Provisional construction lien confirmed despite bank guarantee

HE120284Tribunale commerciale10 set 2012Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Zurich Commercial Court granted the plaintiff's request for provisional registration of a construction lien on the defendant's property in the amount of CHF 40,399.00 plus 5% interest from 4 July 2012. It held that the plaintiff had made the work and the timeliness of the lien plausible, and that the defendant's allegations of defects did not defeat the lien claim at this stage. The defendant's bank guarantee was rejected as insufficient security because it was absolutely time-limited. The plaintiff was ordered to file the merits action within 60 days.

Massima Omnilex

Art. 961 ZGB, Art. 839 Abs. 2 ZGB, Art. 869 Abs. 3 ZGB; provisional registration of a construction lien and substitution by security. A provisional construction lien may be maintained where the claimant makes plausible the existence of a lienable claim and compliance with the filing period. Alleged defects in the work do not, at the provisional stage, negate the lien claim if the existence and extent of defects must be determined in ordinary proceedings. Security offered in lieu of the lien must be sufficient; an absolutely time-limited bank guarantee does not satisfy this requirement. The court must set a period for filing the merits action, failing which deletion of the provisional entry may be sought and costs may be imposed conditionally (consid. 1-2).

Testo completo

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE120284-O U/ei

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Heinrich Andreas Müller, Vizepräsident, sowie der Gerichtsschreiber Dr. Matthias Nänni

Urteil vom 10. September 2012

in Sachen

A._____ AG, Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

B._____ AG, Beklagte

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ substituiert durch Rechtsanwalt lic. iur. Z._____

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

Nach Einsicht in das Gesuch der Klägerin vom 17. Juli 2012 samt Verbesserun- gen vom 23. Juli 2012 (act. 1 und 5), worin sie das nachfolgende Rechtsbegehren stellt (act. 5 S. 2): "1. Das Grundbuchamt C._____ sei anzuweisen, zu Gunsten der A._____ AG und zu Lasten des Grundstücks Kat. Nr. ..., Grund- buch Blatt ..., Grundbuch C._____ (D.str. ..., ... E.), ein gesetzliches Pfandrecht (Bauhandwerkerpfandrecht) für eine Pfandsumme von Fr. 46'600.40 zuzüglich 5% Zins seit 4. Juli 2012 vorsorglich einzutragen. 2. Das Grundbuchamt C._____ sei superprovisorisch anzuweisen, die vorsorgliche Eintragung gemäss Ziff. I hiervor sofort vorzu- nehmen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklag- ten.",

sowie nach Einsicht in die Eingabe der Beklagten vom 4. September 2012, insbe- sondere in - die Stellungnahme der Beklagten vom 4. September 2012 (act. 12), - die Bankgarantie der F._____ AG [Bank] Nr. ... vom 28. August 2012 (act. 13/6), und - das Schreiben der Klägerin vom 22. August 2012 an die Beklagte (act. 13/5), worin die Klägerin die Bankgarantie nicht als hinreichende Si- cherheit akzeptiert, mit dem Hinweis, dass das Handelsgericht des Kantons Zürich das beantragte Bauhandwerkerpfandrecht mit Verfügung vom 24. Juli 2012 für eine Pfandsumme von CHF 40'399.-- nebst Zins zu 5 % seit 04.07.2012 auf der Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., D.str. ... in E., vorläufig im Grundbuch eintragen liess, dem Begehren im Mehrbetrag von CHF 6'201.40 aber nicht entsprach, weil nicht dargelegt wurde, wann, für welche Leistungen und gestützt auf welchen Ver- trag dieser Betrag geschuldet sein soll (Prot. S. 5-6, act. 8), da aufgrund der Eingabe der Klägerin und der eingereichten Unterlagen (act. 1, 3/1-5 und 5) als glaubhaft erscheint,

