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PS180021 ΓÇó Bankruptcy opening set aside for defective summons
PS180021Tribunale superiore9 mar 2018Modified
The Zurich Higher Court allowed the debtor's appeal against the opening of bankruptcy. It held that the debtor had not been properly notified of the bankruptcy hearing: the summons returned uncollected, the substituted service fiction did not apply, and the debtor's right to be heard was violated. The first-instance bankruptcy judgment was annulled. The court then regulated the costs and deposits: first-instance costs of CHF 200 were charged to the debtor, no second-instance fee was imposed, bankruptcy-office costs were borne by the state, and the deposited funds were to be distributed so that the creditor could be paid.
Art. 168 SchKG, Art. 138 ZPO, Art. 53 ZPO, Art. 320 and 327 ZPO; bankruptcy opening may be challenged for procedural defects, in particular for defective summons to the bankruptcy hearing. The service fiction of Art. 138 ZPO is not applicable merely because a bankruptcy warning was served; a valid basis for substituted service must exist. If the debtor was not properly informed of the hearing, the right to be heard is violated and the bankruptcy judgment must be annulled on appeal. Where the appeal succeeds because of the court's procedural error, appellate fees and bankruptcy-office costs may be waived or charged to the state; deposited amounts may be redirected to satisfy the creditor and related fees.
Obergericht des Kantons Zürich II. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: PS180021-O/U
Mitwirkend: Oberrichter lic. i ur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin lic. i ur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts- schreiberin Dr. M. Isler Urteil vom 9. März 2018 i n Sachen
A._____ GmbH, Schuldneri n und Beschwerdeführeri n,
gegen
Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Gläubigerin und Beschwerdegegnerin,
betreffend Konkurseröffnung
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 14. Februar 2018 (EK180066)
Erwägungen:
2.2 Mittlerweile hat die Schuldnerin die Konkursforderung beim Obergericht hinterlegt (act. 11 und 12). Damit kann die Gläubigerin für ihre Forderung nebst Kosten bezahlt werden. Die Gläubigerin muss zudem den Kostenvorschuss zurück erhalten, den si e dem Konkursgericht leistete, und den dieses nach Abzug seiner Gebühr dem Konkursamt weiter leitete. Das ist wie folgt zu lösen: das Konkursgericht hat den Parteien angezeigt, dass bei einer Verfahrenserledigung vor der Verhandlung ei- ne reduzierte Gebühr von Fr. 200.-- zu zahlen sei (act. 6/5/1 und /2, Ziff. 5 der "Hinweise"). Diesen Betrag hat die Schuldnerin ebenfalls beim Obergericht hinter- legt. Er ist dem Konkursgericht zu überweisen. Dieses hat seinerseits die einbe- haltenen Fr. 400.-- (dazu das angefochtene Urteil Dispositiv Ziff. 3) dem Kon- kursamt zu überweisen, welches damit der Gläubigerin die ganzen Fr. 1'800.-- zahlen kann. 3. Kosten für das Beschwerdeverfahren und für das Konkursamt sind nicht zu erheben, da diese ohne den Verfahrensfehler des Konkursgerichts nicht entstanden wären. Parteientschädigungen si nd mangels erheblicher Umtriebe auf beiden Seiten ni cht zuzusprechen. Es wird erkannt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des Bezirkes Züri ch vom 14. Februar 2018, mit dem über die Schuldnerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben. 2. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens werden auf Fr. 200.-- festge- setzt und der Schuldnerin auferlegt. 3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. 4. Die Kosten des Konkursamtes werden auf die Staatskasse genommen.
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.
Obergericht des Kantons Zürich II. Zi vi lk a mme r
Die Gerichtsschreiberin:
Dr. M. Isler
versandt am: 12. März 2018