Competence for environmental review of parking lot permit

BRKE III Nrn. 0281-0282/1991Tribunale dei ricorsi edilizi18 dic 1991Partially Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The appeals concerned a planned 34-space parking area at the Weberei X. site. The appellants argued that the facility would cause unacceptable noise, especially through night-time use by shift workers, and asked that possible use for fairs and other major events be prohibited. The commission held that, under the revised BVV competence rule, assessment of compliance with air-pollution and noise-protection rules for such operating facilities belongs to the cantonal Economic Affairs Directorate. The municipal authority was therefore only competent for the ordinary building-law aspects and had to insert a permit reservation in favor of the cantonal authority and forward the file. The appeals were upheld on formal grounds and the matter remitted.

Massima Omnilex

BVV Ziff. 1.2.2; competence for environmental-law review of installations in businesses; the term 'Anlagen in Betrieben' is to be interpreted broadly from the perspective of the environmental problem at issue. For industrial and related stationary installations, including parking areas, the cantonal authority is competent to assess compliance with air-pollution and noise-protection law, regardless of the size of the installation and irrespective of whether the business is subject to labour law. The municipal building authority remains competent only for the ordinary building-law assessment and must, where necessary, reserve the cantonal environmental decision and transmit the file (consid. 3-5).

Testo completo

BRKE III Nr. 281 und282/1991 vom 18. Dezember 1991 in BEZ 1992 Nr. 6 3. Die Rekurrenten wenden gegen die in der Nachbarschaft geplante Abstellflä- che für 34 Personenwagen im wesentlichen ein, die Anlage bewirke unzumutbare Lärmimmissionen, zumal sie von den Schichtarbeitern der zugehörigen Industriebe- triebe auch nachts rege benützt werde. Im gleichen Sinne störend würde sich die allfällige Vermie tung oder unentgeltliche Überlassung der Abstellfläche für Grossan- lässe wie Messen, Jahrmärkte usw. auswirken, weshalb eine derartige Nutzung vor- sorglich zu verbieten sei. Gemäss der seit dem 1. Oktober 1990 in Kraft stehenden Vorschrift von Ziffer 1.2.2 des Anhanges zur Verordnung über das baurechtliche Verfahren vom 19. April 1978 (Bauverfahrensverordnung, BVV) fällt die Erteilung baurechtlicher Bewilligun- gen von Anlagen in Betrieben bezüglich ihrer Übereinstimmung mit den Vorschriften über die Luftreinhaltung und den Lärmschutz - ausgenommen in den Städten Zürich und Winterthur - in die unmittelbare Zuständigkeit der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich (vgl. auch den Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich vom 5. September 1990, RRB Nr. 2975/1990, Ziffer 11.3; Kreis- schreiben der Direktion der öffentlichen Bauten vom 26. September 1990, Ziffer 3). Dies unabhängig davon, ob diese Betriebe der Arbeitsgesetzgebung unterstellt sind oder nicht. Von dieser Zuständigkeitsordnung erfasst werden zunächst alle herkömmlichen In dustrie- und Gewerbebetriebe bezüglich sämtlicher Betriebsanlagen (Produkti- ons maschinen, Werkstätten, Ventilatoren, Abluftanlagen, Werkplätze, Güterum- schlagflächen, Garagen, Parkplätze etc.), und zwar unabhängig von der Grösse der Anlage. Zudem ist die Zuständigkeit der Volkswirtschaftsdirektion grundsätzlich auch bei der Beurteilung von Dienstleistungsbetrieben (Läden, Praxen, Büros, Ateliers etc.) gegeben, soweit sich Lärmschutz- und/oder Luftreinhaltefragen stellen. Ebenso fallen betriebsähnliche Anlagen wie Tankstellen, Autowaschanlagen, Glassammel- stellen, Sportanlagen (Schwimmbäder, Tennisplätze etc.) in die Zuständigkeit der Volkswirtschaftsdirektion. Anlässlich der Revision der Bauverfahrensverordnung hielt der Regierungsrat denn auch fest, dass die beim Vollzug der Vorschriften über die Luftreinhaltung und den Lärmschutz, insbesondere aber auch bei Sanierungsanordnungen zu lösenden Sach- und Rechtsfragen oftmals auch bei kleinen Betrieben komplex seien. Viele Gemeinden könnten anhand der wenigen zu beurteilenden Betriebe nicht das jenige Mass an Erfahrung sammeln, welches einen Vollzug der einschlägigen Erlasse ohne

