Appeal withdrawn; first-instance judgment becomes final

SB120486Tribunale superiore25 feb 2013Dismissed

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Sintesi Omnilex

The Zurich Cantonal Court of Appeal, Criminal Chamber, struck the appeal out of the record after the defendant withdrew it. As a result, the prosecution’s cross-appeal lapsed, the defendant’s recusal request against the former presiding judge became moot, and the district court judgment of 15 June 2012 became final. The defendant was ordered to bear the appellate costs, while the costs of ex officio defence were charged to the court treasury subject to reimbursement.

Massima Omnilex

Art. 401 Abs. 3 StPO; withdrawal of appeal and effect on cross-appeal: where the appellant withdraws the appeal, the appellate proceedings are discontinued and any dependent cross-appeal falls away. The first-instance judgment then attains legal force. Costs follow the party withdrawing the appeal under Art. 428 Abs. 1 StPO; costs of appointed defence are borne provisionally by the public treasury, subject to reimbursement under Art. 135 Abs. 4 StPO.

Testo completo

Obergericht des Kantons Zürich II. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SB120486-O/U

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Ruggli, Präsident, lic. iur. et phil. Glur und Er- satzoberrichterin lic. iur. Bertschi sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Höfliger Beschluss vom 25. Februar 2013

in Sachen

A._____, Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, Anklägerin, Berufungsklägerin und Anschlussberufungsklägerin

betreffend mehrfache Vergewaltigung etc. und Widerruf

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich (2. Abteilung) vom 15. Juni 2012 (DG110386)

Erwägungen: 1. Mit Eingabe vom 19. Juni 2012 meldete der Beschuldigte gegen das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich (2. Abteilung) vom 15. Juni 2012 Berufung an (Urk. 132). Mit Schreiben vom 21. November 2012 liess der Beschuldigte seine Berufungserklärung einreichen (Urk. 173). Innert der mit Präsidialverfügung vom 23. November 2012 angesetzten Frist (Urk. 174) erklärte die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl mit Schreiben vom 13. De- zember 2012 Anschlussberufung (Urk.179). 2. Mit Präsidialverfügung vom 10. Dezember 2012 wurde Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ auf sein Ersuchen hin als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten ent- lassen (Urk. 178). Mit Präsidialverfügung vom 21. Dezember 2012 wurde Rechts- anwalt Dr. iur. X1._____ auf Vorschlag des Beschuldigten als neuer amtlicher Verteidiger bestellt (Urk. 183). 3. Mit Schreiben vom 21. Januar 2013 ersuchte der amtliche Verteidiger den Präsidenten der II. Strafkammer, in den Ausstand zu treten, weil dieser als bishe- riger Verfahrensleiter dem mit Schreiben vom 9. Januar 2013 gestellten Begehren des amtlichen Verteidigers, die Anschlussappellation der Staatsanwaltschaft Zü- rich-Sihl aus dem Recht zu weisen, nicht nachgekommen war (Urk. 191, vgl. Urk. 185 und 186). 4. Mit Eingabe des amtlichen Verteidigers vom 13. Februar 2013, eingegangen am 14. Februar 2013, hat der Beschuldigte seine Berufung zurückgezogen (Urk. 195). Damit wird auch das Ausstandsbegehren gegen den bisherigen Ver- fahrensleiter gegenstandslos. Sodann fällt die Anschlussberufung der Staatsan- waltschaft Zürich-Sihl dahin (Art. 401 Abs. 3 StPO). 5. Das Verfahren ist demgemäss als durch Rückzug der Berufung erledigt ab- zuschreiben. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschuldigte kosten- pflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO).

Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufung erledigt abgeschrieben. Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich (2. Abteilung) vom 15. Juni 2012 rechtskräftig. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: Fr. 500.00 ; die weiteren Kosten betragen: Fr.

amtliche Verteidigung (ausstehend)

  1. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtli- chen Verteidigung werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 4. Schriftliche Mitteilung an − den amtlichen Verteidiger, im Doppel für sich und zuhanden des Be- schuldigten − die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl − den unentgeltlichen Rechtsbeistand der Privatklägerin B., Rechtsanwalt lic. iur. Y., ... [Adresse], im Doppel für sich und zu- handen der Privatklägerin − die Privatklägerin Soziale Dienste C._____, ... [Adresse] sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfäl- liger Rechtsmittel an − die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten) 5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge- richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich II. Strafkammer

Zürich, 25. Februar 2013

Der Präsident:

Oberrichter lic. iur. Ruggli

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Höfliger

Parole chiave

appeal withdrawalcross-appealfinalitycost allocationex officio defencerecusal mootness

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the defendant's withdrawal of the appeal terminates the appellate proceedings and renders the first-instance judgment final.

Decisione estratta

The appeal was withdrawn, so the proceedings were struck off and the district court judgment became final.

Motivazione estratta

Once the defendant withdrew the appeal, the court held the request for recusal of the former case manager became moot and the prosecution's cross-appeal lapsed under Art. 401(3) CCP. The case was therefore discontinued by withdrawal of the appeal.

Questione giuridica chiave

Allocation of appellate costs after withdrawal of the appeal.

Decisione estratta

The defendant bears the appellate costs, except for the costs of ex officio defence, which are charged to the court treasury subject to reimbursement under Art. 135(4) CCP.

Motivazione estratta

Because the defendant caused the termination by withdrawing the appeal, he was ordered to pay the costs; the appointed defence costs were temporarily borne by the public purse.

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