Appeal inadmissible for lack of proper grounds

RT130180Tribunale superiore11 nov 2013Dismissed

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Sintesi Omnilex

The Zurich High Court dealt with an appeal by A._____ against a district court order concerning a new-assets objection in enforcement proceedings. The appellant challenged only the costs and compensation consequences, but his filing contained neither a concrete request nor any reasoning addressing the first-instance decision. The court therefore declined to enter into the appeal. It fixed the second-instance fee at CHF 150, charged it to the appellant, and denied any compensation to the respondent insurer because no significant effort had been required.

Massima Omnilex

Art. 320 ZPO; requirements for a complaint in appellate proceedings: the appeal must contain concrete conclusions and a substantiated attack on the challenged decision. A filing that merely indicates disagreement with the cost consequences, without addressing the reasoning of the first instance, is inadmissible. Court costs are allocated according to the outcome under Art. 106 Abs. 1 ZPO; fees in debt-enforcement matters are determined under Arts. 48 and 61 GebV SchKG. Compensation for the opposing party is denied where no material expenditure in the appeal proceedings is shown.

Testo completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT130180-O/U.doc

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Subotic Beschluss vom 11. November 2013

in Sachen

A._____, Gesuchsteller und Beschwerdeführer

gegen

B._____ [Versicherung], Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin

vertreten durch C._____ AG [Versicherung],

betreffend Rechtsvorschlag mangels neuen Vermögens (Kosten- und Entschädigungsfolgen)

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 3. Oktober 2013 (EB130222-E)

Erwägungen: 1. Mit Urteil vom 3. Oktober 2013 bewilligte die Vorinstanz den Rechtsvor- schlag mangels neuen Vermögens des Gesuchstellers und Beschwerdeführers (fortan Gesuchsteller) in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Wald- Fischenthal ZH (Zahlungsbefehl vom 24. Juni 2013) nicht. Ausserdem wurde die Spruchgebühr für das erstinstanzliche Verfahren auf Fr. 300.– festgesetzt und diese Kosten dem Gesuchsteller auferlegt. Der Gesuchsgegnerin und Beschwer- degegnerin (fortan Gesuchsgegnerin) wurde keine Parteientschädigung zuge- sprochen. 2. Hiergegen erhob der Gesuchsteller mit Eingabe vom 15. Oktober 2013 (Da- tum des Poststempels: 21. Oktober 2013) rechtzeitig (vgl. Urk. 7) Beschwerde (Urk. 8). 3.1. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Die Beschwerdeschrift hat konkrete Rechtsbegehren zu enthalten und ist zu be- gründen – worauf schon in der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung hingewie- sen wurde (Urk. 9 S. 3). 3.2. Diesen formellen Anforderungen vermag die Beschwerdeschrift (Urk. 8) des Gesuchstellers klar nicht zu genügen. Weder enthält sie ein auf den erstinstanzli- chen Entscheid bezogenes Rechtsbegehren noch setzt sie sich mit den vo- rinstanzlichen Entscheidgründen auseinander. Lediglich der Überschrift "Be- schwerde gegen die Kosten- und Entschädigungsfolgen" lässt sich entnehmen, dass sich die Beschwerde des Gesuchstellers gegen das vorinstanzliche Kosten- dispositiv (Dispositiv-Ziffern 2-4, Urk. 9) richtet. Somit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

  1. Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 48 und Art. 61 GebV SchKG auf Fr. 150.– festzusetzen und gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO dem Gesuchsteller aufzuerlegen. Der Gesuchsgegnerin ist mangels wesent- licher Umtriebe für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung zuzuspre- chen.

Es wird erkannt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt. 3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Gesuchsteller auferlegt. 4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beila- ge eines Doppels von Urk. 8, sowie an das Bezirksgericht Hinwil, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 300.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 11. November 2013

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. S. Subotic

versandt am: dz

Parole chiave

debt enforcementnew assetsinadmissibilityappellate admissibilitycourt costsparty compensation

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Questione giuridica chiave

Whether the appeal met the formal requirements of a reasoned request and challenge to the first-instance reasoning.

Decisione estratta

The appeal did not contain any concrete request directed at the first-instance decision and did not engage with the reasoning; it was therefore not admissible.

Motivazione estratta

Under Art. 320 ZPO, a complaint must specify the challenged decision, contain concrete relief sought, and be reasoned. The filing failed to do so and only implicitly targeted the cost portion.

Questione giuridica chiave

Allocation of second-instance costs and compensation

Decisione estratta

Second-instance costs of CHF 150 were imposed on the appellant, and no compensation was awarded to the respondent because no substantial effort was shown.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome under Art. 106(1) ZPO; court fees were fixed under Arts. 48 and 61 GebV SchKG. No party compensation was due absent essential expenses.

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