Late payment of cost advance leads to non-entry

RT130001Tribunale superiore13 mar 2013Inadmissible

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The Zurich Court of Appeal dealt with a civil appeal in summary proceedings concerning legal enforcement. The appellant had been given a five-day grace period to pay a CHF 300 cost advance after an earlier order warned that the appeal would otherwise not be heard. He received the grace-period order on 20 February 2013, but paid only on 26 February 2013. The court held the payment to be late and therefore declined to enter into the appeal. It imposed appellate costs of CHF 300 on the appellant, set them off against the belated advance, and awarded no party compensation to the respondent.

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Art. 101 Abs. 3 ZPO; verspätete Leistung des Kostenvorschusses nach angesetzter Nachfrist führt zum Nichteintreten auf das Rechtsmittel. Wird die Nachfrist zur Vorschussleistung mit ausdrücklicher Nichteintretensandrohung angesetzt und der Vorschuss erst nach Ablauf dieser Frist bezahlt, ist das Rechtsmittel unzulässig; eine nachträgliche Heilung ist ausgeschlossen. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen grundsätzlich die unterliegende Partei (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Eine Parteientschädigung setzt relevante Umtriebe der Gegenpartei voraus; bleiben solche aus, entfällt ein Entschädigungsanspruch (Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Testo completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT130001-O/U

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Ersatzoberrichterin lic. iur. R. Blesi Keller sowie Gerichtsschreiber lic. iur. Ch. Büchi Beschluss vom 13. März 2013

in Sachen

A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer

gegen

Stadt B._____, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin

vertreten durch Alimentenhilfe Region ..., Bezirk Hinwil,

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 13. September 2012 (EB120172)

In der Erwägung, dass dem Beschwerdeführer in Anwendung von Art. 101 Abs. 3 ZPO mit Verfü- gung vom 12. Februar 2013 eine einmalige Nachfrist von 5 Tagen angesetzt wor- den war, um den ihm mit Verfügung vom 18. Januar 2013 auferlegten Kostenvor- schuss von Fr. 300.– zu leisten (vgl. Urk. 28; Urk. 27), der Beschwerdeführer die Verfügung vom 12. Februar 2013 gemäss Sen- dungsverfolgung der Schweizerischen Post am 20. Februar 2013 persönlich in Empfang genommen hat (vgl. Urk. 28), die Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses demnach spätestens am 25. Februar 2013 abgelaufen ist, der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss mit Einzahlungs- und Bu- chungsdatum vom 26. Februar 2013 geleistet hat (Urk. 29 + 30), sich die Leistung des Kostenvorschusses damit als verspätet erweist, somit androhungsgemäss auf die Berufung nicht einzutreten ist (vgl. Urk. 28 S. 2, Dispositivziffer 1; Urk. 27 S. 2, Dispositivziffer 1), der Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren ausgangsgemäss kos- tenpflichtig ist (Art. 106 Abs. 1 ZPO), unter Hinweis darauf, dass der Beschwerdegegnerin mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO), dem Beschwerdeführer nicht, weil er unterliegt (Urk. 106 Abs. 1 ZPO), wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt.

  1. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerde- führer auferlegt und mit dem zu spät geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 25, sowie an das Bezirksgericht Hinwil, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 5'850.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 13. März 2013

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Ch. Büchi

versandt am: se

Parole chiave

cost advancegrace periodnon-entrytimelinessappeal costsparty compensation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal had to be entered into despite late payment of the ordered cost advance.

Decisione estratta

No. Because the cost advance was paid only after the expiry of the additional deadline, the court had to decline to enter into the appeal.

Motivazione estratta

The appellant received the order setting the grace period and paid only after the deadline had expired. Since the payment was untimely and the order had warned of non-entry, the appeal was inadmissible.

Questione giuridica chiave

Who bears the costs of the appeal proceedings and whether party compensation is awarded.

Decisione estratta

The appellant bears the appellate costs, which are set at CHF 300 and offset against the late-paid advance; no party compensation is awarded.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome under the procedural rules, while the respondent incurred no relevant expense warranting compensation.

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