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SB160383 ΓÇó No entry into criminal appeal for missing appeal statement
SB160383Tribunale superiore29 set 2016Dismissed
The Zurich Cantonal Court of Appeal, Criminal Chamber, held that the private prosecutor's appeal against the district court judgment in a simple assault case was inadmissible because he filed only a notice of appeal and failed to submit an appeal statement within the statutory time limit. Since he had been granted legal aid, the costs of the appeal proceedings were charged to the court treasury despite his defeat. The appointed defense counsel's request for compensation was denied because counsel waived any fee claim.
Art. 399 Abs. 3, Art. 403 Abs. 1 and 3 StPO; failure to file an appeal statement within the prescribed period renders the appeal inadmissible. The appellate court does not examine the merits if the statutory prerequisites for entering into the appeal are not met. Where the unsuccessful appellant benefits from legal aid under Art. 136 StPO, procedural costs are borne by the court treasury pursuant to Art. 136 Abs. 2 lit. b StPO, notwithstanding the general cost rule of Art. 428 Abs. 1 sentence 2 StPO. A fee is not awarded to counsel if the claim for compensation is expressly waived.
Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: SB160383-O/U/cwo
Mitwirkend: Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, die Oberrichterinnen lic. i ur. L. C hi tvanni und li c. i ur. C h. von Moos sowie die Gerichtsschreiberin lic. i ur. A. Truni nger Beschluss vom 29. September 2016
i n Sachen
A., Privatkläger und Berufungskläger unentgeltli ch vertreten durch Rechtsanwalt li c. i ur. X.
sowie
Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, Anklägerin
gegen
B., Beschuldigter und Berufungsbeklagter amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. Y.
betreffend einfache Körperverletzung etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 15. Juni 2016 (GG160028)
Erwägungen: 1. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht, vom 15. Juni 2016 liess der Privatkläger zwar Berufung anmelden (Urk. 45), innert der Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO aber keine Berufungserklärung einreichen. Deshalb ist auf die Berufung gestützt auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO nicht einzutreten. 2. Dem Privatkläger wurde die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 136 StPO gewährt (Urk. D2/13/4). Die Kosten des Berufungsverfahrens, sind somit – trotz Unterliegens des Privatklägers (Art. 428 Abs. 1 Satz 2 StPO) – auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 136 Abs. 2 lit. b StPO). Die amtliche Verteidigerin des Beschuldigten hat für das vorliegende Verfahren auf die Geltendmachung einer Entschädigung verzichtet (vgl. Urk. 51). Es wird beschlossen: 1. Auf die Berufung des Privatklägers vom 24. Juni 2016 gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht, vom 15. Juni 2016 wi rd ni cht eingetreten. 2. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse genommen. 3. Dem unentgeltlichen Rechtsvertreter des Privatklägers wird keine Entschädigung zugesprochen. 4. Schri ftli che Mi ttei lung an − die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft Zürich-Si hl − die Vertretung des Privatklägers (im Doppel für sich und die Privatklägerschaft) sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz.
Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer
Züri ch, 29. September 2016
Der Präsident:
Dr. iur. F. Bollinger
Die Gerichtsschreiberin:
lic. i ur. A. Truni nger