  • dass die Klägerin für die eingetragene Pfandsumme auf dem Grundstück der Beklagten im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Material geliefert und Arbeit geleistet hat, und - dass sie die Arbeiten am 27. März 2012 abgeschlossen hat, die Viermonats- frist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintragung am 24. Juli 2012 (act. 8) somit gewahrt ist, da die von der Beklagten geltend gemachten Werkmängel (vgl. act. 12 Rz. 12) diese Einschätzung nicht erschüttern, weil einerseits der Anspruch auf Werklohn nicht ohne Weiteres entfällt, wenn Werkmängel vorliegen, und anderseits Vorlie- gen und Umfang der Mängel erst im ordentlichen Verfahren festgestellt werden könnten, und da die Gültigkeit der von der Beklagten angebotenen Bankgarantie der F._____ AG Nr. ... (act. 13/6) auf die Dauer von rund fünf Jahren ("bis 02. August 2017") beschränkt ist und die Garantie wegen dieser absoluten Befristung keine hinrei- chende Sicherheit i.S.v. Art. 869 Abs. 3 ZGB darstellt (vgl. S CHUMACHER, Bau- handwerkerpfandrecht, 3. Aufl. 2008, S. 452), erkennt der Einzelrichter: 1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu- figer Eintragung gemäss Verfügung vom 24. Juli 2012 bis zur rechtskräftigen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses auf der Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., D.str. ..., ... E. für eine Pfandsumme von CHF 40'399.00.– nebst Zins zu 5 % seit 04.07.2012. 2. Der Klägerin wird eine Frist von 60 Tagen ab Zustellung dieses Urteils an- gesetzt, um eine Klage auf Feststellung der Forderung als Pfandsumme und definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Bei

Säumnis kann die Beklagte den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) lö- schen lassen. 3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 1'800.--. 4. Die Kosten werden von der Klägerin bezogen. Vorbehalten bleibt der end- gültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, wird ihr die Entscheidgebühr definitiv auferlegt. 5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im ordentlichen Verfahren vorbehalten. Versäumt die Klägerin jedoch die ihr in Dispositiv- Ziffer 2 angesetzte Frist zur Anhebung der Klage, wird sie verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von CHF 1'300.-- zu bezahlen. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____, an die Klägerin unter Beilage der Doppel von act. 12 und 13/1-6. 7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 46'600.40.

Zürich, 10. September 2012

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Der Gerichtsschreiber:

Dr. iur. Matthias Nänni

Parole chiave

construction lienprovisional registrationinterim reliefsecurity substitutework defectsfiling deadlinecourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether a provisional construction lien should be confirmed for CHF 40,399.00 plus interest.

Decisione estratta

The provisional lien was confirmed and remains effective until final resolution of the ensuing action.

Motivazione estratta

The plaintiff made the underlying claim and work performance plausible; the four-month period was met; alleged defects did not defeat the lien claim at this stage.

Questione giuridica chiave

Whether the defendant's bank guarantee constituted sufficient security to replace the lien.

Decisione estratta

No; the guarantee was not sufficient security because it was absolutely limited in time to about five years.

Motivazione estratta

Under Art. 869(3) CC, the security must be adequate; a strictly time-limited guarantee does not provide sufficient protection for the lien claim.

Questione giuridica chiave

Whether the plaintiff must sue within a deadline to preserve the provisional lien.

Decisione estratta

Yes; the plaintiff was given 60 days from service of the judgment to file an action for recognition of the claim as lien debt and for definitive registration.

Motivazione estratta

A provisional lien requires timely initiation of the merits action, failing which the defendant may have the provisional entry deleted.

Questione giuridica chiave

How court costs and party compensation should be allocated at this stage.

Decisione estratta

The court fee was set at CHF 1,800 and initially charged to the plaintiff, subject to the final decision; if the plaintiff misses the filing deadline, it must also pay CHF 1,300 party compensation to the defendant.

Motivazione estratta

Cost allocation was reserved for the merits proceedings, with a conditional adverse cost consequence if the plaintiff fails to act within the set time limit.

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