Non-entry on appeal against deadline for opposition in debt enforcement

RT160050Tribunale superiore4 apr 2016Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Zurich High Court dismissed an appeal against a Meilen District Court order that had set the debtor a final 14-day deadline to file a written statement in a final-decision enforcement proceeding for cantonal and municipal taxes. The appellant's filing was treated as a request for legal aid and a substantive response to the enforcement application, but these requests had to be made before the first-instance court. Because the appeal contained no objections to the challenged order, the court did not enter into the appeal. It waived court costs and denied party compensation.

Massima Omnilex

Art. 322 Abs. 1 ZPO; appeal against a procedural order setting a final time limit for a statement in summary debt-enforcement proceedings; a filing labeled as an appeal is inadmissible where it contains no criticism of the challenged order but instead raises motions that must be addressed to the first instance. The appellate court lacks subject-matter competence for requests for legal aid and substantive submissions to the enforcement application when first to be decided by the lower court. Where the appeal is not entered into, costs may exceptionally be waived and no party compensation is awarded if no relevant expense was incurred (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO; consid. 2-3).

Testo completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT160050-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichter li c. i ur. M. Spahn sowie Gerichts- schreiber lic. i ur. F. Rieke Beschluss vom 4. April 2016

i n Sachen

A._____, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin

gegen

Staat und Stadt Zürich, Gesuchsteller und Beschwerdegegner vertreten durch Steueramt der Stadt Zürich,

betreffend Rechtsöffnung (Frist Stellungnahme)

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 26. Februar 2016 (EB160064-G)

Erwägungen: 1. a) Am 24. Februar 2016 hatten die Gesuchsteller beim Bezirksge- richt Meilen (Vorinstanz) das Gesuch gestellt, es sei ihnen i n der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamts Züri ch 11 (Zahlungsbefehl vom 2. September 2015) für Staats- und Gemeindesteuern 2013 definitive Rechtsöffnung für Fr. 7'173.40 nebst 4.5 % Zins seit 29. August 2015, Fr. 155.10 (Zins auf Steuernachforderung) und Fr. 124.65 (Verzugszins bis 28. August 2015) zu erteilen (Vi-Urk. 1). Mit Ver- fügung vom 26. Februar 2016 ordnete die Vorinstanz das schri ftli che Verfahren an und setzte der Gesuchsgegnerin eine letztmalige Frist von 14 Tagen an, um eine schriftliche Stellungnahme zum Rechtsöffnungsbegehren ei nzurei chen (Vi- Urk. 4 = Urk. 2). b) Hiergegen hat die Gesuchsgegnerin am 18. März 2016 fristgerecht (Vi- Urk. 5) Beschwerde erhoben und stellt den Beschwerdeantrag (Urk. 1 S. 2): "Deswegen ersuche ich Sie mir eine unentgeltliche Rechtshilfe zu gewähren, dem Begehren der Gesuchstellerin nicht nach zu kommen. Zu verfügen, dass die Forderung der Gesuchstellerin per sofort für 12 Monate gestundet werden ohne Zinsen." c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer- de sogleich als unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die Einholung ei- ner Beschwerdeantwort verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 2. Die Gesuchstellerin hat ihre Eingabe ausdrücklich als Beschwerde ge- gen die angefochtene Verfügung bezeichnet. Inhaltlich stellt diese Eingabe jedoch einerseits ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung dar und andererseits eine – wohl: provisorische – Stellungnahme zum Rechtsöff- nungsbegehren. Beides ist jedoch nicht bei der Rechtsmi tteli nstanz ei nzurei chen, sondern bei der Vorinstanz; die Rechtsmittelinstanz ist dafür sachlich nicht zu- ständig. In der Beschwerdeschrift werden denn auch keinerlei Beanstandungen gegen die angefochtene Verfügung erhoben (Urk. 1). Auf die Beschwerde kann daher nicht eingetreten werden.

  1. a) Umständehalber ist für das Beschwerdeverfahren auf die Erhe- bung von Geri chtskosten zu verzi chten. b) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu- sprechen, der Gesuchsgegnerin zufolge ihres Unterliegens, den Gesuchstellern mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). c) Da die Beschwerdeschrift, wie erwähnt, Begehren enthält, welche bei der Vorinstanz anzubri ngen sind (vorstehend Erw. 2), ist das Doppel der Vor- i nstanz zuzustelle n (Art. 52 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben. 3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Vorinstanz, an die Vorinstanz unter Beilage des Doppels von Urk. 1 und an die Gesuchsteller unter Bei la- ge einer Kopie von Urk. 1, je gegen Empfangsschein. Die vori nstanzli chen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine ver- mögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 7'173.40.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 4. April 2016

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. F. Rieke

versandt am: mc

Parole chiave

debt enforcementfinal releaseprocedural admissibilitylegal aidcostsnon-entry

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal against the first-instance procedural order is admissible.

Decisione estratta

The appeal was inadmissible because it contained no cognizable objections against the challenged order and raised requests that had to be directed to the first instance.

Motivazione estratta

The submissions were in substance an application for legal aid and a response to the debt-enforcement request, both to be filed before the first instance; the appellate court lacked subject-matter competence for those requests.

Questione giuridica chiave

Whether costs should be charged for the appeal proceedings.

Decisione estratta

No court costs were imposed in view of the circumstances.

Motivazione estratta

The court waived costs for the appellate proceedings.

Questione giuridica chiave

Whether party compensation should be awarded.

Decisione estratta

No party compensation was awarded to either side.

Motivazione estratta

The appellant lost, and the applicants incurred no compensable effort.

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