Appeal dismissed as time-barred in recognition case

RV180002Tribunale superiore9 mar 2018Dismissed

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Sintesi Omnilex

The Zurich High Court held that the appellant’s challenge to the Bezirksgericht Zurich’s non-entry order was untimely. Because the applicant had failed to designate a Swiss address for service, the lower court could validly serve by publication in the cantonal gazette. The 10-day appeal period had therefore expired before the appeal was posted in Serbia and received in Switzerland. The court did not enter upon the appeal, fixed the second-instance fee at CHF 250, charged it to the appellant, and denied the respondent party compensation.

Massima Omnilex

Art. 141, 142, 143, 321 Abs. 2, 335 Abs. 3 and 339 Abs. 2 ZPO; service by publication and calculation of the appeal period. Where a party, despite explicit warning, fails to designate a Swiss domicile for service, service by publication in the cantonal official gazette is permissible and deemed effective on the publication date. The statutory appeal period runs from that deemed service date. An appeal is timely only if filed with the court or handed over to a Swiss post/diplomatic mission before expiry; posting abroad is insufficient. If the appeal is late, the appellate court must not enter upon it. Costs follow the outcome; party compensation is refused absent compensable expenses.

Testo completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RV180002-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichtsschreiber lic. i ur. F. Rieke Beschluss vom 9. März 2018

i n Sachen

A., Gesuchsteller und Beschwerdeführer vertreten durch B.

gegen

C._____, Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Anerkennung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts Audienz am Bezirks- gericht Zürich vom 20. Dezember 2017 (EZ170023-L)

Erwägungen: 1. a) Mit Eingabe vom 23. März 2017 stellte der Gesuchsteller beim Gemeindeamt des Kantons Zürich das Gesuch um Anerkennung des Urteils des Amtsgerichts i n D._____ (Serbien) vom 7. Mai 2009 (P.Nr. 104/09) betreffend Schei dung (Urkunde 2). Das Gemeindeamt des Kantons Zürich überwies dieses Gesuch am 4. April 2017 zuständigkeitshalber an das Bezirksgericht Zürich (Vor- i nstanz; Urk. 1). Die Vorinstanz setzte dem Gesuchsteller mit Verfügung vom 9. Juni 2017 Frist zur Bezei chnung ei nes Zustellungsdomizils in der Schweiz an (Urk. 7). Der Gesuchsteller kam dieser Aufforderung ni cht nach. Mi t Verfügung vom 20. Dezember 2017 trat die Vori nstanz auf das Anerkennungsgesuch vom 23. März 2017 nicht ein und auferlegte die Kosten dem Gesuchsteller (Urk. 22 = Urk. 28). b) Hiergegen hat der Gesuchsteller am 23. Februar 2018 Beschwerde er- hoben und stellt sinngemäss den Beschwerdeantrag (Urk. 27): Die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 20. Dezember 2017 sei aufzu- heben und das (Scheidungs-)Urteil des Amtsgerichts in D._____ vom 7. Mai 2009 (P.Nr. 104/09) sei anzuerkennen. c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer- de sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 2. a) Der Gesuchsteller hat, wie erwähnt, trotz entsprechender Auffor- derung kein Zustellungsdomizil (Adresse für die Zustellung von Gerichtsentschei- den) i n der Schwei z bezei chnet. D aher können Zustellungen an i hn durch Publi- ka tion im kantonalen Amtsblatt erfolgen (Art. 141 Abs. 1 lit. c ZPO), was dem Ge- suchsteller in der Verfügung vom 9. Juni 2017 auch angedroht wurde (Urk. 7). Dementsprechend wurde die angefochtene Verfügung dem Gesuchsteller mittels Publikation im Amtsblatt des Kantons Zürich am tt.mm.2017 eröffnet (Urk. 24, Urk. 26). Die Zustellung gilt damit als an diesem Tag erfolgt (Art. 141 Abs. 2 ZPO).

b) Die Frist zur Erhebung einer Beschwerde gegen die angefochtene Ver- fügung beträgt 10 Tage (Art. 321 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 335 Abs. 3 und Art. 339 Abs. 2 ZPO). Dies ist denn auch in der angefochtenen Verfügung korrekt angegeben worden (Urk. 28 Seite 4 unten). Die Beschwerdefrist lief demzufolge am 8. Januar 2018 ab (Art. 142, Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO). Die Frist wird einge- halten, wenn die Beschwerde bis Fristablauf entweder beim Obergericht einge- reicht wird oder zu Handen des Obergerichts der Schweizerischen Post oder ei- ner schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben wird (Art. 143 Abs. 1 ZPO). c) Vorliegend wurde die Beschwerde erst am 23. Februar 2018 der Post i n E._____ (Serbien) übergeben und ist sogar erst am 27. Februar 2018 bei der Schweizerischen Post und am 1. März 2018 beim Obergericht eingetroffen (vgl. Briefumschlag bei Urk. 27). Die Beschwerde ist daher (weit) verspätet erhoben worden. Auf die Beschwerde kann demgemäss nicht eingetreten werden. 3. a) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangs- gemäss dem unterliegenden Gesuchsteller aufzuerlegen. Der Gesuchgegnerin ist für das Beschwerdeverfahren schon mangels relevanter Umtriebe keine Partei- entschädigung zuzusprechen (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). b) Die Adresse der Gesuchsgegnerin ist nicht bekannt (Urk. 30). Eine Zu- stellung des vorliegenden Entscheids an sie kann unterbleiben, da ihr daraus kein Nachteil erwächst. Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 250.-- festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsteller auferlegt.

  1. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 5. Schri ftli che Mi ttei lung an den Gesuchsteller durch Publikation im Amtsblatt des Kantons Zürich sowie an die Vorinstanz gegen Empfangsschein. Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine nicht ver- mögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 9. März 2018

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. F. Rieke

versandt am: sf

Parole chiave

recognitiondivorce judgmentservice by publicationappeal deadlineinadmissibilitycosts

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal against the first-instance non-entry order was filed within time.

Decisione estratta

The appeal was filed after expiry of the 10-day appeal period and was therefore inadmissible.

Motivazione estratta

Service by publication in the cantonal gazette was valid because the appellant had failed to designate a Swiss address for service despite being ordered to do so. The appeal period began on the deemed date of service and had expired well before the appeal was posted in Serbia and later received in Switzerland.

Questione giuridica chiave

Allocation of appellate costs and party compensation

Decisione estratta

Costs of the appeal proceedings were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded to the respondent.

Motivazione estratta

The appellant was unsuccessful; the respondent incurred no relevant expenses.

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