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HE120282 ΓÇó Proceedings struck out as moot after cure of organizational defect
HE120282Tribunale commerciale6 dic 2012Dismissed
The Zurich Commercial Court, sitting as a single judge, dealt with an action by the cantonal Commercial Register Office against A._____ AG concerning an organizational defect. At filing, the company lacked a representative domiciled in Switzerland. After the defect was cured by registration of such a representative on 4 October 2012, the court held that the matter had become moot and struck the proceedings off. Because the defendant had caused the proceedings to be brought, it was ordered to pay the court fee of CHF 2,200 and an out-of-pocket allowance of CHF 300 to the plaintiff.
Art. 242 ZPO; mootness after cure of an organizational defect: if the defect giving rise to proceedings is remedied during the course of the action, the case is to be struck off for lack of a current need for judicial relief. Procedural costs may be allocated in equity under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO, in particular where the defendant caused the proceedings to be instituted by its conduct. A party that triggered the litigation may be charged with the court fee and ordered to compensate the opposing party for its expenses under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO (consid. 1-2).
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120282-O U/mb
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Roger Büchi
Verfügung vom 6. Dezember 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagte
vertreten durch lic. iur. X._____
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 17. Juli 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten ein Vertreter mit Wohnsitz in der Schweiz (act. 2/1). Nach der Mangel- behebung (Eintragung am 4. Oktober 2012, act. 7) kann das vorliegende Verfah- ren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 7.
lic. iur. Roger Büchi