Withdrawal led to dismissal of construction lien procedure

HE180119Tribunale commerciale5 apr 2018Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

A._____ GmbH applied for a provisional construction lien against property owned by B._____ AG and C._____ AG. The court had already ordered a superprovisional entry. Before the respondents commented, the applicant filed an out-of-court settlement and asked for the procedure to be closed and the lien deleted. Because the respondents had not signed the settlement, the court did not close the case on the basis of settlement, but construed the filing as a withdrawal. The proceedings were therefore discontinued, the provisional lien ordered deleted, and the court costs of CHF 1,100 were charged to the applicant. No party compensation was awarded.

Massima Omnilex

Art. 241 ZPO; withdrawal of the request after a superprovisional construction lien order; if an extrajudicial settlement is not signed by the opposing parties, the proceedings cannot be discontinued as settled. In such a case, the filing may be construed as a withdrawal of the request, leading to discontinuance of the proceedings and deletion of the provisional land-register entry. Costs are borne by the withdrawing applicant under Art. 106(1) ZPO; party compensation is denied absent significant efforts by the respondents.

Testo completo

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE180119-O U/ee

Mitwirkend: Oberrichter Roland Schmid, Vizepräsident, sowie der Gerichts- schreiber Dr. Giulio Donati

Verfügung vom 5. April 2018

in Sachen

A._____ GmbH, Gesuchstellerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

  1. B._____ AG, 2. C._____ AG, Gesuchsgegnerinnen

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2) "1. Das Grundbuchamt ...-Winterthur sei anzuweisen, zulasten des Grundstücks der Gesuchsgegnerinnen 1 und 2 (Grundstück D._____-Strasse ..., ... Winterthur, GBBl. 1Kataster-Nr. 2, EGRID 3) ein Bauhandwerkerpfandrecht zugunsten der Gesuchstellerin für die Pfandsumme von CHF 37'714.10 nebst Zins von 5% auf einem Betrag von CHF 9'927.90 ab 8. September 2017, Zins von 5% auf einem Betrag von CHF 11'083.50 ab 22. Dezember 2017 sowie Zins von 5% auf einem Betrag von CHF 20'687.90 ab 22. Februar 2018 vorläufig als Vormerkung einzutragen; 2. Die Anweisung sei superprovisorisch zu verfügen und dem Grundbuchamt unverzüglich zur vorläufigen Eintragung im Grundbuch mitzuteilen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7 % MwSt) zu- lasten der Gesuchsgegnerinnen 1 und 2." Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Mit Eingabe vom 14. März 2018 (Datum Poststempel), hierorts eingegangen am 15. März 2018, reichte die Gesuchstellerin ein Gesuch samt Beilagen um su- perprovisorische Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts ein (act. 1; act. 3/2–25). Mit Verfügung vom 15. März 2018 wurde dem Gesuch teilweise ent- sprochen und das Grundbuchamt ...-Winterthur einstweilen angewiesen, ein Bauhandwerkerpfandrecht vorläufig einzutragen. Gleichzeitig wurde den Ge- suchsgegnerinnen Frist bis zum 9. April 2018 zur Stellungnahme zum Begehren der Gesuchstellerin angesetzt (act. 4). Mit Eingabe vom 29. März 2018 (Datum Poststempel) reichte die Gesuchstellerin noch während laufender Frist zur Stel- lungnahme einen aussergerichtlichen Vergleich ein. In ihrem Begleitschreiben führt die Gesuchstellerin aus, dass der Vergleich vollzogen worden sei und das Verfahren als erledigt abgeschrieben werden könne. Weiter beantragt sie, das Grundbuchamt ...-Winterthur sei anzuweisen, die provisorische Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts zu löschen. Die Kosten des Verfahrens seien der Ge- suchstellerin aufzuerlegen; auf eine Prozessentschädigung werde verzichtet (act. 9).

  1. Parteien des von der Gesuchstellerin eingereichten Vergleichs sind die Ge- suchstellerin, die E._____ GmbH sowie F._____ (vgl. act. 10). Da die Gesuchs- gegnerinnen nicht am eingereichten Vergleich beteiligt sind und diesen folglich auch nicht unterzeichnet haben, kann das Verfahren nicht zufolge Vergleichs ab- geschrieben werden. Indessen stellt die Eingabe der Gesuchstellerin vom 29. März 2018 sinngemäss einen Rückzug ihres Begehrens dar. Demzufolge ist das Verfahren als durch Rückzug erledigt abzuschreiben (Art. 241 ZPO) und das Grundbuchamt ...-Winterthur anzuweisen, das aufgrund der Verfügung vom 15. März 2018 vorläufig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht zu löschen. 3. Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG). Vorliegend beträgt der Streitwert CHF 37'714.10. In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8 Abs. 1 und § 10 Abs. 1 GebV OG ist die Gerichtsgebühr auf rund einen Viertel der Grundgebühr festzusetzen und der Gesuchstellerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Man- gels erheblicher Umtriebe sind den Gesuchsgegnerinnen keine Parteientschädi- gungen zuzusprechen. verfügt das Einzelgericht: 1. Das Verfahren wird zufolge Rückzugs des Begehrens als erledigt abge- schrieben. 2. Das Grundbuchamt ...-Winterthur wird angewiesen, das aufgrund der Verfü- gung vom 15. März 2018 vorläufig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht zu löschen auf Liegenschaft Kat. Nr. 2, GBBl. 1, D._____-Strasse ..., ... Winterthur, für eine Pfandsumme von CHF 37'714.10 nebst Zins zu 5 % auf CHF 9'927.90 seit 8. September 2017; Zins zu 5 % auf CHF 7'098.30 seit

  2. Dezember 2017 sowie Zins zu 5 % auf CHF 20'687.90 seit 22. Februar 2018. 3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 1'100.00. Die bisher angefallenen weiteren Kosten betragen: CHF 55.00 (Rechnung Nr. ... des Grundbuchamtes ...- Winterthur vom 19. März 2018). Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehal- ten. 4. Die Kosten werden der Gesuchstellerin auferlegt. 5. Den Gesuchsgegnerinnen werden keine Parteientschädigungen zugespro- chen. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerinnen je unter Beilage der Doppel von act. 9 und act. 10, sowie an das Grundbuchamt ...- Winterthur. 7. Gegen den Kostenentscheid ist eine bundesrechtliche Beschwerde inner- halb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge- richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit- wert des Kostenentscheids entspricht der Gerichtsgebühr. 8. Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG). Zürich, 5. April 2018

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Der Gerichtsschreiber:

Dr. Giulio Donati

Parole chiave

construction lienwithdrawalsettlementprovisional registrationland registrycourt costsparty compensation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the proceedings should be discontinued after the applicant’s filing of an out-of-court settlement and withdrawal of the request.

Decisione estratta

The filing was treated as a withdrawal of the request; the case was therefore discontinued.

Motivazione estratta

The respondents were not parties to and had not signed the settlement, so the case could not be struck off on the basis of settlement. The applicant’s filing was construed as a withdrawal under Art. 241 ZPO.

Questione giuridica chiave

Whether the provisional construction lien already entered in the land register should be deleted.

Decisione estratta

The land registry was ordered to delete the provisional entry made under the earlier order.

Motivazione estratta

Because the request was withdrawn and the matter discontinued, the provisional lien no longer had a basis and had to be removed.

Questione giuridica chiave

How the court costs and party compensation should be allocated.

Decisione estratta

The court fee was set at CHF 1,100 and charged to the applicant; the respondents received no compensation.

Motivazione estratta

Costs follow withdrawal under Art. 106(1) ZPO; no significant work by the respondents justified party compensation.

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