Appeal withdrawn in maintenance neglect case

SB150512Tribunale superiore2 mag 2016Withdrawn

Sintesi

The Zurich Court of Appeal, Criminal Chamber, dealt with a private complainant's appeal against a judgment of the District Court of Horgen in a criminal case concerning neglect of maintenance obligations. After the appeal had been properly lodged and a security deposit of CHF 5,000 paid, the appellant withdrew the appeal before the scheduled hearing. The court therefore struck the case from the docket, held the first-instance judgment to be final, set appellate costs at CHF 2,000, charged those costs to the appellant, and ordered the remaining CHF 3,000 of the security deposit returned.

Regest

Art. 428 Abs. 1 StPO; withdrawal of an appeal in criminal appellate proceedings: where the appellant withdraws the appeal before the hearing, the appellate court discontinues the proceedings and the challenged judgment becomes final. Costs are allocated according to success and failure; after withdrawal, the appellant bears the appellate costs in full. A process security deposit may be used to cover those costs, with any excess to be refunded.

Testo completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SB150512-O/U

Mitwirkend: Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Vorsitzender, Oberrichterin lic. iur. L. Chitvanni und Ersatzoberrichter lic. iur. Th. Vesely sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Baumgartner Beschluss vom 2. Mai 2016

i n Sachen

A., Privatklägerin und Berufungsklägerin vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X.

sowie

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. C. Wiederkehr, Anklägerin

gegen

B._____, Beschuldigter und Berufungsbeklagter betreffend Vernachlässigung von Unterhaltspflichten Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht, vom 17. September 2015 (GG150019)

Erwägungen: 1. Am 24. September 2015 meldete die Privatklägerin gegen das Urteil des Be- zirksgerichts Horgen vom 17. September 2015 Berufung an (Urk. 26). Fristgerecht ging bei der hiesigen Kammer am 17. Dezember 2015 die Berufungserklärung der Privatklägerin ein (Urk. 32). Ebenfalls innert angesetzter Frist leistete die Privat- klägerin ei ne Prozesskaution von Fr. 5'000.-- (Urk. 37). 2. Mit Eingabe vom 21. April 2016, hierorts eingegangen am 22. April 2016, liess die Privatklägerin die gegen das vorinstanzliche Urteil angemeldete Berufung zu- rückziehen (Urk. 49). Das Verfahren ist demgemäss als durch Rückzug der Be- rufung erledigt abzuschreiben. 3. Die Vorbereitungen für die auf den heutigen Tag anberaumte Berufungs- verhandlung waren im Zeitpunkt des Rückzugs der Berufung bereits weitgehend abgeschlossen. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist somit auf Fr. 2'000.-- festzusetzen. Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). In- folge des Rückzugs der Berufung durch die Privatklägerin si nd i hr die Kosten für das Rechtsmittelverfahren in vollem Umfang aufzuerlegen. Die Privatklägerin hat eine Prozesskaution von Fr. 5'000.-- geleistet, wovon der Betrag von Fr. 2'000.-- zu beziehen ist. Der Überschuss von Fr. 3'000.-- ist an die Privatklägerin zurück- zuerstatten. Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufung erledigt abgeschrieben. Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 17. September 2015 rechtskräftig. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'000.-- .

  1. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Privatklägerin auferlegt und von der von i hr geleisteten Prozesskaution bezogen. Der Überschuss der Prozesskaution wird an die Privatklägerin zurückerstattet. 4. Schri ftli che Mi ttei lung an − den Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis − den Rechtsvertreter der Privatklägerin RA lic. iur. X._____ im Doppel für sich und die Privatklägerin A._____ sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an − die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten) 5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtli che Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes- gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Züri ch, 2. Mai 2016

Der Präsident:

Dr. iur. F. Bollinger

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. C. Baumgartner

Parole chiave

appeal withdrawalcostssecurity depositcriminal procedurefinality