Late appeal against procedural order inadmissible

RB170012Tribunale superiore19 giu 2017Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Zurich High Court held that the plaintiff's appeal against a first-instance procedural order was late. Because the order was received on 3 March 2017 and the 10-day appeal period under Art. 321(2) ZPO expired on 13 March 2017, the filing on 21 March 2017 was untimely. The court therefore did not enter into the appeal. It set appellate court costs at CHF 800, charged them to the appellant, and awarded no party compensation.

Massima Omnilex

Art. 321 Abs. 2 ZPO; Art. 124 Abs. 1 ZPO; timeliness of an appeal against a procedural order. A procedural order is subject to the 10-day appeal period of Art. 321(2) ZPO. The period begins upon receipt of the decision and is strict; a filing submitted after expiry is inadmissible. Where inadmissibility is apparent at once, the appellate court may dispense with hearing the respondent (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Costs follow the result under Art. 106(1) ZPO; party compensation is only awarded for necessary procedural effort (Art. 95(3) ZPO).

Testo completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RB170012-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunzi ker Schni der, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschrei- berin lic. i ur. P. Kunz Bucheli Beschluss vom 19. Juni 2017

i n Sachen

A._____, Klägerin und Beschwerdeführerin

gegen

B._____, Dr. med., Beklagter und Beschwerdegegner

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____

betreffend Forderung (Beschränkung des Verfahrens)

Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 23. Februar 2017 (CG170014-L)

Erwägungen: 1. Die Klägerin und Beschwerdeführerin (fortan Klägerin) machte vor Vor- instanz mit Einreichen der Klagebewilligung vom 27. Oktober 2016 am 31. Januar 2017 eine Forderungsklage aus Arzthaftung anhängig (Urk. 1 und Urk. 2). Am 23. Februar 2017 fasste die Vorinstanz folgenden Beschluss (Urk. 9 = Urk. 2): "1. Dem Beklagten wird eine Frist von 10 Tagen ab Zustellung dieses Beschlusses an- gesetzt, um sich zur Zuständigkeit des Bezirksgerichts Zürich zu äussern. Bei Säumnis wird angenommen, der Beklagte ist mit der Zuständigkeit des Bezirks- gerichts Zürich einverstanden. 2. ... (Schriftliche Mitteilung)" 2. Gegen diesen Beschluss erhob die Klägerin mit Eingabe vom 21. März 2017 bei der Vorinstanz Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 1): "1. Es sei festzustellen, dass die Beschlüsse vom 23.02.2017 und vom 9. März 2017 formell mangelhaft sind. Folglich seien die Beschlüsse, als nichtig zu betrachten; 2. Die nichtigen Beschlüsse seien aufzuheben und ein Verfahren gegen Dr. med. B._____ durchzuführen." Die Vorinstanz leitete die Beschwerdeschrift der Klägerin am 29. März 2017 zur Prüfung, ob es si ch dabei um eine Beschwerde handle, an die Kammer weiter (Urk. 3), worauf das vorliegende Beschwerdeverfahren eröffnet wurde. 3. Gemäss Art. 321 Abs. 2 ZPO beträgt die Beschwerdefrist bei der An- fechtung von prozessleitenden Entscheiden - und um ei nen solchen handelt es sich vorliegend (Art. 124 Abs. 1 ZPO) - lediglich 10 Tage. Aus den vorinstanzli- chen Akten ergibt sich, dass der Beschluss vom 23. Februar 2017 von der Kläge- rin am 3. März 2017 in Empfang genommen wurde (Urk. 4/12). Ihre Beschwerde datiert vom 21. März 2017 und wurde gleichentags der schweizerischen Post übergeben (Urk. 1, angeheftete Kopie des Umschlags). Die Beschwerde der Klä- gerin wurde lange nach Ablauf der bis 13. März 2017 dauernden zehntägigen Be- schwerdefrist der Post übergeben und ist somit verspätet. Auf ihre Beschwerde ist daher ni cht ei nzutreten.

  1. Da sich die Beschwerde sogleich als unzulässig erweist, kann vom Einholen einer Beschwerdeantwort des Beklagten und Beschwerdegegners (fort- an Beklagter) abgesehen werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 5. Ausgangsgemäss wird die Klägerin im vorliegenden Beschwerdever- fahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Gestützt auf die Weisung ist einst- weilen von einem Streitwert von Fr. 96'544.– auszugehen (Urk. 4/1). Die Ge- richtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren ist daher i n Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 GebV OG, § 10 GebV OG und § 12 Abs. 1und 2 GebV OG auf Fr. 800.– festzusetzen. Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen, der Klägerin infolge ihres Unterliegens und dem Beklagten mangels erheblicher Um- triebe im Beschwerdeverfahren (Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde der Klägerin wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Klägerin aufer- legt. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage einer Kopie von Urk. 1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt Fr. 30'000.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 19. Juni 2017

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

li c. i ur. P. Kunz Bucheli

versandt am: cm

Parole chiave

appeal deadlineprocedural orderinadmissibilitytimelinesscourt costsparty compensationmedical malpractice

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal against the procedural order was filed within the 10-day time limit.

Decisione estratta

No; the appeal was filed after the expiry of the statutory 10-day period and is therefore inadmissible.

Motivazione estratta

The order qualified as a procedural order under Art. 124(1) ZPO and appeal time ran under Art. 321(2) ZPO. Receipt on 3 March 2017 meant the deadline expired on 13 March 2017; posting on 21 March 2017 was late.

Questione giuridica chiave

Costs and party compensation in the appellate proceedings.

Decisione estratta

The appellant bears the court costs; no party compensation is awarded to either side.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome under Art. 106(1) ZPO; no compensation for the respondent because no substantial work was incurred.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.