progetti
RT120096 ΓÇó Appeal inadmissible for lack of formal requirements
RT120096Tribunale superiore27 giu 2012Dismissed
The Zurich High Court decided an appeal in summary proceedings concerning debt enforcement opening. The debtor challenged a first-instance procedural order setting a 14-day deadline to file a written statement. The court held that the appeal was inadmissible because it contained no concrete prayer for relief and did not clearly identify the challenged part of the order. In addition, no imminent and irreparable disadvantage was shown, which was required for an appeal against such a procedural order. The court also stated that, even if admissible, the appeal would fail because it attacked the underlying settlement and debt claim rather than the procedural order itself. Court costs of CHF 300 were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded.
Art. 320, 319 lit. b Ziff. 2 and 322 Abs. 1 ZPO; admissibility of an appeal against a procedural order in summary proceedings. An appeal must contain concrete requests and clearly indicate the extent of the challenge; otherwise it is inadmissible. Appeal against a procedural order further requires a threatened non-reparable disadvantage to be shown or at least apparent. Under the appeal-by-complaint model, the appellate court reviews only specifically raised objections to the challenged order; grievances directed solely at the underlying substantive claim or its basis do not suffice. Costs follow the outcome; party compensation may be denied absent relevant effort (consid. 2-4).
Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: RT120096-O/U
Mitwirkend: die Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, lic. iur. M. Spahn und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke Beschluss vom 27. Juni 2012
in Sachen
A._____,
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin
gegen
B._____, l
Gesuchsteller und Beschwerdegegner
betreffend Rechtsöffnung
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 29. Mai 2012 (EB120179)
Erwägungen: 1. a) Am 18. Mai 2012 hatte der Beschwerdegegner bei der Vorinstanz ein Rechtsöffnungsbegehren für Fr. 16'000.-- nebst 5 % Zins seit 1. November 2011 gestellt (Vi-Urk. 1); er stützte dieses auf einen gerichtlichen Vergleich vom
nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil dargetan bzw. ersichtlich ist (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). 3. Aber auch wenn auf die Beschwerde einzutreten gewesen wäre, hätte sie abgewiesen werden müssen. Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, a.a.O., N 15 zu Art. 321 ZPO), d.h. die Beschwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachver- halts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. Was nicht gerügt wird, hat Bestand. Die Beschwerde enthält jedoch lediglich Einwendungen gegen die in Betreibung gesetzte Forderung bzw. den gerichtlichen Vergleich, auf dem die Forderung beruht; Rügen gegen die angefochtene Verfügung – sei es gegen das schriftliche Verfahren oder gegen die Dauer der Frist – finden sich darin kei- ne. Die angefochtene Verfügung wäre somit zu bestätigen gewesen, wenn auf die Beschwerde einzutreten gewesen wäre. 4. a) Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwen- dung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf Fr. 300.– festzusetzen. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss der Beschwer- deführerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). b) Dem Beschwerdegegner ist für das Beschwerdeverfahren mangels re- levanter Umtriebe in demselben keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Beschwerdefüh- rerin auferlegt.
Zürich, 27. Juni 2012
Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer
Der Gerichtsschreiber:
lic. iur. F. Rieke
versandt am: ss