Withdrawal of interim measures application; costs on plaintiff

HE160363Tribunale commerciale6 set 2016Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The plaintiff sought superprovisional and provisional measures to stop the defendant from ceasing telecom services under an interconnection contract. After the court had initially denied superprovisional relief and set deadlines, the plaintiff withdrew the request on 5 September 2016. The court therefore struck the interim-measures proceedings off the docket. It set the court fee at CHF 1,000, charged it to the plaintiff and covered it by the advance payment. No party compensation was granted to the defendant, who had not filed a response or otherwise incurred compensable costs.

Massima Omnilex

Art. 241 ZPO; withdrawal of an application for interim measures terminates the proceedings and leads to discontinuance. Court costs are allocated according to the outcome and may be imposed on the withdrawing applicant; the fee is determined under the applicable cantonal fee schedule in conjunction with Art. 96 and Art. 106(1) ZPO. Party compensation under Art. 95(3)(c) ZPO requires compensable expenses; where the respondent did not participate or request compensation, no indemnity is awarded.

Testo completo

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE160363-O U/ee

Mitwirkend: Oberrichter D r. Johann Zürcher sowie die Gerichtsschreiberi n Adrienne Hennemann

Verfügung vom 6. September 2016

i n Sachen

A._____, Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____

gegen

B._____, Beklagte

betreffend vorsorgliche Massnahme

Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2) " 1. Es sei der Gesuchsgegnerin unter Androhung der Strafverfolgung gemäss Art. 292 StGB zu verbieten, die Telecom-D i enstlei stungen gemäss Interkonnektvertrag vom 4. April 2013 per 31. August 2016 einzustellen, und es sei die Gesuchsgegnerin richterlich anzuwei- sen, die entsprechenden Lieferungen ohne Unterbruch für die Dauer des Prozesses in bisherigem Umfang fortzuführen; 2. Es sei diese Verfügung aufgrund der zeitlichen Dringlichkeit super- provisorisch anzuordnen; 3. Es sei der Gesuchstellerin / Klägerin seitens des Gerichts Frist an- zusetzen, um die ordentliche Klage beim Handelsgericht einzu- rei chen; 4. Das Ganze unter Kosten- und Entschädigungsfolgen nebst 8 % Mehrwertsteuer zu Lasten der Gesuchsgegnerin / Beklagten." Der Einz elrichter zieht in Erwägung: 1. Am 17. August 2016 reichte die Klägerin ein Massnahmebegehren hierorts ein (act. 1). Mit Verfügung vom 18. August 2016 wurde das superprovisorisch ge- stellte Rechtsbegehren abgewiesen, der Klägerin Frist zur Leistung eines Ge- richtskostenvorschusses und der Beklagten Frist zur Erstattung der Massnahme- antwort angesetzt (act. 4). Der Gerichtskostenvorschuss ging fristgerecht ein (act. 6). Mit Eingabe vom 22. August 2016 stellte die Klägerin ein Wiedererwä- gungsgesuch, das mit Verfügung vom 24. August 2016 abgewiesen wurde (act. 7 und 8). Eine beklagtische Beantwortung des Massnahmebegehrens ging weder i nnert Fri st noch bi s zum heuti gen Zei tpunkt ei n (vgl. act. 4 und act. 5/2). Mit Ein- gabe vom 5. September 2016 zog die Klägerin das Massnahmebegehren zurück (act. 10). 2. Der Rückzug des Gesuchs beendet das Verfahren, weshalb es als dadurch erledigt abzuschreiben ist (Art. 241 ZPO). 3. Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1

lit. a GebV OG). Vorliegend beträgt der Streitwert geschätzt CHF 30'000.– (vgl. act. 4 S. 2). In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2, § 8 Abs. 1 und § 10 Abs. 1 GebV OG ist die Gerichtsgebühr auf CHF 1'000.– festzusetzen und ausgangs- gemäss der Klägerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ist eine Partei nicht berufsmässig vertreten, so hat sie in begründeten Fällen An- spruch auf eine angemessene Umtriebsentschädigung (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Eine Umtriebsentschädigung wurde durch die Beklagte ni cht beantragt. Ohnehi n liess sich die Beklagte während der Dauer des Verfahrens nicht vernehmen und reichte insbesondere auch keine Massnahmeantwort ein. Vor diesem Hintergrund ist der Beklagten mangels Umtrieben keine Parteientschädigung zuzusprechen. Der Einz elrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Rückzug des Gesuchs um Erlass vorsorglicher Massnahmen als erledigt abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 1'000.–. 3. Die Kosten werden der Klägerin auferlegt und aus dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 4. Der Beklagten wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte mit einem Doppel von act. 10. 6. Gegen den Kostenentscheid ist eine bundesrechtliche Beschwerde inner- halb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge- richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit- wert des Kostenentscheids entspricht der Gerichtsgebühr.

Züri ch, 6. September 2016

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Gerichtsschreiberin:

Adrienne Hennemann

Parole chiave

interim measureswithdrawaldiscontinuancecourt costsparty compensationcost advance

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the interim measures application should be struck off after withdrawal.

Decisione estratta

The proceedings were terminated and struck off because the request for interim measures had been withdrawn.

Motivazione estratta

Under Art. 241 ZPO, withdrawal ends the proceedings.

Questione giuridica chiave

How court costs should be allocated after withdrawal of the application.

Decisione estratta

Court costs were set at CHF 1,000 and charged to the plaintiff, covered by the advance payment.

Motivazione estratta

Fees were determined under the cantonal fee schedule in conjunction with Art. 96 ZPO and Art. 106(1) ZPO.

Questione giuridica chiave

Whether the defendant is entitled to party compensation.

Decisione estratta

No party compensation was awarded to the defendant.

Motivazione estratta

The defendant did not seek an allowance and did not participate or file a response, so no compensable outlay was shown.

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