Supplementing cost orders and legal-aid counsel fees

RV180004Tribunale superiore5 apr 2018Modified

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Sintesi Omnilex

Following a Federal Court remand, the Zurich High Court supplemented its earlier dispositives on costs in the exequatur proceedings and fixed the applicant’s legal-aid counsel’s remuneration. It ordered that the first- and second-instance court fees be allocated to the applicant but temporarily assumed by the court treasury under legal aid, with reimbursement reserved under Art. 123 CPC. It also awarded Dr. X._____ CHF 2,196.10 for the first-instance work and CHF 657.25 for the second-instance work, totaling CHF 2,853.35, without VAT because the applicant lives abroad. No costs were charged for the remand proceeding.

Massima Omnilex

Art. 123 ZPO; legal aid and cost allocation after remand; where legal aid has been granted, the dispositive on costs must expressly allocate the fees to the aided party while providing that they are temporarily borne by the court treasury, subject to later reimbursement. Counsel appointed under legal aid is to be compensated from the treasury according to the applicable fee regulations; if the work cannot be distinctly allocated between proceedings, an equitable apportionment is permissible. No VAT surcharge is due where the conditions for such an addition are absent.

Testo completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RV180004-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. D . Scherrer und Oberrichter lic. i ur. M. Spahn sowie Gerichts- schreiber lic. i ur. C h. Büchi Beschluss vom 5. April 2018

in Sachen

A._____, Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin

vertreten durch Fürsprecher Dr. X._____,

gegen

B._____, Gesuchsgegner und Beschwerdegegner

betreffend Anerkennung und Vollstreckbarerklärung

Beschwerde gegen einen Entscheid des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 4. August 2017 (EZ170035-L)

Rückweisung: Urteil des Bundesgerichts vom 1. März 2018 (vormaliges Verfahren: RV170007-O)

Nach Einsicht in das Urteil der II. zivilrechtlichen Abteilung am Bundesge- richt vom 1. März 2018, womit in Gutheissung der Beschwerde und dahingehen- der Aufhebung der Urteile RV170007-O/U und RV 170008-O/U der Kammer vom 22. Dezember 2017 der Gesuchstelleri n und Beschwerdeführeri n für das erst- und zweitinstanzliche Exequaturverfahren die unentgeltliche Rechtspflege erteilt und die Sache zur Bestimmung des Honorars ihres Rechtsvertreters, Fürsprecher Dr. X._____, für die kantonalen Verfahren an die Kammer zurückgewiesen wurde (Urk. 16 S. 7, Disp.-Ziff. 1 und 2), sowie

nach Einsicht in die Eingabe von Fürsprecher Dr. X._____ vom 20. März 2018, womit er für sei ne Bemühungen und Barauslagen als unentgeltli cher Rechtsvertreter der Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin im ersti nstanzli chen Verfahren um Auszahlung ei ner Entschädi gung von Fr. 2'196.10 (Fr. 2'050.– [Ho- norar] + Fr. 146.10 [Barauslagen]) sowie für die Verfahren RV170007 und RV170008 zusammen eine Entschädigung von Fr. 1'314.50 (inkl. Barauslagen) verlangt, weshalb es sich rechtfertigt, ihm für die beiden Verfahren jeweils die Hälfte (Fr. 657.25) seiner Aufwendungen zu vergüten, da diese nicht nach dem jeweiligen Verfahren ausgeschieden wurden, da die Entschädigungen als angemessen erscheinen (vgl. § 4 Abs. 1 und 2, § 9, § 11 Abs. 1 und zusätzli ch i m zwei ti nstanzli che n Verfahren § 13 Abs. 1 und 2 AnwGebV), da kein Mehrwertsteuerzusatz zu entrichten ist, weil die Gesuchstelleri n und Beschwerdeführerin i m Ausland wohnhaft i st,

wird beschlossen: 1. Dispositiv-Ziffer 3 des Entscheides des Einzelgerichts Audienz am Bezi rks- gericht Zürich vom 4. August 2017 (Geschäfts-Nr. EZ170035-L) wird wie folgt ergänzt: "3. Die Entscheidgebühr von Fr. 100.– wird der Gesuchstellerin auferlegt, jedoch zufolge der ihr gewährten unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten." 2. Dispositiv-Ziffer 4 des Entscheides der Kammer vom 22. Dezember 2017 (Geschäfts-Nr. RV170007-O) wird wie folgt ergänzt: "4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin auferlegt, jedoch zufolge der ihr gewährten unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten." 3. Fürsprecher Dr. X._____ wi rd für sei ne Bemühungen und Barauslagen als unentgeltlicher Rechtsvertreter der Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin i m ersti nstanzli che n Verfahren mit Fr. 2'196.10 und im zweitinstanzlichen Verfahren (RV170007) mit Fr. 657.25, also total Fr. 2'853.35, aus der Ge- richtskasse entschädigt. Die Nachzahlungspflicht der Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin ge- mäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 4. Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten erhoben. 5. Schri ftli che Mi ttei lung an Fürsprecher Dr. X._____ (im Doppel für sich und die Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin) gegen Empfangsschein sowie an die Obergerichtskasse und die Vorinstanz.

  1. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 2'853.35. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 5. April 2018

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Der Gerichtsschreiber:

li c. i ur. C h. Büchi

versandt am: am

Parole chiave

legal aidcourt costscounsel feesremandcost allocationVATexequatur

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the first-instance cost order had to be supplemented to reflect legal aid

Decisione estratta

The first-instance dispositive was supplemented so that the CHF 100 court fee is borne by the applicant but initially charged to the court treasury under legal aid, subject to Art. 123 CPC.

Motivazione estratta

Because legal aid had been granted, the dispositive had to expressly state the provisional charge to the court treasury and reserve the duty to reimburse later.

Questione giuridica chiave

Whether the second-instance cost order had to be supplemented in the same way

Decisione estratta

The second-instance dispositive was supplemented identically, with costs allocated to the applicant but temporarily assumed by the court treasury under legal aid, subject to Art. 123 CPC.

Motivazione estratta

The remand required completion of the earlier appellate dispositive to align it with the granted legal aid.

Questione giuridica chiave

How much compensation the legal-aid lawyer should receive for the first and second instance proceedings

Decisione estratta

Dr. X._____ was awarded CHF 2,196.10 for the first instance and CHF 657.25 for the second instance, totaling CHF 2,853.35, payable from the court treasury.

Motivazione estratta

The requested fees and disbursements were considered appropriate; because the applicant lived abroad, no VAT surcharge was due.

Questione giuridica chiave

Whether costs should be charged in the present remand proceeding

Decisione estratta

No costs were levied for the present proceeding.

Motivazione estratta

The court dispensed with costs in the current remand order.

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