unvertretbaren administrativen Aufwand erst ermögliche (vgl. RRB Nr. 2975/1990). In der Tat erheischt die sachgerechte und einheitliche Anwendung der komplexen Vorschriften des Umweltschutzrechts in aller Regel eine umfassende kantonale Zu- ständigkeit. Eine differenzierte Interpretation des in Ziffer 1.2.2 Anhang BVV ver- wendeten Begriffes "Anlagen in Betrieben" rechtfertigt sich daher nicht, sondern es ist die Zuständigkeitsfrage zur Beurteilung der oftmals schwierigen und heiklen Lärmschutz- und Luftreinhaltefragen ausgehend von der umweltschutzrechtlichen Problemstellung und nicht etwa von einer wirtschaftlichen oder anderen Definition des Anlage-bzw. Betriebsbegriffes her auszulegen. 4. Die vorliegend umstrittene Fahrzeugparkierungsanlage für 34 Personenwa- gen auf dem Fabrikareal der Weberei X. ist nordwestlich des bestehenden Gebäu- dekomplexes G2 und G5 vorgesehen. Die Abstellplätze sollen vorab den auf dem Baugrundstück angesiedelten Industriebetrieben dienen. Beim Bauvorhaben handelt es sich um eine neue ortsfeste Anlage, welche als verschiedenen Industriebetrieben zugehörig zu qualifizieren ist. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind anhand der Vorschriften der Luftreinhalteverordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV) und der Lärmschutzverordnung vom 15. September 1986 (LSV) zu prüfen (vgl. Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 und 2 lit. a LSV sowie Art. 2 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 LRV). Die kommunale Bau- behördewar demnach nur zur baurechtlichen Beurteilung des Parkplatzes zuständig und hätte bezüglich der Prüfung der Übereinstimmung des Projekts mit den Vor- schriften des Lärmschutzes und der Luftreinhaltung in der Baubewilligung einen Be- willigungsvorbehalt zugunsten der Volkswirtschaftsdirektion statuieren und die Akten an die Kantonale Behörde überweisen müssen. 5. Demzufolge sind die Rekurse aus formellrechtlichen Gründen gutzuheissen, soweit darauf einzutreten war. Der Gemeinderat ist in Rückweisung der Akten einzu- laden, den Beschluss vom 4. September 1991 durch den erwähnten Bewilligungs- vorbehalt zu ergänzen.

Parole chiave

noise protectionair pollution controlparking lotcompetenceremandpermit reservationstationary installationmunicipal authority

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Which authority had competence to assess the parking facility's compliance with noise and air-pollution rules?

Decisione estratta

The municipal building authority was only competent for ordinary building-law review; environmental compliance had to be reserved to the cantonal Economic Affairs Directorate, with referral of the file.

Motivazione estratta

Under the amended BVV, the competence rule covers operating facilities in businesses and is to be interpreted broadly from the environmental-law problem, not from a narrow economic concept of 'business'. For new stationary installations belonging to industrial businesses, the environmental effects must be reviewed under the LRV and LSV by the cantonal authority.

Questione giuridica chiave

Whether the permit should be protected against use of the parking area for major events such as fairs or markets.

Decisione estratta

The appeal succeeded on formal grounds; the decision was remitted so that the municipal resolution would be supplemented with the required permit reservation.

Motivazione estratta

Because the environmental review belonged to the cantonal authority, the municipal permit had to contain a reservation in favor of that authority and the file had to be transmitted to it.

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