Rectification of appellate cost order in employment case

LA150024Tribunale superiore19 ott 2015Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Zurich High Court granted the defendant's request to rectify its appellate judgment of 7 October 2015. It held that dispositive item 5 was incomplete because it mentioned only that the plaintiff was charged with the second-instance court fee and that the fee was offset against the advance, but omitted the reimbursement obligation arising under Art. 111(2) CPC. The dispositive was therefore amended to state expressly that the plaintiff must reimburse the defendant CHF 17,350. The court also noted that the appeal period runs anew for the rectified item.

Massima Omnilex

Art. 334 ZPO; rectification of an incomplete dispositive and reimbursement of cost advances under Art. 111 Abs. 2 ZPO. A decision may be rectified ex officio or on request where the operative part is unclear, contradictory, incomplete, or inconsistent with the grounds. If the grounds show that the advance on legal costs was paid by the costs-bearing party, the dispositive must also state the statutory reimbursement duty towards the opposing party; failure to do so constitutes an incomplete dispositive within the meaning of Art. 334 Abs. 1 ZPO. For obvious errors, the court may decide without hearing the parties under Art. 334 Abs. 2 ZPO. The rectification causes the appeal period to run anew as to the corrected part.

Testo completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: LA150024-O/U2

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichts- schreiberin lic. i ur. L. Stünzi Urteil vom 19. Oktober 2015 berichtigte Fassung

i n Sachen

A._____ (Suisse) SA,

Beklagte und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. rer. publ. et lic. iur. X1._____ und / oder Rechtsanwalt Dr. iur. X2._____,

gegen

B._____,

Kläger und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____,

betreffend arbeitsrechtliche Forderung

Berufung gegen ein Urteil des Arbeitsgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 8. April 2015 (AN110046-L)

Nach Einsicht in die Eingabe von Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ vom 13. Okto- ber 2015, womit er um Berichtigung von Dispositiv-Ziffer 5 des Urteils vom 7. Oktober 2015 ersucht (Urk. 111), in der Erwägung, dass das Gericht auf Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen eine Erläu- terung oder Berichtigung des Entscheids vornimmt, wenn das Dispositiv unklar, widersprüchlich oder unvollständig ist oder es mit der Begründung im Wider- spruch steht (Art. 334 Abs. 1 ZPO), dass in Dispositiv-Ziffer 5 des Urteils des hiesigen Gerichts vom 7. Oktober 2015 die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren von Fr. 17'350.-- dem Kläger auferlegt und mit dem Kostenvorschuss von Fr. 17'350. -- verrechnet wurden, (Urk. 109), dass den Erwägungen zu entnehmen ist, dass der eben genannten Ge- richtskostenvorschuss für das zweitinstanzliche Verfahren von der Beklagten ge- leistet wurde (Urk. 109 S. 6 und Urk. 101), dass die kostenpflichtige Partei der anderen Partei die geleisteten Vor- schüsse zu ersetzen hat (Art. 111 Abs. 2 ZPO), dass diese Verpflichtung keinen Eingang in das Urteils-Dispositiv gefunden hat, weshalb dieses unvollständig und zu berichtigen ist, dass das Gericht bei Beri chti gung von eindeutigen Fehlern wie Schrei b- oder Rechnungsfehlern auf eine Stellungnahme der Parteien verzichten kann (Art. 334 Abs. 2 ZPO), dass die Rechtsmittelfrist betreffend Dispositiv-Ziffer 5 des Urteils vom 7. Oktober 2015 durch die Berichtigung neu zu laufen beginnt (vgl. BK ZPO- Sterchi, Art. 334 N 13; BSK ZPO-Herzog, Art. 334 N 17),

wird erkannt: 1. Das Berichtigungsbegehren wird gutheissen und Dispositiv-Ziffer 5 des Ur- teils des hiesigen Gerichts vom 7. Oktober 2015 wie folgt neu gefasst (Ände- rung fett): "5. Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren wird dem Kläger auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 17'350.--verrechnet. Der Kläger wird ver- pflichtet, der Beklagten den geleisteten Vorschuss im Umfang von Fr. 17'350.-- zu ersetzen." 2. Schri ftli che Mi ttei lung an die Parteien, an den Kläger unter Beilage eines Doppels von Urk. 111, sowie an das Arbeitsgericht Zürich, 3. Abtei lung, je gegen Empfangsschein. 3. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine arbeitsrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 329'151.50. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 19. Oktober 2015

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Vorsitzende:

D r. L. Hunzi ker Schni der

Die Gerichtsschreiberin:

lic. i ur. L. Stünzi

versandt am: kt

Parole chiave

rectificationcost advancecostsemployment disputeappealdispositivereimbursement

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether dispositive clause 5 of the appellate judgment had to be rectified to include reimbursement of the court-cost advance paid by the defendant.

Decisione estratta

The dispositive was incomplete and had to be corrected so that the plaintiff must reimburse the defendant the advance of CHF 17,350.

Motivazione estratta

The reasons showed that the second-instance court cost advance was paid by the defendant, and under Art. 111(2) CPC the losing party must reimburse the advance to the other party. Because this consequence was missing from the dispositive, rectification under Art. 334 CPC was warranted.

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