

Decisione estratta

No appointed counsel was granted because legal aid was denied.

Motivazione estratta

The request for counsel was dependent on the legal aid application, which failed.

Questione giuridica chiave

Whether the proceedings concerning legal aid are free of court costs.

Decisione estratta

Yes. The legal aid proceeding itself is cost-free.

Motivazione estratta

The court relied on Art. 119(6) ZPO, which provides that proceedings on legal aid are free of charge.

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