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AA080178 ΓÇó No cassation complaint filed; case struck off and costs imposed
AA080178Tribunale di cassazione31 dic 2008Dismissed
The defendant sought only an extension of time to file a cantonally available cassation complaint against an appellate eviction-related decision, but never filed the complaint itself. The Kassationsgericht therefore noted that no timely cassation complaint had been lodged, closed the proceeding opened by the extension request, and imposed the court fee of CHF 300 on the defendant because his unsuccessful request had caused unnecessary proceedings. No party compensation was awarded to the plaintiff.
§§ 189 Abs. 1–2, 199, 66 Abs. 1, 68 Abs. 1 ZPO; no extension of a non-extendable statutory cassation deadline, and no costs compensation absent compensable expense. A request for extension of a statutory appeal deadline does not replace the filing of the appeal itself. If no cassation complaint is lodged within the non-extendable statutory period, the appellate proceeding is to be noted as failed to be initiated or as terminated. A party who, by an unsuccessful procedural request, causes the opening of proceedings without ultimately filing the appeal may be charged the resulting court fee, even if it is not the formally losing party; party compensation requires actual necessary expense by the other side.
Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA080178/U/mum Mitwirkende:die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Andreas Donatsch, Paul Baumgartner, die Kassationsrichterin Yvona Griesser und der Kassationsrichter Reinhard Oertli sowie der juristische Se- kretär Markus Nietlispach Zirkulationsbeschluss vom 31. Dezember 2008 in Sachen X., ..., Beklagter und Rekurrent gegen Y., ..., Kläger und Rekursgegner vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. ____ betreffend Ausweisung Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 17. Oktober 2008 (NL080142/U)
Das Gericht hat in Erwägung gezogen: 1. Mit Eingabe vom 14. Juli 2008 gelangte der Kläger (und Rekursgegner) mit dem Begehren an den Einzelrichter im summarischen Verfahren (Audienz- richteramt) des Bezirkes Zürich (Erstinstanz), dem Beklagten (und Rekurrenten) zu befehlen, die 2½-Zimmer-Wohnung an der ____strasse 00 in Zürich unverzüg- lich zu räumen, zu reinigen und ihm in ordnungsgemässem Zustand zu überge- ben (ER act. 1). Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung schlossen die Parteien einen Vergleich, in welchen sie auch das vor dem Mietgericht Zürich (unter der Prozess-Nummer MD080010) hängige und das von der Schlichtungs- behörde des Bezirkes Zürich am 24. Juli 2008 entschiedene Verfahren (ML080017) miteinbezogen (ER Prot. S. 10). Gestützt darauf schrieb die Erstin- stanz das Verfahren mit Verfügung vom 26. August 2008 als durch Rückzug des Ausweisungsbegehrens und im Übrigen als durch Vergleich erledigt ab (ER act. 11a = OG act. 2 = OG act. 7). Den vom Beklagten hiegegen erhobenen Rekurs wies die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Vorinstanz) mit Beschluss vom 17. Oktober 2008 in Bestätigung der einzelrichterlichen (Ab- schreibungs-)Verfügung sowie unter Kostenfolgen zulasten des Beklagten ab (OG act. 9 = KG act. 2). Der obergerichtliche Erledigungsentscheid wurde dem Be- klagten am 21. Oktober 2008 zugestellt (OG act. 10/1). 2. Mit Datum vom 18. November 2008 reichte der Beklagte beim Kassati- onsgericht ein Gesuch um Erstreckung der Frist zur Einreichung einer Nichtig- keitsbeschwerde gegen den vorinstanzlichen Rekursentscheid bis 24. November 2008 ein, ohne die Beschwerde dabei schon formell zu erheben (KG act. 1). Da es sich bei der in § 287 ZPO statuierten dreissigtägigen Beschwerdefrist – wie bei anderen Rechtsmittelfristen auch – jedoch um eine grundsätzlich nicht erstreckba- re gesetzliche Frist handelt (§ 189 Abs. 1 GVG) und die (engen) Voraussetzun- gen, unter denen die Erstreckung einer gesetzlichen Frist ausnahmsweise zuläs- sig ist (vgl. § 189 Abs. 2 GVG), in casu nicht vorlagen, wurde das Fristerstrek- kungsgesuch mit Präsidialverfügung vom 19. November 2008 abgewiesen (KG act. 6); zudem wurden die vorinstanzlichen Akten beigezogen (s.a. KG act. 3 und 4).
grundsätzlicher Bedeutung stellt [Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG]. Andernfalls wäre er lediglich mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde im Sinne von Art. 113 ff. BGG anfechtbar.) Ferner beginnt gemäss Art. 100 Abs. 6 BGG mit der Zustellung des Ent- scheids des Kassationsgerichts (als ausserordentlicher Rechtsmittelinstanz) grundsätzlich auch die dreissigtägige Frist zur Anfechtung des obergerichtlichen Erledigungsentscheids mittels ordentlicher (oder allenfalls subsidiärer Verfas- sungs-)Beschwerde ans Bundesgericht (neu) zu laufen (s.a. KG act. 2 S. 6, Disp.- Ziff. 6 Abs. 3). Ob diese Vorschrift allerdings auch dann Anwendung findet, wenn (aufgrund eines prozessualen Gesuchs) zwar formell ein Kassationsverfahren er- öffnet, aber letztlich gar keine Beschwerde eingereicht wurde, ist jedoch mehr als fraglich (vgl. BGer 4A_216/2008 vom 20.8.2008, Erw. 1.2; ferner auch Rüetschi, Wann gilt Art. 100 Abs. 6 BGG?, AnwRev 2008, S. 158 ff.; Jent-Sørensen/ Reiser, Kantonal-zürcherische Nichtigkeitsbeschwerde und Beschwerde in Zivil- sachen ans Bundesgericht, SJZ 2008, S. 367/368) und wäre gegebenenfalls vom Bundesgericht zu entscheiden. Das Gericht beschliesst: 1. Es wird davon Vormerk genommen, dass innert Frist keine Nichtigkeitsbe- schwerde gegen den Beschluss der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 17. Oktober 2008 (Proz.-Nr. NL080142/U) erhoben wurde. Das durch die Eingabe des Beklagten vom 18. November 2008 er- öffnete Verfahren vor Kassationsgericht wird als dadurch erledigt abge- schrieben. 2. Die Gerichtsgebühr für das Verfahren vor Kassationsgericht wird festgesetzt auf Fr. 300.--. 3. Die Gerichtsgebühr wird dem Beklagten auferlegt.